Branche 12.10.2017 0 Bewertung(en) Rating

BASF ruft TDI wegen Verunreinigung zurück

Laut Presseberichten und dem Verband der Matratzenindustrie wurde bei der BASF TDI der Marke Lupranate T 80 A mit einem erhöhten Anteil an Dichlorbenzolen erzeugt. Einige Matratzenhersteller haben in Reaktion darauf die Produktion eingestellt. Die Industrie sieht sich bereits seit längerem mit massiv steigenden Rohstoffpreisen konfrontiert.

 - Das Innere von Matratzen besteht häufig aus PUR
Das Innere von Matratzen besteht häufig aus PUR
Wikimedia / Pfaerrich

Wie der Fachverband Matratzenindustrie mitteilt informierte BASF am 10. Oktober in einer Stellungnahme über eine "deutlich erhöhte Konzentration an Dichlorbenzol" im TDI. Wie auch der Presse zu entnehmen sei, biete BASF an, TDI das sich noch in Tanks der Kunden befindet, zurückzunehmen und sämtliche nicht verarbeitete Schaumblöcke, die mit den verunreinigten Isocyanaten aus dem entsprechenden Zeitraum hergestellt wurden, zu sammeln.

Für bereits weiterverarbeitete Produktmengen empfehle BASF seinen Kunden als Vorsichtsmaßnahme Tests durchzuführen, um sicherzustellen, dass die relevanten Grenzwerte der verschiedenen Industrien eingehalten werden. Als unmittelbare Reaktion auf diese Nachricht habe der PU-Schaumstoffhersteller Carpenter "Force Majeure" erklärt. Der Verband erwartet, dass auch die anderen Produzenten von PU-Schaumstoffen sich zeitnah öffentlich äußern werden. Außerdem weist er seine Mitglieder darauf hin, dass aufgrund der Lieferketten und damit verbundenen Produktionszeiten noch nicht viele belastete Matratzen in den Handel oder in die Privathaushalte gelangt sein dürften.

Der Verband weist auf kürzlich erfolgte erhebliche Preissteigerungen für den PUR-Grundstoff hin. Allein seit März 2016 sei der Preis für TDI um mindestens 80 % gestiegen, permanent werden demnach weitere Preiserhöhungen angekündigt.

pl

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