Arburg-Eigentümer kaufen Spezialist für Antriebstechnik

Das Produktportfolio von AMK Motion umfasst Motoren, zentrale und dezentrale Antriebslösungen sowie Steuerungen. Foto: Arburg

Mit dem Kauf von AMK Arnold Müller durch die Arburg-Unternehmerfamilien Hehl und Keinath stärkt Arburg den Bereich Steuerungs- und Antriebstechnik.

Nach dem Kauf firmiert der Spezialist für Antriebs- und Steuerungstechnik mit Sitz in Kirchheim/Teck künftig unter dem Namen AMK Motion. Bereits seit über zwei Jahrzehnten ist AMK ein enger Entwicklungspartner von Arburg für die elektrische Antriebstechnik. Diese Kooperation hat maßgeblich zur Erfolgsgeschichte der elektrischen Allrounder-Spritzgießmaschinen beigetragen. Die Entwicklungspartnerschaft mit Arburg im Motorenbereich besteht seit 1994. Ein wichtiger Meilenstein der Zusammenarbeit war die Markteinführung der ersten elektrischen Serienmaschinen, der Baureihe Alldrive, 2001. Die Allrounder A sind seit dieser Zeit wesentlich mit AMK-Antriebskomponenten ausgestattet. Ein vollelektrischer 2K-Allrounder 370A 600-70 Alldrive ist zum Beispiel beim Medizintechnikspezialisten Pfaff in Waldkirch im Einsatz, bei dem die K-ZEITUNG im Herbst zu Gast war.

AMK-Produkte sorgen beim Allrounder 820 A wie bei allen anderen elektrischen Arburg-Spritzgießmaschinen für eine hohe und effiziente Leistungsfähigkeit. Foto: Arburg

AMK hat sich im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte vom Motorenhersteller zum Systemlieferanten entwickelt. Gegliedert ist die AMK-Gruppe in zwei Sparten. Das Produktportfolio des Bereichs „Drives & Automation“, der bislang zur AMK Arnold Müller GmbH & Co. KG gehörte, umfasst Motoren, zentrale und dezentrale Antriebslösungen sowie Steuerungen. Die Automotive-Sparte der AMK Automotive GmbH & Co. KG fertigt zum Beispiel Luftfederkompressoren, Luftfedersysteme und Lenkhilfeantriebe. Im Jahr 2016 wurde das schwäbische Familienunternehmen mit seinen beiden Bereichen an den chinesischen Investor Zhongding Holding Europe verkauft.

Bis zum Kauf chinesische Eigentümer

Aufgrund strategischer Veränderungswünsche des chinesischen Eigentümers bot sich den Unternehmerfamilien Hehl und Keinath nun die Chance, mit der AMK Arnold Müller GmbH & Co. KG die Sparte „Drives & Automation“ zu übernehmen. „Wir sind sehr überzeugt von dieser wichtigen Akquisition“, freut sich Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Arburg-Geschäftsführung. „Damit unterstreichen wir die Bedeutung der elektrischen Spritzgießmaschinen, deren Anteil in unserem Portfolio seit Jahren kontinuierlich wächst und für die Zukunft noch sehr viel mehr Potenzial hat.“

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Mit dem Kauf der AMK Arnold Müller GmbH & Co. KG haben die Arburg-Gesellschafter Juliane Hehl, Michael Hehl und Renate Keinath (v. l.) in die Zukunft der elektrischen Spritzgießmaschinen investiert. Foto: Arburg

Die Mitarbeiter der ehemaligen AMK-Sparte „Drives & Automation“ werden übernommen, und auch die Standorte Kirchheim/Teck und Weida in Deutschland sowie Gabrovo in Bulgarien werden weitergeführt.

Ziel: Effizientere Entwicklung der elektrischen Antriebstechnik

Eine Intention für die Übernahme der wichtigen AMK-Sparte ist, dass Arburg Zugriff auf das Know-how und Einfluss auf die zukünftige Entwicklungsarbeit hat. So kann die Antriebstechnik der elektrischen Allrounder noch schneller und effizient weiterentwickelt werden.

Neben der Technologie und der langjährigen Partnerschaft spielte für die Arburg-Gesellschafter bei dem Kauf auch die solide Grund-Philosophie des Unternehmens eine Rolle. AMK und Arburg verfügen traditionell über ähnliche Werte und stehen für langfristiges unternehmerisches Engagement mit Blick auf Stabilität und eine nachhaltige, Know-how-orientierte Strategie.

Dass die Unternehmerfamilien Hehl und Keinath strategisch in Unternehmen investieren, ist nicht neu: Im Februar 2020 sind sie Eigentümer von German Reprap, Hersteller von industriellen 3D-Druckern.

sk

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