3D-Druck mit Folien statt Filament

Nach Untersuchungen von Covestro können thermoplastische Folien deutlich effizienter mittels 3D-Druck verarbeitet werden als die üblichen Filamente.

„Der Durchsatz eines Foliendruckkopfs ist deutlich höher als bei einem Filamentdruckkopf“, erläutert Jonas Kuenzel, der in der technischen Entwicklung im Bereich Additive Fertigung von Covestro tätig ist.

Folien bieten mehrere Vorteile gegenüber Filamenten

„Überdies ist die Herstellung der Folien effizienter als die Filamentproduktion, und ihre Lagerung benötigt weniger Platz. Im Vergleich zum Standard bei Filamenten gewähren extrudierte Folien auch eine höhere Präzision, mit so gut wie keinen Abweichungen in der Foliendicke. Die Verwendung von Folien eröffnet zudem ganz neue Möglichkeiten in der Kombination von Materialien“, so Kuenzel.

Für die Additive Fertigung mit Folien hat Covestro einen speziellen Druckkopf entwickelt, der einfach anstelle eines herkömmlichen Druckkopfs eingebaut werden kann. Die Folie wird über einen gekühlten Bereich in eine Heizzone gefördert, in der sie unter dem Einfluss der zugeführten Wärmeenergie schmilzt und flüssig wird. Wie gewohnt, wird die Schmelze anschließend über eine definierte Düsengeometrie ausgetragen und zum Produkt verarbeitet.

Die Neuentwicklung, die auf Basis langjähriger Erfahrung in der Verarbeitung von Halbzeugen entstanden ist, wird Covestro zusammen mit seinem breit gefächerten Programm vom 19. bis 22. November 2019 auf der Messe Formnext in Frankfurt vorstellen.

gk

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