Baerlocher erweitert Kapazität für Metallseifen

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Baerlocher USA erweitert Produktionskapazität für Metallseifen um 50 %, um der schnell wachsenden Nachfrage seitens der Polyolefin- und PVC-Industrien in Nordamerika zu entsprechen.

Baerlocher USA (Cincinnati, Ohio) erweitert seine Anlage für die Herstellung von Calcium-, Zink-, Natrium- und anderen Metallseifen um einen dritten Reaktor. Das Unternehmen ist Teil der Baerlocher-Gruppe, einem Hersteller von Kunststoffadditiven. Diese Erweiterung steigert die Kapazität um 50 % – damit reagiert das Unternehmen auf die stetig steigenden Nachfrage der nordamerikanischen Polyolefin- und Polyvinylchlorid (PVC)-Industrien. Der neue Reaktor wird voraussichtlich im Juni 2017 voll funktionsfähig sein.

Mit der Entscheidung unterstützt Baerlocher auch die weitere Entwicklung seiner Polymer-Stabilisierungstechnik Baeropol RST sowie festen Calcium-basierten PVC-Stabilisatoren. Diese Anwendungen werden weiter an Bedeutung gewinnen, da die Kunststoffindustrie die Verwendung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und Schwermetallstabilisatoren verringern möchte.

"Baerlocher ist im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Kunststoffindustrie in Nordamerika sehr optimistisch. Daher investieren wir weiter in den Ausbau der Kapazität und in neue Additiv-Lösungen für unsere Kunden", sagt Edward Hall, President und CEO von Baerlocher USA.

Diferenzierte Nachfrage nach Metallseifen

Die expandierende Öl- und Gasindustrie in den Vereinigten Staaten, einschließlich Fracking, verringert die Kosten für Rohstoffe, die in Polyolefinen verwendet werden. Damit investieren Hersteller von Kunststoffprodukten stark in neue Produktionskapazitäten. Im PVC-Sektor hingegen konsolidieren Additivhersteller, was wiederum neue Chancen für Baerlocher eröffnet.

Ein weiterer Trend im Bereich Metallseifen sind differenzierte Produkte, die neue Anforderungen erfüllen. Ein Beispiel sind Calcium- und Zinkmetallseifen, um zinnbasierte Stabilisatoren zu ersetzen. Die Verwendung von Zinnverbindungen als PVC-Stabilisator wurde und wird im Zuge der REACH-Verordnung eingeschränkt. Viele PVC-Verarbeiter in Nordamerika verfolgen diese Tendenz aus Umweltschutzgründen, obwohl sie durch die Regelungen nicht dazu verpflichtet sind.

mg

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