Arburg zeigt Freeformer 300-3X erstmals in Asien

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Bei seiner Asien-Premiere wird der Freeformer 300-3X auf der TCT Asia in Shanghai live belastbare Hart-Weich-Verbindungen mit Stützmaterial herstellen.

Neben der Additiven Fertigung komplexer Funktionsbauteile in belastbarer Hart-Weich-Verbindung mit Stützstruktur mit dem Freeformer 300-3X wird Arburg auf der TCT Asia zudem einen Freeformer 200-3X mit zwei Austragseinheiten zeigen, der im Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) semikristallines Material verarbeiten wird. Zudem erwartet die Besucher ein breites Spektrum additiv gefertiger Bauteile, darunter dichte TPU-Schläuche, elektrisch leitfähige Messstreifen und Zahnräder aus Ultem. An interaktiven Stationen können die Messebesucher ferner die Qualität ausgewählter AKF-Produkte selbst testen.

Zhao Tong, Geschäftsführer der Arburg-Organisationen in China, ist stolz, dass das Arburg Kunststoff-Freiformen mit dem Freeformer in China auf großes Interesse stößt. Foto: Arburg

„Das Interesse an unserem einzigartigen AKF-Verfahren in China ist so groß, dass wir inzwischen für den Vertrieb unserer Freeformer mit Handelspartnern kooperieren. Wir rechnen 2020 wie bereits bei unserer Messepremiere im Vorjahr mit großen Interesse und vielen konkreten Projektanfragen“, nennt Zhao Tong, Geschäftsführer der Arburg-Organisationen in China seine Erwartung an die TCT Asia 2020. „Wir sind stolz, unseren großen Freeformer 300-3X erstmals in Asien präsentieren zu können“, ergänzt Lukas Pawelczyk, Abteilungsleiter Vertrieb Freeformer bei Arburg. „Darüber hinaus haben wir ein breites Bauteilspektrum zusammengestellt, um den Fachbesuchern das gesamte Leistungsspektrum des Arburg Kunststoff-Freiformens aufzeigen zu können.“

Freeformer 300-3X produziert komplexe belastbare Funktionsbauteile mit Hart-Weich-Verbindungen

Der große Freeformer 300-3X verarbeitet drei Komponenten und ermöglicht damit die industrielle additive Fertigung komplexer Funktionsbauteile in belastbarer Hart-Weich-Verbindung mit Stützstruktur. Wie Arburg betont, ist das bislang einzigartig in der Branche. Daneben bietet die große Maschine mehr Platz (bis zu 234 x 134 x 230 mm) und höhere Temperaturen im Bauraum. Zudem ist eine Automatisierung der additiven Fertigung und die Integration des Freeformers in IT-vernetzte Fertigungslinien möglich.

Neben den Freeformern 300-3X, den es inzwischen auch in einer Hochtemperatur-Variante mit bis zu 200 Grad Celsius beheizbarem Bauraum gibt, entwickelt Arburg auch den bewährten Freeformer 200-3X kontinuierlich weiter. Er ist inzwischen mit der gleichen neuen Austragseinheit ausgestattet wie sein großes Pendant. Das einteilige Düsensystem lässt sich bei Bedarf einfach tauschen. Darüber hinaus steht ein umfangreiches Software-Update zur Verfügung. In Shanghai verarbeitet das zweite Exponat semikristallines Kunststoffgranulat.

Spannende Bauteilbeispiele und interaktive Station

Lukas Pawelczyk, Abteilungsleiter Vertrieb Freeformer bei Arburg, freut sich, auf der TCT Asia den Freeformer 300-3X erstmals in Asien zu präsentieren. Foto: Arburg

Das AKF-Verfahren bietet eine interessante ergänzende Fertigungstechnologie zur Herstellung funktionaler Kunststoffteile. Insgesamt punktet der Freeformer vor allem in der Medizintechnik, bei der Verarbeitung von FDA-zugelassenen Originalmaterialien, bei der additiven Fertigung belastbarer Bauteile in Hart-Weich-Verbindungen und bei Produkten aus weichen Materialien. Mit dem offenen System können Eigenschaften wie Dichte und Füllgrad auch innerhalb eines Bauteils variiert und gezielt beeinflusst werden.

Welche Fülle an Anwendungen die Freeformer ermöglichen, demonstriert Arburg auf der TCT Asia 2020 anhand ausgewählter Bauteile. Gerade besonders weiches Original-TPE kann derzeit nach Erfahrung von Arburg nur im AKF-Verfahren verarbeitet werden, wie am Beispiel von dichten Faltenbalgen zu sehen ist. Gezeigt wird darüber hinaus eine Handorthese mit Faserverstärkung, die sich individuell auf den Patienten auslegen lässt.

Für die Luft- und Raumfahrt und den Schienenverkehr eignen sich technische Bauteile aus dem Hochtemperaturkunststoff Ultem 9085. Aus diesem flammhemmenden Originalgranulat werden zum Beispiel Zahnräder und Federelemente ausgestellt. Ein flexibler schwarzer Verbindungsschlauch aus dem TPU Desmopan 9370 AU für das Kühlsystem im Motorraum wird bereits als funktioneller Prototyp bei einem namhaften deutschen Automobilhersteller eingesetzt.

Zudem können die Besucher an drei interaktiven Stationen verschiedene Bauteile selbst in die Hand nehmen und sich von deren Funktionalität und Qualität überzeugen. Bislang einzigartig in der Welt der additiven Fertigung sind laut Arburg Dehn-Mess-Streifen (DMS) aus weichem TPU-Material (Desmopan) mit Carbon-Anteilen und eingelegter LED. Das im AKF-Verfahren gefertigte Zwei-Komponenten-Funktionsbauteil ist flexibel und gleichzeitig elektrisch leitfähig. Je nach Dehnung und damit elektrischem Widerstand leuchten LEDs verschieden hell auf.

gk

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