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Analysten rechnen mit steigender Nachfrage für PVC

Die Nachfrage nach PVC steigt weiter. Mit einem Anteil von über 37 % waren Rohre und Rohrleitungen auch 2020 die wichtigsten PVC-Produkte. Foto: Pxhere/Sittikan Raingkun

Eine aktuelle Studie von Ceresana geht von einer steigenden Nachfrage nach PVC aus, wobei Bauindustrie und Verpackung die größten Abnehmer bleiben.

Die Analysten von Ceresana, eines der führenden Marktforschungsinstitute, haben jetzt bereits zum sechsten Mal den Markt für PVC untersucht und erwarten, dass die Nachfrage für dieses ebenso robuste wie vielseitige Material bis zum Jahr 2030 weltweit auf rund 57 Mio. t steigen wird. Einer der Gründe: Für die Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC) werden in großen Mengen Nebenprodukte der Chemieindustrie verwertet. PVC ist daher einer der kostengünstigsten Kunststoffe – und neben Polypropylen und Polyethylen auch der meist gebrauchte.

Bauindustrie nach wie vor wichtigster Abnehmer von PVC

Ceresana geht davon aus, dass die Bauindustrie voraussichtlich auch in Zukunft mit einem Anteil von rund zwei Dritteln die wichtigste Abnehmer-Branche für PVC sein wird. Gängige Anwendungen von PVC im Bausektor sind vor allem Rohre, Fensterrahmen und Türen. Aber auch viele Abdeckungen, Platten, Kabel und Kabelummantelungen bestehen aus PVC. Gleiches gilt für Dübel, Schrauben, Befestigungselemente und Beschichtungen. Bedeutende Anteile an der weltweiten PVC-Nachfrage haben auch Bodenbeläge.

Große Nachfrage auch aus der Verpackungsindustrie

An zweiter Stelle der Branchen, die PVC für ihre Produkte nutzen, kommt mit einem Anteil von knapp 16,5% die Verpackungsindustrie. Hier wird PVC sowohl für flexible, als auch für starre Verpackungen verwendet. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind dabei Verpackungsfolien, Beutel und Säcke sowie Schrumpf- und Dehnfolien. Zu starren Verpackungen gehören Behälter wie Butter- oder Joghurtbecher, Flaschen, Schachteln sowie Deckel.

Weitere industrielle Einsatzbereiche von PVC sind zum Beispiel Schuhsohlen, Beschichtungen und medizinische Produkte wie Infusionsbeutel.

Rohre für Abwasser, Trinkwasser und Industrie bleiben wichtigste Produkte

Im Jahr 2020 waren Rohre und Rohrleitungen mit einem Anteil von über 37 % die wichtigsten PVC-Produkte. Dahinter folgten Profile mit 20,3% sowie Folien und Platten mit 17,3%. Für die Herstellung von Abwasserrohren bietet der Werkstoff PVC bedeutende Vorteile: Im Vergleich zu Rohren aus Beton oder Metall sinkt das Gewicht dramatisch. Außerdem ist PVC gegen viele Chemikalien und Korrosion beständig. Weltweit wurden im vergangenen Jahr über 7,1 Mio. t PVC zu Abwasserrohren verarbeitet. Etwas kleiner ist der Markt für PVC-Trinkwasserrohre. Dafür gelten andere Anforderungen als im Bereich Abwasser, und vor allem in hoch entwickelten Industrieländern sind die gesetzlichen Anforderungen an Trinkwasserleitungen oft sehr hoch. PVC-Rohre punkten dabei mit Unempfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen, Chlor und Ozon.

Weitere Informationen zur 6. Auflage der Marktstudie Polyvinylchlorid - PVC - finden Sie hier.

gk

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