Albis auf der K-Messe: Vielfalt aus einer Hand

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Albis hat sein Portfolio an grünen Produkten ausgebaut, bietet mehr Sicherheit bei ‚Medical Grade Plastics‘ und digitalisiert seine Geschäftsabläufe.

Albis präsentiert sein Portfolio an Hochleistungskunststoffen, Compound-Lösungen und Masterbatches auf der K 2019 in Düsseldorf (Halle 8b, Stand A61). Als Distributeur und Compoundeur stellt das Unternehmen mit Sitz in Hamburg sowohl aktuelle Produkte langjähriger Partner wie BASF, Covestro, Lanxess, Lyondell Basell, Eastman und Solvay vor als auch das umfangreiche Sortiment seiner komplementären Eigenmarken.

Digitalisierung und Industrie 4.0 integrieren

Auf welchen Kanälen und mit welchen Technologien kommunizieren wir in Zukunft mit unseren Kunden und Stakeholdern? Wie sehen der Vertrieb, die Logistik und die Produktion der Zukunft aus?

Albis CEO Philip O. Krahn: „Bugwelle der digitalen Entwicklungen in den Märkten“ Foto: K-ZEITUNG

„Die Märkte der Zukunft werden anders funktionieren und unser Anspruch ist es, an der Bugwelle dieser Entwicklungen zu sein und nicht hinterherzulaufen“, sagt Albis CEO Philip O. Krahn. „Deswegen haben wir frühzeitig ein Team Digitalisierung aufgebaut und sind im Rahmen verschiedener Projekte bereits mit unseren Partnern und Kunden in der Testphase.“ Matthias Schulz, Leiter Team Digital Business, ergänzt: „Auch im Bereich digitale Plattformen, Distributionskanäle und Smart Factory sind wir laufend mit unseren Partnern und Kunden im Gespräch, um zielführend und kooperativ neue Strukturen zu entwickeln.“

„Die K-Messe ist für uns jedes Mal wieder eine tolle Gelegenheit, Kunden, Partner, Kollegen, Medienvertreter und Freunde zu treffen und sich zu vernetzen“, sagt CEO Krahn. „Auf unserem Stand bei Albis zeigen wir zum Anfassen unsere Lösungen und Services. Hierbei werden wir unserem Anspruch gerecht, unseren Kunden zu jedem Zeitpunkt die perfekte Lösung für ihre spezifischen Anwendungen liefern zu können.“

Portfolio für Rezyklate und Biokunststoffe ausgebaut

Im Fokus des doppelgeschossigen Standes stehen Antworten auf aktuelle Herausforderungen: „Unsere Kunden möchten von uns wissen, wie sie ihre Anwendungen grüner und nachhaltiger gestalten können, ohne an Qualität einzubüßen“, sagt Krahn. „Wir haben den Anteil unseres Portfolios an rezyklierten und biobasierten Produkten deshalb stark ausgebaut.“

Teil davon sind Lyondell Basell´s Produktfamilien Circulen und Circulen Plus: Dabei handelt es sich um biobasiertes Polypropylen und Polyethylen mit niedriger Dichte, basierend auf erneuerbaren Kohlenwasserstoffen, die aus Alt- und Restölen gewonnen werden. Diese sind für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen zugelassen. Ein andere Teil sind Recyclingprodukte, die überwiegend aus Verpackungen hergestellt werden, die das Ende ihres Lebenszyklusses erreicht haben. Diese Quality Circular Polymers (QCP) gehören zu den Moplen PP- und Hostalen PE-Produktfamilien von Lyondell Basell und sind auf High End-Anwendungen ausgerichtet, darunter Kosmetika und Reisekoffer.

Weitere Rezyklate präsentiert Albis von MGG Polymers, hier handelt es sich um PC+ABS, ABS, HIPS und PP Granulate, die aus der Aufbereitung von Elektro- und Elektronikschrott stammen. MBA Polymers UK produziert dagegen post-consumer ABS, PP und HDPE aus der kunststoffreichen Abfallfraktion bei der Verschrottung von Automobilen.

Philip O. Krahn (r.), CEO von Albis Plastic, und Bernd Sparenberg, Vice President Technical Compounds, zeigen eine Motorabdeckung aus dem Rezyklat Altech Eco. Foto: K-ZEITUNG

Bei Altech Eco handelt es sich um technische Compounds, die bis zu 100 % aus post-industrial Faser- bzw. Polymerrohstoffen bestehen. Mit ihrer Near-to-Prime-Qualität und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis erfüllen sie die hohen Ansprüche in Automotive- und E&E-Anwendungen. Durch die Verwendung von 1 kg Altech Eco lässt sich im Vergleich zu Prime-Material CO2 im Gegenwert von 100 km mit einem modernen Wagen der Golf-Klasse einsparen.

Compounds aus rezyklierten Carbonfasern

Die carbonfaserbasierten Compounds der Albis Tochter Wipag sind ein weiteres Messe-Highlight. Die WIC-PP bzw. WIC-PA Produkte zeichnen sich durch eine extrem hohe Steifigkeit sowie Druck und Zugfestigkeit bei gleichzeitig geringer Dichte aus, wodurch gegenüber hochgefüllten glasfaserverstärkten PA-Typen ein deutlicher Gewichts- und damit Kostenvorteil erreicht wird – ideal für jede Art von Leichtbau. Das Material ist darüber hinaus sehr dimensionsstabil, bietet interessante elektrische Eigenschaften und zeichnet sich durch sehr gute Reib- und Verschleißeigenschaften aus. Quelle für die Fasern sind Beschnitte, die bei der Fertigung von Leichtbauteilen aus Carbonfasern im Bereich der Luftfahrtindustrie, bei Bau von Windanlagen und der Automobilindustrie im großen Maßstab anfallen. Wipag hat die notwendige Recyclingtechnologie entwickelt und skaliert, um auf dieser Rohstoffbasis WIC-Compounds produzieren zu können.

