Aufbereitung schwer recycelbarer PET-Abfälle als Ziel

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Ein neues Konsortium fördert eine innovative Technologie, die eine Wiederverwertung von schwer recycelbaren PET-Abfällen möglich macht

Das Konsortium, dem jetzt auch Alpla beigetreten ist, will die Kommerzialisierung der verbesserten chemischen Recyclingtechnologie BP Infinia beschleunigen, mit der opake und schwer recycelbare PET-Kunststoffabfälle zu recycelten Rohstoffen verarbeitet werden können.

Mitglieder des Konsortiums sind neben dem Verpackungs- und Recyclingspezialisten Alpla die Lebensmittel-, Getränke- und Konsumgüterhersteller Britvic, Danone und Unilever, der Entsorgungs- und Recyclingspezialist Remondis sowie der Energie- und Petrochemieproduzent BP. Allesamt führende Unternehmen, die entlang der Wertschöpfungskette von Kunststoffverpackungen tätig sind – von Herstellung und Verwendung, über Sammlung bis zum Recycling von Verpackungen aus Polyethylenterephthalat (PET) beteiligt sind.

Recycling von PET-Abfällen gemeinsam verbessern

Gemeinsames Ziel des Konsortiums: Durch die Kommerzialisierung der verbesserten Recyclingtechnologie BP Infinia sollen die Probleme mit Kunststoffabfällen reduziert werden. Mit der Gründung des Konsortiums werden dazu die Fähigkeiten und Erfahrungen der verschiedenen Mitglieder gebündelt, um einen neuen, zirkulären Ansatz für den Umgang mit PET-Kunststoffabfällen zu entwickeln.

Georg Lässer, Head of Recycling bei Alpla, sagte: „Alpla freut sich, an diesem branchenübergreifenden Projekt mit Partnern aus der gesamten Wertschöpfungskette teilzunehmen. Das Konsortium ist eine Ergänzung zu unseren bereits bestehenden intensiven Aktivitäten im mechanischen Recycling und fokussiert auf postindustrielle PET-Abfälle, schwer recycelbare PET-Verpackungen und PET-Tiefziehschalen. Mit BP an der Spitze haben wir einen sehr starken und erfahrenen Partner, der sein Know-how in der Produktion von Neuware einbringt.“

Rita Griffin, BP Chief Operating Officer Petrochemicals, betonte: „BP verfügt über Erfahrung in der Entwicklung und Skalierung von Technologien – das werden wir auch mit unserem innovativen BP Infinia-Prozess schaffen. Aber wir wissen, dass wir den Kreislauf nicht alleine schließen können. Deshalb freuen wir uns sehr, gemeinsam mit Branchenführern ein praktisches Geschäftsmodell zu entwickeln und in der Praxis zu testen, das hoffentlich dazu beitragen kann, alle Arten von Polyesterabfällen unendlich recycelbar zu machen.“

Downcycling sowie Deponierung und Verbrennung vermeiden

PET ist ein Kunststoff, der häufig für Hohlkörperverpackungen für Lebensmittel, Getränke, Körper- oder Haushaltspflege verwendet wird. Das Material ist leicht, strapazierfähig und vielseitig einsetzbar und gehört zu den am häufigsten gesammelten und recycelten Arten von Kunststoff. Von den weltweit gesammelten PET-Kunststoffflaschen werden mehr als 75 % recycelt, aber nur 12 % des Sammelgutes finden den Weg zurück in neue Flaschen. Der Rest wird aktuell für Anwendungen abseits des Flaschenkreislaufs "downcycled", die häufig nach der Verwendung aufgrund fehlender Abfallsammelsysteme auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen entsorgt werden.

Die Mitglieder des Konsortiums glauben, dass sie durch die Bündelung ihrer Kräfte die Kommerzialisierung von Technologie, Infrastruktur und Nachfrage beschleunigen können. Dies ist für die Verarbeitung von Milliarden von opaken und schwer recycelbaren PET-Kunststoffflaschen und Tiefziehschalen, die derzeit entsorgt werden oder mit konventionellen Recyclingverfahren schwer zu recyceln sind, erforderlich.

gk

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