Alles rund ums Thermoformen: Tech Days in Stabio

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Neues und Bekanntes aus der Welt des Thermformens: Tech Days bei WM Thermoforming Machines. Und: Strategische Kooperation mit US-Unternehmen Sencorp White.

Auf den Tech Days von WM Thermoforming Machines in Stabio drehte sich alles um das Thermoformen: Die Schweizer können auf einen breiten Fundus an Know-how zurückgreifen. Seit 1981 konzentriert sich der Schweizer Spezialist für Thermoformmaschinen WM Thermoforming Machines auf die Kunststoffverpackungsindustrie. Das Unternehmen erfindet sich seitdem ständig neu. Die Herausforderung besteht hierbei, den hohen Erwartungen und Ansprüchen des globalen Marktes gerecht zu werden.

Die Kernkompetenz von WM ist die Konstruktion und Entwicklung von Tiefziehmaschinen. In der Unternehmensphilosophie der Schweizer spielen seit jeher Themen wie etwa Nachhaltigkeit eine übergeordnete Rolle. Das spiegelt sich auch in den Maschinen wider. So ist man hier bedacht, den eigentlichen Fertigungsprozess ständig weiterzuentwickeln und damit zu optimieren. Geringerer Materialeinsatz, minimierte Wartungszeiten, geringere Kosten pro Laufmeter Material und damit auch niedrigere Betriebskosten, all dies versucht WM bestmöglich in die Konzeption seiner Anlagen mit einfließen zu lassen.

Tech Days auch in Corona-Zeiten

Thermoformen praxisnah erleben: Das konnten die Besucher am Firmensitz von WM in Stabio. Foto: WM Thermoforming Machines

„Zuhören, Bewerten und Entwickeln“, nach diesem Unternehmensmantra handelt das im Schweizer Stabio gelegene Unternehmen. Das Jahr 2020 ist mit vielen Herausforderungen verbunden, auch für die Thermoformindustrie. Innovationskraft ist hier ein wichtiger Anker um als Technologietreiber der Branche den Weg zu bereiten. Der Schweizer Thermoformspezialist veranstaltete am 14. und 15. September dieses Jahres seine Tech Days. Nicht virtuell, sondern als gewohnte physische Präsenzveranstaltung. An zwei Tagen präsentierte das Unternehmen in der Schweizer Unternehmenszentrale in Stabio die neuesten Entwicklungen rund um das Thermoformen.

Darunter auch die neue FC 1000 IM2: Die Anlage verkörpert die neueste Generation der Bandstahlschnitt-Technologie. Die komplette Maschine nimmt eine Grundfläche von 1060 x 750 mm ein. Sie verfügt zudem über elektrische Spannrahmen und einer Schließkraft von 1.300 kN. Mit an Bord ist auch die aktuelle vierte Generation des bekannten Robot-Stacker-Systems sowie das All-in-one-System mit separatem Vorspannantrieb für Ober- und Untertisch. Eine andere Maschine, die Flex 92 wurde bereits zur letztjährigen K-Messe vorgestellt. Die Stahlband-Matrizenmaschine wurde so konzipiert, dass sich auch Formwerkzeuge anderer auf dem Markt erhältlicher Thermoformer einsetzen lassen. Die Liste beinhaltet Maschinen anderer Hersteller wie etwa RDK-p 72, RDK 80, RDK 90, KMD 78, KMD 85 oder Focus 80.

Die bekannte Twist 700 ist eine druckformende Stempel- und Matrizenmaschine mit unterer Kippplatte ohne mechanische Nocken. Auf ihr lassen sich beispielsweise Becher, Milchverpackungen,, Einwegbechern oder Deckeln formen, die eine enge Schnitttoleranz und hohe Produktqualität innerhalb eines vollautomatischen Prozesses erfordern. Auch hier können mit nur wenigen Anpassungen Werkzeugeinsätze von Thermoformmaschinen wie der RDM70K und KTR4 aufgenommen werden.

Alternativ auch virtuell Thermoform-Technik erleben

Aktuell gelten international viele länderspezifische Restriktionen, die aufgrund der Corona-Pandemie ein Reisen unmöglich machen. WM plant deshalb auch mit „Synergizing technologies“ ein rein virtuelles Event. In insgesamt 4 Sessions, verteilt auf 2 Tage - am 14. und 21. Oktober - legt der Hersteller den Fokus auf verschiedene technologische Aspekte des Thermoformens, mitsamt der dafür verfügbaren technischen Lösungen. Teilnehmer werden dann auch in der Lage sein, mit Experten des Schweizer Unternehmens über Kommunikationskanäle wie etwa Zoom in Kontakt zu treten. Auch ein virtueller Werksrundgang soll dann möglich sein.

Inbetriebnahme sicherstellen

WM kooperiert zukünftig mit dem US-Unternehmen Sencorp White. Thermoformer wie die neue FC 1000 IM2 laufen auf dem nordamerikanischen Markt künftig und dem Co-Branding WM Thermoforming Machines – Sencorp White. Foto: WM Thermoforming Machines

Um auch den Servicebetrieb in Zeiten von Corona, mitsamt notwendiger technischer Schulungen und mehr zu gewährleisten, bietet WM hier auch einen umfangreichen Maßnahmenkatalog an. Dieser beinhaltet von Service- und Technikern entwickelte Anleitungen und Richtlinien – mitsamt Checklisten und Videoerklärungen. So sollen auch aus der Ferne Kunden detailliert angeleitet und unterstützt werden. Hier kommt auch das sogenannte „Single Frame“-Design zum Tragen. Es ermöglicht ein schnelles Installieren per Plug&Play. So soll eine Anlage in nur wenigen Tagen komplett in Betrieb genommen werden können. WM setzt zudem auf einen „Train-the-Trainer“-Ansatz. Ein oder mehrere Mitarbeiter des Kunden werden darin als WM-Spezialisten benannt. Sie nehmen an sämtlichen Schulungssitzungen teil. Diese Spezialisten fungieren dann als interne WM-Ansprechpartner für Fragen aller anderen Mitarbeiter.

Strategische Partnerschaft mit Sencorp White

Im Zuge seiner Tech Days haben die Schweizer außerdem verkündet, mit dem US-Unternehmen Sencorp White zusammenzuarbeiten. Die strategische Partnerschaft läuft zukünftig unter dem Co-Branding WM Thermoforming Machines – Sencorp White. Für WM bietet sich dadurch die Chance, auf dem  nordamerikanischen Markt weiter Fuß zu fassen und diesen mit einer breiten Palette seiner Thermoformlösungen zu versorgen.

Dominik Bechlarz

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