Azubis entwickeln Spritzgießwerkzeug

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Wie man ein Spritzgießwerkzeug entwickelt und produziert lernen Auszubildende im Projekt „Toolmakers‘ Talents“. Hasco unterstützt sie dabei.

Zwei Jahre haben die am Projekt „Toolmakers‘ Talents“ teilnehmenden Auszubildenden der Unternehmen Canto, Hasco, Klaucke & Meigies, Kostal, Lauer Harz und Pakulla Zeit für die komplette Konzeption, Fertigung und Bemusterung eines in der Produktion verwendbaren Spritzgießwerkzeuges.

Aktuell konnten die Auszubildenden bereits die fünfte Projektphase mit der Fertigstellung des Spritzgießwerkzeuges abschließen. Dabei stellte der aufwendig konstruierte Handyhalter, der Smartphones direkt in der Steckdose aufladen kann, sie immer wieder vor besondere Herausforderungen.

Hohe thermische und mechanische Belastungen machten den Einsatz eines in der Verarbeitung anspruchsvollen Kunststoffes notwendig. Mit Normalien und Heißkanalkomponenten von Hasco gelang es den Talenten, alle im Pflichtenheft formulierten Anforderungen zur Herstellung des Werkzeuges erfolgreich umzusetzen.

Auszubildende verschiedener Firmen arbeiten zusammen

Spannend war die übergreifende Zusammenarbeit der Teams. Die Bearbeitung der Formkomponenten teilten sich die Auszubildenden zunächst auf und führten die Arbeiten in ihren Unternehmen aus. Ergänzend zu den Arbeitstreffen fand die Abstimmung innerhalb des gesamten Teams über einen Werkzeugbau-Live-Blog statt. Hier wurde der Prozess digital dokumentiert.

Nach Fertigstellung der einzelnen Werkzeugkomponenten traf sich das Kompetenzteam zum Probezusammenbau im Hasco-Learning Center, um die nächsten Arbeitsschritte zu definieren. Das Team koordinierte die weiteren Arbeiten in den Werkstätten der Unternehmen. Dort wurden die Feinarbeiten vorgenommen: Entgraten, anpassen, polieren, Elemente lasergravieren, Kühlkreisläufe prüfen, Formeinsätze abstimmen sowie Werkzeughälften vermessen und antuschieren.

Fehler finden und korrigieren

Am Ende der Projektphase konnte das komplette Werkzeug mit allen Komponenten erfolgreich fertiggestellt werden. Spannend wird nun die letzte Projektphase. Hier wird sich zeigen, ob es den Auszubildenden gelungen ist, eine der Hauptaufgaben des Projektes zu meistern: Das Korrigieren von absichtlich eingebauten verfahrens- und werkzeugtechnischen Fehlern. Das Spritzgießwerkzeug wird nun mit der Software K-Advisor im Kunststoffinstitut von den Azubis abgemustert.

Das vom Land NRW und dem europäischen Sozialfond teilgeförderte Projekt endet im Herbst 2019.

kus

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