Auch Automatica ins neue Jahr verschoben

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Die Automatica wurde für dieses Jahr abgesagt. Grund ist auch hier die aktuelle Corona-Situation. Für Sommer 2021 wird ein neues Format entwickelt.

Nun hat es auch die Automatica erwischt. Aufgrund der derzeitigen Corona-Lage und der damit zusammenhängenden verschärfenden Reisebeschränkungen findet diese nicht wie geplant im Dezember statt. Stattdessen wird es ein neues Präsenzformat für Sommer 2021 geben. Gemeinsam mit der Branche will die Messe München ein an die Begebenheiten der Corona-Zeit angepasstes Format entwickeln.

Corona-Pandemie bremst Messe aus

In Abstimmung mit dem VDMA-Fachverband Robotik + Automation hatte die Messe München im März entschieden, die Messe vom Juni in den Dezember zu verlegen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie konnte das derzeitige Format nun nicht mehr aufrechterhalten werden.

In den letzten Wochen wurden aufgrund steigender Infektionszahlen zudem für immer mehr europäische Länder und Regionen Reisebeschränkungen verfügt. Auch die Reisesituation außerhalb Europas hat sich praktisch nicht verbessert. Viele nationale und internationale Konzerne haben zudem interne Reiseverbote ausgesprochen. Deshalb befürchten die meisten Aussteller, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden. Eine Durchführung der Automatica in diesem Dezember würde die Messe auf Dauer nachhaltig beschädigen, wie der Messeveranstalter betont.

„Eine Messe lebt von ihren Teilnehmern. Doch zu viele unserer Aussteller und Besucher hätten wegen der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können. Deshalb mussten wir uns letztendlich für eine Absage der Automatica 2020 entscheiden. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Mit Nachdruck arbeiten wir an neuen Angeboten, um die Branche zusammen- und voranzubringen“, begründet Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, die Absage.

Auch Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA Robotik + Automation bekräftigt das nochmals: „Die ursprüngliche Entscheidung zur Verschiebung der Automatica war richtig. Weil sich die äußeren Bedingungen zuletzt stark verschlechtert haben, ist eine Neubewertung der Lage jetzt aber unumgänglich. Wir sind froh, dass die Messe München flexibel reagiert hat und jetzt gemeinsam mit der Branche neue Wege geht.“

Automatica plant neues Messeformat für Sommer 2021

Gemeinsam mit Ausstellern erarbeitet die Messe München nun ein an die Rahmenbedingungen der Corona-Zeit angepasstes Präsenzformat mit digitalen Elementen. Das neue Event ist als kompakte „Messe vor der Messe“ für den Frühsommer 2021 angedacht. Es soll ein Add-On zur Automatica werden. Wie genau das aussehen wird, dazu hält sich der Messeveranstalter noch bedeckt.

„Bis zum Schluss haben wir die Automatica hochgehalten. Doch das aktuelle Infektionsgeschehen macht eine erfolgreiche Weltleitmesse unmöglich und hätte ihrem Anspruch und Image geschadet. Deshalb gehen unsere Pläne jetzt in Richtung eines neuen Events im nächsten Sommer, um die Zeit zur automatica 2022 zu überbrücken – und so einen notwendigen, positiven Impuls für die Branche zu geben“, sagt Wilfried Eberhardt, Vorsitzender des automatica-Fachbeirats sowie Chief Marketing Officer der Kuka AG.

Digitales Angebot wird weiter ausgebaut

Darüber hinaus erweitert die Automatica ihr digitales Angebot. So beleuchten in der neuen Online-Event-Reihe „Let’s talk by automatica“ regelmäßig Experten, Anbieter und Anwender aktuelle Fragestellungen und Trends rund um Robotik und Automation. Außerdem ist geplant, wesentliche Bausteine des ursprünglich für die Dezember-Messe geplanten Rahmenprogramms virtuell anzubieten. Das gilt beispielsweise für das International Symposium on Robotics (ISR). Details hierzu wird die Messe München in den kommenden Wochen bekannt geben.

db

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