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BASF: Neustrukturierung der Forschung

Mit einer Neustrukturierung will BASF ihrer Forschung noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten. Foto: BASF

BASF strukturiert ihre Bereiche in der Forschung neu. Geschäftsnahe Forschungseinheiten werden in die Unternehmensbereiche integriert.

BASF strukturiert ihre weltweiten Forschungsaktivitäten im kommenden Jahr neu. Geschäftsnahe Forschungseinheiten, die bislang Teil der drei jetzigen Forschungsbereiche sind, werden in die Unternehmensbereiche integriert. Sie richten sich damit noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden aus. Forschungsaktivitäten mit Relevanz für mehrere Unternehmensbereiche bündelt BASF künftig in einem zentralen, global aufgestellten Forschungsbereich.

Neustrukturierung soll Transformation beschleunigen

„Die Transformation zur Nachhaltigkeit beginnt bereits mit der Forschung“, erklärt Maas-Brunner, Mitglied des Vorstands und Chief Technology Officer der BASF. BASF sei dafür sehr gut aufgestellt und verfüge über eine Forschungs- und Entwicklungslandschaft mit global rund 10.000 Mitarbeitenden. „Um die Herausforderungen der Transformation noch schneller zu bewältigen und langfristig erfolgreich zu sein, müssen wir unsere Kundennähe weiter erhöhen und die Stärke unseres Know-how-Verbundes nutzen“, so Maas-Brunner.

Allein in 2020 rund 2 Mrd. EUR in Forschung investiert

Insgesamt hat BASF im Jahr 2020 rund 2 Mrd. EUR in Forschung und Entwicklung investiert. Ziel ist die beschleunigte Entwicklung von CO2-freier Verfahren, einer Kreislaufwirtschaft sowie der Ausbau der Digitalisierung. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit. Letzteres soll durch die Neustrukturierung der Forschungsbereiche noch intensiver unterstützt werden.

Die Chemie leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. BASF-Forscher machen durch ihre Arbeit nachhaltigen Wandel möglich. Aktuelle Beispiele aus der BASF-Forschungspipeline hat das Unternehmen kürzlich auf einer Forschungspressekonferenz vorgestellt. „Nachhaltigkeit hat in der Forschung und Entwicklung sehr hohen Stellenwert. Ohne Innovationen aus der Chemie wird es keine nachhaltige Zukunft geben“, erklärte Dr. Simon Kniesel, Group Leader R&D Ultramid Engineering Plastics Europe.

Sicherheit von Elektromobilität erhöht

Der Transportsektor hat einen deutlichen Anteil an den globalen CO2-Emissionen. Mit der Transformation zur Elektromobilität können diese Emissionen reduziert werden. Der Chemie kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: In einem Elektrofahrzeug ist der Anteil an Chemikalien deutlich höher als in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Denn durch den geänderten Antrieb verändern sich zahlreiche Komponenten.

Dr. Simon Kniesel (l.), Group Leader R&D Ultramid: „Ohne Innovationen aus der Chemie wird es keine nachhaltige Zukunft geben.“ Foto: BASF

Die Forschung und Entwicklung von BASF arbeitet kontinuierlich an innovativen Produkten für Elektrofahrzeuge. So leisten Kunststoffe einen wichtigen Beitrag unter anderem zur Sicherheit von Elektrofahrzeugen. Hier werden sie beispielsweise als stabiler Aufprallschutz, für eine sichere Stromverteilung, als wärmeleitende Klebstoffe, oder zur Kennzeichnung von Hochspannungsbauteilen und -konnektoren eingesetzt.

Jüngstes Beispiel für kundennahe Forschung

Als jüngstes Beispiel stellte Kniesel ein neues Elastollan (TPU) für Stromschienen in Elektroautos vor. Stromschienen werden sind für eine sichere Energieverteilung gebraucht. Das neue Elastollan ist sehr gut mit metallischen Stromschienen kompatibel: Linearer Wärmeausdehnungskoeffizient (CLTE) nahe an metallischen Stromschienen (Kupfer, Aluminium), keine Phasenumwandlung im relevanten Temperaturbereich, gute thermomechanische Belastbarkeit zwischen -40°C und +120°C (>1.000 Zyklen). Das TPU ist zudem  einfach zu verarbeiten und kosteneffizient. Eine erste Serie wird derzeit mit einem französischen Tier 1 realisiert.

„Das ist erst der Anfang. BASF plant die Einführung eines umfassenden Produktportfolios für die E-Mobilität. Schon nächstes Jahr werden ein langlebiges Orange, neue Materialien für Crash-Absorber und thermisch leitfähige Klebstoffe zur Marktreife kommen“, sagte Kniesel. Für 2023 seine neuartige Materialien zur Geräuschoptimierung von batterieelektrischen Fahrzeugen geplant.

mg

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