Additive Lösungen für das Auto von morgen

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Forum Automobilindustrie der Rapid Tech 2018 präsentiert am 5. Juni 2018 in Erfurt additive Lösungen für wirtschaftliche und nachhaltige Mobilität.

"Die Industrialisierung additiver Verfahren und der Transfer in Serienanwendungen sowie in eine flexible Ersatzteilversorgung gewinnen im erdgebundenen Mobilitätssektor weiter an Fahrt. Das zeigt sich an Investments von Automobilherstellern und Bahnbetreibern in das Additive Manufacturing und ebenso am wachsenden Leistungsspektrum von Dienstleistern. Das Forum Automobilindustrie wird aktuelle technologische Entwicklungen und praktische Anwendungen in diesem Bereich präsentieren", erklärt Frank Cremer von 3D Systems, der gemeinsam mit Dr. Bernhard Müller von der Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung die Inhalte des Forums verantwortet.

Halterung für BMW i8 dank Additiver Fertigung 40 % leichter und 30 % günstiger

Einen Einblick in die Nutzung des metallischen 3D-Drucks für die automobile Serienfertigung geben Fachleute von Audi und BMW. Im Metall-3D-Druckzentrum der Audi AG arbeiten Experten verschiedener Fachdisziplinen zusammen, um die technologischen Machbarkeitsgrenzen der Verfahren aktiv weiter zu entwickeln und immer neue Anwendungen zu erschließen. BMW setzt die erworbenen AM-Kompetenzen u. a. im neuen i8 Roadster ein. Für das Fahrzeug wird die Halterung der Verdeckabdeckung additiv gefertigt. Eine wesentlich höhere Steifigkeit, über 40 % Gewichtsreduktion und 30 % weniger Kosten sprechen hier eine deutliche Sprache pro Additive Manufacturing (AM).

Der Automobilzulieferer Hirschvogel hat sich neben den Kompetenzen in der Massivumformung Know-how in der Additiven Entwicklung und Fertigung sowie bei Werkstoffen und der Schadensanalyse aufgebaut. Das Unternehmen zeigt auf, weshalb generative Fertigung mehr ist als nur ein weiteres Fertigungsverfahren und der erfolgreiche Einsatz vor allem von einer aufeinander abgestimmten, in sich schlüssigen Prozesskette abhängt. Mit Continental nutzt ein weiterer großer Automobilzulieferer die Möglichkeiten des 3D-Drucks und stellt zehn attraktive Beispiele vor.

Über einen neuartigen Ansatz der Hybridfertigung für automobile Anwendungen informiert Trimet Automotive. Dabei werden die Verfahren Leichtmetall-Druckgießen mit Laser-Strahlschmelzen bzw. Laser-Auftragschweißen kombiniert. Auf diese Weise soll zukünftig die Herstellung individueller Komponenten auf der Basis eines grundlegenden Bauteildesigns möglich werden.

Mit Additiver Fertigung schnell und einfach zum Ersatzteil

Von den Vorzügen der Additiven Fertigung bezüglich Flexibilität und Wirtschaftlichkeit können insbesondere die Segmente profitieren, die auf eine schnelle und qualitativ einwandfreie Versorgung mit Ersatzteilen angewiesen sind. Dazu gehört der Instandhaltungsbereich der Deutschen Bahn, der zugleich ein Initiator des Netzwerks Mobility goes additive ist. Das Unternehmen informiert, wie der 3D-Druck von Ersatzteilen die Mobilitätsbranche und Instandhaltung revolutioniert und weshalb das Lager der Zukunft in der Cloud steht.

Die FIT AG offeriert eine Full-Service-Lösung für ein unkompliziertes Ersatzteilmanagement, bei dem auf Lagerbestände mit hohen Kapitalbindungs- und Transportkosten verzichtet werden kann. Unter dem Begriff "Spare Parts On Demand" entwickelt der Dienstleister ein innovatives System, das von der Analyse des Lagerbestands über Risikoanalysen, technische Machbarkeitsstudien und Design- bzw. Konstruktionsoptimierungen bis hin zur Additiven Fertigung mit anschließendem Fulfillment alles aus einer Hand bietet.

gk

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