ASO: Neues Kunststoff-Extraktionsgerät im Chemielabor

ASO hat seit Januar das neue Extraktionsgerät in seinem Chemielabor. Foto: ASO

Der Analytik Service Obernburg (ASO) hat ein neues Extraktionsgerät in seinem Chemielabor.

Seit Januar 2021 können mit dem modernen Extraktionsgerät im Chemielabor des Unternehmens an Kunststoffen die extrahierbaren Anteile nach DIN EN ISO 6427:2014-08 „Kunststoffe – Bestimmung der extrahierbaren Bestandteile durch organische Lösemittel“ können bestimmt. Die nach Norm geforderten Extraktionsbedingungen, wie Extraktionszeit und Überläufe pro Stunde, werden vor Beginn eingestellt und können genau eingehalten werden. Der Extraktionsverlauf wird elektronisch aufgezeichnet.

Kunststoff-Bestandteile haben Einfluss auf deren Verarbeitung

Bei dieser Bestimmung werden aus dem Kunststoff über mehrere Stunden und in mehreren Extraktionszyklen mit Hilfe eines passenden Extraktionsmittels wie zum Beispiel Methanol, Dichlormethan, Aceton oder n-Heptan die extrahierbaren Bestandteile herausgewaschen beziehungsweise extrahiert. Zu den extrahierbaren Bestandteilen von Kunststoffen zählen etwa Monomere, Oligomere, nicht vernetzte Bruchstücke, Weichmacher oder Stabilisatoren. Da diese Bestandteile Einfluss auf die Verarbeitung und die Eigenschaften des Kunststoffs nehmen, ist es wichtig, sie zu kennen und gelegentlich zu überprüfen.

ASO-Chemielabor kann weitere Analysen am Extrakt vornehmen

Spätestens, wenn sich im Produktionsprozess ein Problem bemerkbar macht – zum Beispiel, wenn gravierende Qualitätsunterschiede festgestellt werden – kann diese Analyse einen Hinweis auf die Ursache geben. Mit einem Vergleich zwischen „Granulat beziehungsweise Bauteil in Ordnung“ und „Granulat beziehungsweise Bauteil nicht in Ordnung“ kann der Grund für eine Störung aufgedeckt werden. Sollten mit dieser Methode keine Unterschiede feststellbar sein, können bei der ASO weitere Untersuchungen am Extrakt erfolgen.

Sechs Plätze am Extraktionsgerät

Das neue Gerät ist das erste seiner Art im Portfolio des Unternehmens, das seit 2017 zur SKZ-Gruppe gehört. Es verfügt über sechs Extraktionsplätze, somit können in einem Ablauf sechs Proben in Einzelbestimmung oder drei Proben in Doppelbestimmung bearbeitet werden. Hauptsächlich werden damit aktuell Extraktionen an Garn und Zellstoff durchgeführt.

sk