3D-Drucken mit hoher Prozesssicherheit

Markus Kaltenbrunner: „Wir erreichen über die Trocknung des Filaments eine definierte Feuchtigkeit, was bei verschiedenen Materia­lien für eine prozesssichere Verarbeitung wichtig ist.“ Foto: K-ZEITUNG

Neuer 3D-Drucker von Evo-Tech mit integrierter Filamenttrocknung für prozesssichere Serienfertigung stößt auf großes Interesse.

Evotech-Geschäftsführer Markus Kaltenbrunner freut sich über die erstaunlich große Resonanz auf seinen neuen 3D-Drucker EL-102. Wie Kaltenbrunner kurz vor der Formnext erklärte, entfallen inzwischen rund 50 % aller Anfragen auf den neuen, deutlich größeren Drucker.

Doch die Größe allein ist nach Überzeugung von Kaltenbrunner nur einer der Gründe für das große­ Interesse: „Dass sich der neue EL-102 so großer Nachfrage erfreut, liegt meiner Überzeugung nach vor allem an der Kombination von drei Faktoren: der Größe des Geräts, dem beheizbaren Bauraum und dem offenen Materialsystem.“

Zudem verfügt der von Evotech in Österreich produzierte 3D-Drucker EL-102 über einige Features, die man bei vergleichbaren Geräten anderer Hersteller vergeblich sucht. Dies gilt insbesondere für die gere­gelte Filamenttrocknung. Wie Evotech erklärt, standen bei der Entwicklung des neuen Evotech EL 102 neben dem Ausbau der Materialvielfalt insbesondere die Erhöhung der Produktivität sowie der Serientauglichkeit im Fokus. Durch die integrierte geregelte Material­trocknung, die im Gegensatz zum 3D-Druck heute bei vielen Verfahren der Kunststoffverarbeitung wie Spritzguss oder Extrusion Standard ist, sowie den auf 100 °C aufheizbaren Innenraum ist laut Evotech eine Produktion unter stets gleichen Bedingun­gen gewährleistet.

Definierte Feuchtigkeit des Materials

Kaltenbrunner zu den Vorteilen: „Wir erreichen über die Trocknung des Fila­ments eine definierte Feuchtigkeit, was bei verschiedenen Materialien­ für eine prozesssichere Verarbeitung extrem wichtig ist. Zudem haben wir auf diese Weise einen weiteren Parameter im Griff, was die Prozessstabilität zusätzlich verbessert.“

Zusätzliche Vorteile im Betrieb bringt nach Worten von Kaltenbrunner der Vakuumspanntisch mit sich. Dadurch müssen die Folien, auf denen die Bauteile aufgebaut werden, nicht mehr mit dem Tisch verklebt werden, sondern lassen sich über das Vakuum fixieren.

Zusammen mit einer schnell wechselbaren Plastifiziereinheit macht der Vakuumspanntisch nicht nur eine sortenreine Produktion möglich, da beim Düsenwechsel die gesamte Schmelze­zone mit ausgewechselt wird. Der EL 102 verfügt über einen Bauraum von 500 × 400 × 510 mm und kann mit Düsentemperaturen von mehr als 400 °C betrieben werden.

Wie Kaltenbrunner betont, sind die Betreiber aller Evolizer 3D-Drucker nicht an bestimmte Hersteller technischer Kunststoffe gebunden. Mit mehr als elf selbst entwickelten Filamenten bietet Evotech jedoch eine große Auswahl an speziell optimierten Kunststoffen für die Evolizer Industrie-3D-Drucker: flammhemmend, UV- und temperaturbeständig bis über 200 °C, elektrostatisch dissipativ, lebensmitteltauglich sowie abriebfest und chemikalienbeständig.

gk

 

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