Arburg-Preise für herausragende Absolventen der TU München

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Arburg hat je eine Dissertation und Masterarbeit der Technischen Universität München (TUM) mit einem Preis ausgezeichnet.

2019 gingen die Arburg-Preise an Dr. Hannes Löwe und Maria Gabriele Bauer. Ihre Arbeiten befassen sich mit Forschungen zu Biokunststoff und Vermeidung von Krankenhauskeimen. Im Rahmen des Tages der Fakultät für Maschinenwesen an der TUM am 12. Juli 2019 überreichten Dr. E. h. Herbert Kraibühler, ehemaliger Arburg-Technikgeschäftsführer und Träger der Ehrendoktorwürde der TUM, und Arburg-Ausbildungsleiter Michael Vieth die Geldpreise und Urkunden an die beiden Absolventen. Dabei lobten sie die Preisträger für ihr Engagement und betonten die Bedeutung ihrer Forschungen für den Kunststoff- und Medizintechniksektor.

Forschung zu Biokunststoffen

Löwe beschäftigte sich in seiner Dissertation mit der steigenden Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfall. Dieses Problem biete aber gleichzeitig, so die Zusammenfassung der Arbeit, eine Chance für neuartige, biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe. Die Doktorarbeit beschreibt den Einsatz des Bakteriums „Pseudomonas putida“ zur Herstellung des Biokunststoffs „Polyhydroxyalkanoat“. Die Produktion konnte CO2-neutral gestaltet werden, weil als Rohstoff Zucker aus dem Cyanobakterium „Synechococcus elongatus“ verwendet wurde. Damit konnte in dieser Mischkultur aus CO2, Sonnenlicht und Mineralsalzlösung wertvoller Biokunststoff hergestellt werden. Der Fokus der Doktorarbeit lag auf der gentechnischen Anpassung des Bakteriums für die Mischkultur und der prozesstechnischen Etablierung des Verfahrens. Die Arbeit zeigte auf, dass durch genetische Veränderung eine künstliche Abhängigkeit zwischen den Bakterien entsteht und so relevante Mengen Biokunststoff hergestellt werden können. Die Ergebnisse geben Hoffnung auf eine nachhaltigere Produktion von Kunststoffen und anderen Wertstoffen aus CO2 und nachwachsenden Substraten.

Beschichtung für medizinische Kunststoffprodukte

Maria Gabriele Bauer (Mitte) bekam für ihre Masterarbeit den Arburg-Preis 2019 von der Preiskoordinatorin Prof. Birgit Vogel-Heuser und Arburg-Ausbildungsleiter Michael Vieth überreicht. Foto: TUM

Bauer beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit der Verhinderung von Krankenhauskeimen, da rund 45 % der Krankenhausinfektionen auf mit Biofilm kontaminierte medizinische Apparate zurückgeführt werden können. Täglich genutzte Einmalprodukte wie Katheter und Schläuche bilden sogar die zweithäufigste Ursache solcher Infektionen. Ziel dieser Arbeit war es, eine kovalent gebundene Mucinbeschichtung auf verschiedenen medizinischen Kunststoffen zu testen und eine mögliche Anwendung als Anti-Biofouling-Beschichtung zu untersuchen. Damit könnten solche Krankenhaus-induzierten Infektionen vermieden und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Patienten und ihre Behandlungskosten reduziert werden.

Seit 2016 zeichnet Arburg hervorragende Dissertationen und Masterarbeiten an der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen einer engen Kooperation aus.

Ziel des Arburg-Preises ist es, die Forschung in der Kunststoff- und Medizintechnik weiter voranzubringen.

sk

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