3D-Druck erreicht Elastizität durch Form und Material

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Die Verarbeitung von TPE mit einem 3D-Drucker eröffnet völlig neue Möglichkeiten für elastische Bauteile – Evo-Tech zeigt, wie es geht.

Die Vielzahl der verfügbaren Materialien ist für Evo-Tech-Geschäftsführer Markus Kaltenbrunner einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren des aufstrebenden österreichischen Herstellers von 3D-Druckern. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir in der Maschinenkategorie, in der wir uns bewegen, die größte Mate­rialvielfalt bieten können und zudem durch das offene System keinen Einschränkungen unterworfen sind. Gerade Einsteigern ist das sehr wichtig, da die Unternehmen oft noch gar nicht abschätzen können, für welche Aufgabe sie den 3D-Drucker künftig einsetzen werden“, erklärt Kaltenbrunner.

Neben dem aktuellen Werkstoffhighlight, einem kurzfaserverstärkten, hochbelastbaren Carbonwerkstoff, erfreut sich auch das TPE-Filament der Österreicher derzeit großer Nachfrage. Das TPE EV01 genannte Filament mit einer Shore-Härte von 85A zeichnet sich durch eine hervorragende Vibrationsdämpfung aus und ist um 20 % verschleißfester als ABS. Zudem ist das Material hoch flexibel und beständig gegen eine Vielzahl von Chemikalien einschließlich Naphtha, ASTM Ölen #1-3 und Petroleum.

Elastizität „einstellbar“

Die Fotos vom Zugversuch bei der JKU Linz zeigen die enorme Dehnbarkeit des Materials. Foto: JKU Linz/Lämmermann

Die Fotos vom Zugversuch bei der JKU Linz zeigen die enorme Dehnbarkeit des Materials. Foto: JKU Linz/Lämmermann

Ein besonderer Vorteil des Materials ergibt sich aber durch die Kombination von Elastomer und 3D-Druck: Durch die praktisch grenzenlose Geometriefreiheit des 3D-Drucks lässt sich die Elastizität der Bauteile perfekt an die Anforderungen anpassen. Denn durch die Gestaltung der Struktur im Inneren der Bauteile kann die Elastizität „eingestellt“ werden – von relativ hart bei Vollmaterial bis zu sehr weich bei luftigen Wabenstrukturen ist alles möglich.

Für besondere Anforderungen bietet Evo-Tech mit seinem offenen Materialkonzept zudem die Möglichkeit, eigenes Material zu verarbeiten.

„Jeder Nutzer kann auch Materia­lien verwenden, die nicht von uns sind, muss dann aber einen gewissen Aufwand betreiben, um die perfekten Bearbeitungsparameter zu erarbeiten“, erklärt Markus Kaltenbrunner.

Um dies möglich zu machen, bietet die Steuerung der Evo-Tech-Drucker Zugriff auf alle relevanten Parameter. Zudem ist das System zur Aufnahme der Filamentspulen extrem variabel: „Bislang ist es beim EL 102 noch nicht vorgekommen, dass eine Spule nicht in die Anlage gepasst hat“, so Kaltenbrunnner, der noch auf eine weitere Besonderheit der Materialzuführung hinweist: „Wir können Spulen mit bis zu zehn Kilogramm Material einsetzen. Ich kenne keinen anderen Hersteller, der so große Spulen in seinen 3D-Druckern unterbringt.“

gk

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