ABB: Übernahme im Bereich autonome mobile Roboter

Durch die Übernahme von Asti erhält ABB weitere Expertise im Bereich der autonomen mobilen Roboter. Foto: ABB

ABB verstärkt sich mit der Übernahme des spanischen Unternehmens Asti im Bereich der autonomen mobilen Roboter.

Die Übernahme ist ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie von ABB, zu der auch autonome mobile Roboter (AMR) gehören. Asti verfügt über ein umfassendes Produktportfolio an fahrerlosen Transportsystemen, das von einer eigenen Software Suite unterstützt wird.

Asti wurde 1982 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Burgos/Spanien und beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter in Spanien, Frankreich und Deutschland. Das Unternehmen befindet sich im Mehrheitsbesitz von CEO Veronica Pascual Boé. Zu den weiteren Gesellschaftern gehört das Venture-Capital-Unternehmen Keensight Capital. Seit 2015 verzeichnet Asti ein jährliches Wachstum von fast 30 %. Für 2021 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 50 Mio. USD.

„Mit ihrem branchenführenden Portfolio, ihrer umfassenden Software Suite und ihrer weitreichenden Fachkompetenz in wichtigen Wachstumssegmenten ist Asti das perfekte Unternehmen für uns, um unsere Kunden mit der nächsten Generation flexibler Automatisierung zu unterstützen“, sagte Sami Atiya, Leiter des Geschäftsbereichs Robotik & Fertigungsautomation von ABB. „ABB verfügt jetzt als einziges Unternehmen über ein vollständiges Automationsportfolio aus AMR, Robotern und Maschinenautomationslösungen – von der Produktion über die Logistik bis hin zum Endverbraucher.“

Autonome mobile Roboter für die flexible Produktion

ABB und Asti wollen Unternehmen dabei zu helfen, die heutigen linearen Produktionslinien durch vollständig flexible Netzwerke zu ersetzen. In diesen navigieren intelligente AMR selbstständig Materialien, Komponenten und Endprodukte zwischen intelligenten, vernetzten Arbeitsstationen etwa in Fabriken.

Asti wird nach Übernahme Zentrale der AMR-Geschäftseinheit von ABB

Der Hauptsitz von Asti in Burgos wird zur Zentrale der AMR-Geschäftseinheit von ABB, die von Veronica Pascual Boé geleitet wird. Die Kernfunktionen, zu denen F&E, Ingenieurswesen sowie die Produktion zählen, werden an den Standorten von Asti weitergeführt. ABB wird die Produktionskapazitäten am Hauptsitz des AMR-Geschäfts deutlich ausbauen, um die geplante Absatzsteigerung in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent zu unterstützen. Zudem wird ABB in seiner neuen Roboterfabrik, die 2022 in Shanghai eröffnet wird, ein AMR-Zentrum für Asien aufbauen, das die gesamte Wertschöpfungskette inklusive Fertigung umfasst, um das Wachstumspotenzial für AMR in China und Asien zu erschliessen. In China, dem weltweit größten Robotikmarkt, soll der Markt für AMR bis 2025 jährlich 1,8 Mrd. USD betragen, wie interne ABB-Analysen ergeben haben.

Die Übernahme durch ABB Robotics erfolgt kurz nachdem das Unternehmen angekündigt hat, mit seinen Automatisierungslösungen neue Sektoren und Erstanwender zu erschließen. Erst kürzlich hatte ABB Robotics die neuen kollaborativen Roboterfamilien Gofa und Swift vorgestellt und Automatisierungslösungen in der Bauindustrie angekündigt:

sk

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