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25. Stuttgarter Kunststoffkolloquium

Zum 25. Jubiläum wartet das Stuttgarter Kunststoffkolloquium des IKT mit 50 Vorträgen mit einer Vielfalt von zukunftsweisenden Themen aus der Kunststofftechnik auf. Sehenswert sind sicher auch die Plenarvorträge zu Themen wie "Hochleistungskunststoffe auf dem Weg vom Motorsport in die Serie" von Porsche oder die Podiumsdiskussion "Industrie 4.0 – Gläserner Zulieferer oder glänzende Zukunft?", bei der die Chancen und Risiken von Industrie 4.0 aus Verarbeitersicht beleuchtet werden.

 - Zum 25. Stuttgarter Kunststoffkolloquium haben das von Prof. Kreutzbruck (l) und Prof. Bonten (r) geleitete Team des Instituts für Kunststofftechnik (IKT) ein interssantes Programm mit 50 Vorträgen rund um Hochleistungskunststoffe, Industrie 4.0 und neue Verfahren zusammengestellt.
Zum 25. Stuttgarter Kunststoffkolloquium haben das von Prof. Kreutzbruck (l) und Prof. Bonten (r) geleitete Team des Instituts für Kunststofftechnik (IKT) ein interssantes Programm mit 50 Vorträgen rund um Hochleistungskunststoffe, Industrie 4.0 und neue Verfahren zusammengestellt.
K-ZEITUNG

Die Modifikation und Aufbereitung von Polyamiden für ein verbessertes und gezielt einstellbares Eigenschaftsprofil dieses wichtigen Werkstoffs ist dabei ein Schwerpunkt mehrerer Vorträge des Kolloquiums, das am 22. und 23. März 2017 in Stuttgart stattfinden wird. Gleiches gilt für die Aufbereitung von Biokunststoffen, bei der mehrere Referenten darauf eingehen werden, wie sich deren Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten noch weiter ausbauen lassen.

Die Aufbereitung von Kunststoffen als traditionsreiche Kompetenz des IKT geht aber heutzutage über das Compoundieren hinaus. Auch die gezielte Einstellung von Eigenschaften bei der Verarbeitung ist ein zunehmend wichtiger Faktor. So wird in weiteren Vorträgen dargelegt, inwiefern beispielsweise die Wahl der richtigen Parameter beim Spritzgießen sowie eine geeignete Werkzeugtechnik die Leistungsfähigkeit wärmeleitfähiger Kunststoffbauteile signifikant erhöhen können.

Die Aktivitäten auf dem Gebiet der Hochleistungsextrusion als weiteres wichtiges Forschungsgebiet des Instituts für Kunststofftechnik (IKT) werden ebenfalls in mehreren Vorträgen vorgestellt. Dabei steht die Auslegung und Simulation moderner Extrusionsanlagen, insbesondere hinsichtlich der zunehmenden Herausforderungen stetig steigender Durchsätze, ebenso im Vordergrund wie verfahrenstechnische Verbesserungen von Extrusionsanlagen, die selbst heute noch nicht vollständig ausgeschöpft sind.

Die zunehmende Verbreitung von Faserkunststoffverbunden im Automobil- und Flugzeugbau führt dazu, dass der Bedarf nach neuen, möglichst automatisierten Produktionsverfahren sowie nach neuartigen Untersuchungs- und Prüfverfahren steigt. Auch dieses Thema wird vom 25. Stuttgarter Kunststoffkolloquium abgedeckt. Neben dem IKT stellen auch das Institut für Flugzeugbau (IFB), das Institut für Textilchemie und Chemiefasern (ITFC) sowie das das Institut für Textiltechnik, Faserbasierte Werkstoffe und Textilmaschinenbau (ITFT) neueste Ergebnisse beispielsweise aus der Verarbeitung von Hybridfasern, der Untersuchung der Faser-Matrix-Haftung und der Verwendung von in-situ-polymerisierbaren Matrixsystemen vor.

Das IKT präsentiert außerdem seine aktuellsten Ergebnisse im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung von Faserkunststoffverbunden, wobei insbesondere moderne und leistungsfähige Verfahren wie die Untersuchung mit luftgekoppeltem Ultraschall und die Thermografie mit Ultraschallanregung in Fokus stehen. Daneben werden auch weitere innovative Messverfahren für kunststofftechnische Anwendungen thematisiert, darunter Möglichkeiten zur Inline-Messung in der Extrusion und beim Thermoformen sowie die Werkstoffcharakterisierung mittels der bislang noch unterschätzten Methode der Schallemissionsanalyse.

Das Stuttgarter Kunststoffkolloquium ist seit vielen Jahren eine wichtige Schnittstelle für Industrie und Forschung und ein erfolgreicher Branchentreff. Zuletzt im Jahr 2015 versammelten sich über 200 Teilnehmer aus fünf Nationen von rund 100 Firmen und Instituten.

Tagungsprogramm und Anmeldung

gk

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