Arburg: Film zeigt aktuelle Entwicklungen

Guido Frohnhaus (2. v. r.), Arburg-Geschäftsführer Technik, erläuterte im Film „Arburg Insights“ unter anderem die Entwicklungen und Potenziale der Gestica Steuerung. Foto: Arburg

Vom Maschinenbauer zur Denkfabrik: In den vergangenen Jahren hat sich bei Arburg einiges getan. Der neue Film „Arburg Insights“ zeigt die Entwicklungen.

Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Antriebe und Steuerungbietet bietet der Film des Spritzgießmaschinenbauers aus Loßburg. Erläutert werden sie von den beiden Geschäftsführern Gerhard Böhm und Guido Frohnhaus.

„Auch in Zeiten, in denen das Reisen nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist, möchten wir unsere weltweiten Kunden aus ersten Hand informieren, an welchen Themen wir derzeit hier in Loßburg arbeiten“, erläutert Dr. Christoph Schumacher, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation, die Intention für den neuen Film.

Film zeigt: Kundenportal ist weltweit gefragt

Mit Böhm geht‘s zunächst zum Infopoint Digitalisierung, wo er die Strategie des Unternehmens erläutert und den Erfolg des Kundenportals hervorhebt: „Mittlerweile sind über 2000 Kunden weltweit in Arburgxworld angemeldet und dahinter stehen 6000 User.“ Während eines Webinars hatten 80 % der Teilnehmer gesagt, dass die Tools des Portals den Arbeitsalltag deutlich erleichtern. Als Beispiele nennt der Geschäftsführer die Apps Shop, Calendar und Analyticscenter. Mit letzterem lassen sich Prozesse dokumentieren und auch rückwirkend nachverfolgen.

Praxisbeispiele für Kreislaufwirtschaft

Von Arburgxworld geht es im Film zum Thema Arburggreenworld, die alles rund um Nachhaltigkeit und CO2-Reduktion zusammenfasst. Dazu präsentiert Böhm im Kundencenter die R-Cycle-Anwendung. Hergestellt wird ein Becher mit DM-Codes. Über einen Code gelangt man zu dem Produktpass, der Infos zu Material und Herstellverfahren enthält und unter anderem eine Trennung in Sortieranlagen ermöglicht. Als weiteres Beispiel hierfür stellt er die Kennzeichnung der Produkte mit einem Curvecode vor, der vom Werkzeug auf das Spritzteil übertragen wird.

Eigene Entwicklung: Planetenrollengewindetrieb

Dass Nachhaltigkeit für Arburg ein zentrales Thema ist und ganz besonders auch bei den eigenen Produkten und in der eigenen Produktion eine zentrale Rolle spielt, erklärt Frohnhaus: „Hier können wir als Erfinder, Ingenieure und innovatives Unternehmen zeigen, was wir können.“ Als Beispiel nennt er den Planetenrollengewindetrieb, den Arburg für seine Spritzgießmaschinen selbst entwickelt hat und in der Unternehmenszentrale baut. „Bei diesem Bauteil beginnt die Ressourcenschonung bei der Entstehung in Loßburg und reicht bis in die Produktion der Kunden, wo er stabile Spritzgießprozesse sicherstellt und eine lange Lebensdauer bietet.“ Mit Blick auf die hohe Qualität hat das Unternehmen die Gewährleistung für diese Planetenrollengewindetriebe auf fünf Jahre verlängert.

Steuerung und Antriebstechnik aus einer Hand

Als nächstes geht es um das Thema Steuerung als wichtige Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. „Alle innovativen Entwicklungen in der Maschine bringen nichts, wenn man sie nicht einfach und sicher bedienen kann“, sagt Frohnhaus. Genau hier setze die Gestica-Steuerung an, die den Bediener bei der Handhabung auch komplexester Prozesse effizient unterstütze.

Zum Thema Antriebstechnik erläuterte der Technikgeschäftsführer die Vorteile, die aus der Integration des Antriebsspezialisten AMK Motion in die Arburg-Familie resultieren: „Wir können so den Antriebsstrang zu hundert Prozent beeinflussen und haben die Entwicklung in der eigenen Hand.“

Böhm hatte im Exklusiv-Interview mit der K-ZEITUNG kürzlich mehr Details über die Entwicklungen bei AMK Motion verraten:

Arburgxworld und Arburggreenworld: Wie gehören die beiden zusammen? Schumacher: „In unserer Denkfabrik schauen wir aus zwei Perspektiven auf unsere eine Welt, um diese letztlich besser zu machen.“

sk