Als interaktives PDF ist der Nachhaltigkeitsbericht 2022 ressourcenschonend online verfügbar.
Foto: Arburg
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Unternehmen

Arburg: Dritter Nachhaltigkeitsbericht erschienen

Arburg hat den dritten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht: Der Spritzgießmaschinenbauer hat 2022 1,7 Mio. kWh Solarstrom für den Eigenbedarf erzeugt.

Jede Menge aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zu Arburg, seinen Werten und Nachhaltigkeitsaktivitäten liefert der dritte Nachhaltigkeitsbericht mit Informationen aus den Jahren 2021 und 2022. Der Nachhaltigkeitsbericht ist ein Baustein des Programms Arburggreenworld, mit dem das Unternehmen Nachhaltigkeit durch Ressourceneffizienz, einen verringerten CO2-Fußabdruck und Kreislaufwirtschaft als wichtige Ziele festgeschrieben hat. Diese Aktivitäten reichen bereits über zehn Jahre zurück. Schon 2012 wurde Arburg als eines der ersten Unternehmen überhaupt in Sachen Qualität, Umwelt und Energie dreifach zertifiziert.

Neue Montagehallen werden fast CO2-neutral beheizt

Im neuen Nachhaltigkeitsbericht ist beispielsweise zu lesen, dass Arburg in allen während der vergangenen Jahre errichteten Montagehallen durch Wärmerückgewinnung die eingesetzte Energie nutzt und die Gebäude so nahezu kosten- und CO2-neutral beheizen kann. Zusätzlich ermöglicht die Nutzung von Photovoltaik und Geothermie eine nachhaltige Energiebewirtschaftung. Durch die Errichtung weiterer Photovoltaik-Anlagen auf dem Parkhaus in Loßburg sowie die Integration von zwei Windkraftanlagen in die Energieerzeugung gestaltet das Unternehmen seine nachhaltige Energiegewinnung noch umfassender und intensiver.

1,7 Mio. kWh Solarstrom erzeugte Arburg 2021 allein mit Photovoltaik für den Eigenbedarf. Das entspricht dem Strombedarf von rund 470 Haushalten mit vier Personen. Michael Hehl, Geschäftsführender Gesellschafter, hatte auf den Jubiläumstagen seines Unternehmens kürzlich berichtet, dass Arburg den von seinen Windrädern erzeugten Strom seit diesem Jahr für den Eigenbedarf nutzen kann.

Nachhaltigkeitsbericht geht auch auf Regenwassernutzung ein.

Weitere Beispiele aus dem Nachhaltigkeitsbericht: 87 % des gesamten Abfalls 2021 wurden unter umfassender Berücksichtigung des Themas Circular Economy wiederverwertet. Über das in mehreren Zisternen gesammelte Regenwasser wurde dessen Anteil am Gesamtwasserverbrauch 2021 von 16 auf fast 23 % gesteigert. Zwischen 2010 und 2021 wurden mit diesen und vielen weiteren Maßnahmen und Aktivitäten insgesamt über 100 Mio. kg CO2-Emissionen eingespart.

Durch die erneute Teilnahme an der Bewertung des Carbon Disclosure Project (CDP) 2022 konnte Arburg wie schon 2021 mit der Bewertung „B“ ein überdurchschnittlich gutes Resultat erreichen. Hinzu kamen 2022 mit Ecovadis und SBTI (Science Based Target Initiative) zwei weitere Projekte zur Nachhaltigkeitsbewertung. Mit dem Ecovadis „Silver-Score“ befindet sich Arburg unter den Top-25-Prozent der Unternehmen. Der SBTI-Status „Commitment“ macht die Erarbeitung des Zielpfads hinsichtlich der Reduktionsziele und Vorgaben erforderlich. Diesen realisiert Arburg aktuell.

Basis ist Win-Charta des Landes Baden-Württemberg

Die konzeptionelle Grundlage des Nachhaltigkeitsberichts bildet das Nachhaltigkeitsmanagement-System Win-Charta des Landes Baden-Württemberg. Diese Charta enthält insgesamt zwölf Leitsätze, die sich unter anderem mit Menschen- und Arbeitnehmerrechten, Wohlbefinden der Mitarbeitenden, Ressourcen, Energie und Emissionen, Produktverantwortung sowie Anti-Korruption beschäftigen. Hinzu kommt als weiterer wichtiger Faktor der regionale Mehrwert, den Arburg für seine Umgebung kreieren kann.

Arburg ist nach Auskunft von Vertriebsgeschäftsführer Gerhard Böhm ab 2025 entsprechend der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU hinsichtlich Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sustainable Finance berichtspflichtig.