Mit dem Gedanken an Umwelt und die Wiederverwendung wertvoller Rohstoffe bietet auch Lanxess thermoplastische Kunststoffe mit Rezyklatanteil an: Durethan Eco ist ein mit 20 % Glasfaser verstärkter und flammwidrig eingestellter Thermoplast mit Rezyklatanteil. Die Polyester-Blends der Reihe Pocan Eco enthalten als Blendpartner ein post-consumer PET. Dies ermöglicht die Herstellung von Premium-Fertigteilen, z. B. im Bereich der Weißen Ware, mit Eigenschaften und Qualität, die sehr nahe am Niveau von Neuware liegen.

BASF Ultramid S Balance zeichnet sich neben hoher Steifigkeit, thermischer Beständigkeit und mechanischer Festigkeit durch eine besonders hohe Chemikalienbeständigkeit und niedrige Feuchtigkeitsaufnahme aus. Bevorzugt wird BASF Ultramid S Balance in Bauteilen mit Medienkontakt verwendet, das Basispolymer wird anteilig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und zählt somit zu den bio-basierten Produkten.

Eastman Treva ist ein weiterer technischer Biokunststoff auf Zellulosebasis, der sowohl hohe Leistung als auch geringe Umweltbelastung bietet. Treva ist chemisch beständig, formstabil und fließfähig, BPA-frei und ermöglicht eine sehr gute Farbtiefe und hohen Glanz für opake Anwendungen. Auch Cellidor ist ein auf Zellulose aus nachhaltigen, natürlichen Rohstoffquellen basierender Kunststoff mit einer brillanten Farbtiefe und einer hohen Schlagzähigkeit. Das Besondere an diesem Werkstoff-Klassiker sind die einzigartige Haptik und die Kratzunempfindlichkeit durch „selbstheilende Kräfte“.

Auch der Albis-Partner Tecnaro bietet Compounds auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Diese unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung beim Anteil an nachwachsenden Rohstoffen sowie der industriell kompostierbaren Rohstoffe und finden in verschiedensten Anwendungen ihren Einsatz.

Medical Grade Plastics gemäß VDI-Richtlinie

Mit Alcom Med hat Albis sein Produktportfolio um maßgeschneiderte Compounds für Healthcare-Anwendungen wie Medizinprodukte, pharmazeutische Verpackungen und Diagnostik-Anwendungen verstärkt. Die Produkte basieren auf unterschiedlichen Polymeren und umfassen neben Einfärbungen auch eine große Bandbreite an Füllstoffen.

Bereits einen Tag vor Beginn der K-Messe veranstaltet Albis seine 5. Healthcare Lounge in Düsseldorf. Foto: Albis

„Wir erleben seit einiger Zeit eine ständig steigende Nachfrage aus der verarbeitenden Industrie nach Compounds, die sowohl regulatorische Anforderungen erfüllen als auch kundenindividuelle Materiallösungen bieten“, sagt Mike Freudenstein, Director Marketing Healthcare bei Albis. „Mit Alcom Med gewährleisten wir unseren Kunden eine Produktion nach strengen Qualitätskriterien und bieten eine enge Projektbegleitung durch unsere Healthcare-Spezialisten an.“ Im Fokus stehen neben den technischen Eigenschaften auch Service-Aspekte wie Rezepturkonstanz, ein dezidiertes Änderungsmanagement und regulatorische Unterstützung, beispielsweise im Hinblick auf die biologische Bewertung von Materialien.

Diese stehen im Einklang mit der jüngst verabschiedeten Richtlinie „VDI 2017“, an deren Gestaltung Albis neben namhaften Spezialisten aus der Medizin- und Pharmawelt sowie großen Kunststoffproduzenten maßgeblich beteiligt war. Sie definiert und beschreibt, was unter Medical Grade Plastics zu verstehen ist und welche Eigenschaften für Kunststoffe maßgeblich sind, um sie für Medizinprodukte einzusetzen. Zudem unterstützt sie Rohstoffhersteller und Produzenten von Kunststoffprodukten dabei, die Konstanz der Rezeptur, Qualität, Biokompatibilität und Liefersicherheit solcher Produkte sicherzustellen. „Wir sind stolz, Teil der Initiative zu sein. Sie erhöht die Sicherheit von Healthcare-Produkten und hilft, Reklamationen der Anwender zu vermeiden“, sagt Freudenstein.

Neueste Entwicklungen rund um den Healthcare-Sektor werden auf der 5. Albis Healthcare Lounge einen Tag vor Beginn der K-Messe am 15. Oktober 2019 (10:00-18:00 Uhr, Hotel Melia, Düsseldorf) diskutiert. Auf der Agenda stehen Präsentationen führender Polymer-Hersteller, Infos zu "Medical Grade Plastics", aktuelle Entwicklungen rund um die Medizinprodukte-Verordnung (MDR) und Wissenswertes über Sterilisation im Gesundheitswesen. Teilnehmer profitieren zudem von Networking-Möglichkeiten beim Get-Together nach der Veranstaltung sowie beim gemeinsamen Abendessen. Die Anmeldung erfolgt über healthcare@albis.com.

mg

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