24. Technologietag Hein

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Das Konstruktionsbüro Hein lud am 14. Februar 2020 zum 24. Mal zum Technologietag ein – die Themen Nachhaltigkeit und Automatisierung standen im Vordergrund.

Der erste Technologietag vor 24 Jahren fand noch mit 30 Teilnehmern und sechs Ausstellern statt und legte damals schon einen großen Fokus auf das Thema Netzwerken. Am diesjährigen Technologietag  erwarteten die rund 600 Teilnehmer 117 Aussteller und 15 hochkarätige Fachvorträge. Alexander Hein, Geschäftsführer des Konstruktionsbüro Hein dazu. „In einem momentan wirtschaftlich schwierigen Umfeld rund 600 Besucher zu mobilisieren ist schon ein Statement für die Branche.“

Auch ein Grund für den Erfolg der Veranstaltung ist wohl das Konzept der Ausstellung. Der Technologietag ist absichtlich kleiner als die großen Fachmessen gestaltet und stellt das Lösen von Problemen und das partnerschaftliche Netzwerken ganz speziell in den Vordergrund, ohne dabei Innovationen und Trends zu vernachlässigen. Die direkte Vergabe von Anfragen und Aufträgen auf dem TT ist ein weiterer wichtiger Indikator. Geschäftsführer Rudolf Hein: „Wir haben die Messestandgrößen bewusst begrenzt, damit sich auch kleinere Unternehmen mit den großen Unternehmen auf Augenhöhe begegnen können.“

Spannende Fachvorträge beim Technologietag

Kunststoff, ein optimaler Werkstoff für viele Anwendungen, wo es um Gewicht, Dichtigkeit, Belastbarkeit, Energieeffizienz und nicht zuletzt um Habtik und gutes Aussehen geht. Somit gehört der Kunststoff zu den nachhaltigen Werkstoffen, wenn der Stoffkreislauf (Recycling) so umfassend, wie heute schon möglich (aber noch nicht umgesetzt), realisiert wird und der Mensch mit dem Kunststoff entsprechend umgeht.

Wird auch hier die Nachhaltigkeit als Entscheidungskriterium gewählt, so wird der heute noch höhere Preis für biobasierende Kunststoffe z.B. für Wegwerfprodukte gewählt, die sich dann auch relativ schnell wieder zersetzen ohne die Umwelt zu beeinträchtigen. Es erfordert ein Umdenken besonders in der Phase der Produktentwicklung und in den Vorgaben für die Produktentwicklung.

Passend dazu war der Vortrag „mit Vorkon rechtzeitig optimieren“ von Alexander Hein, der sich mit einem darauf abgestimmten Durchlauf von der Produktentwicklung bis zum produzierten Fertigteil befasste.

Der Technologietag stellt das Lösen von Problemen und das partnerschaftliche Netzwerken ganz speziell in den Vordergrund, ohne dabei Innovationen und Trends zu vernachlässigen. Foto: K-ZEITUNG
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Verwertung am Ende des Lebenszyklus

Auch auf die Thematik Nachhaltigkeit waren verschiedene Fachvorträge auf dem Technologietag ausgerichtet. Professor Endres vom neu in Hannover-Garbsen an der Leibnitz-Universität-Hannover etablierten Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik (IKK) hat mit seinem Vortrag „Nachhaltigkeitskonzepte für die Polymerwerkstoffe der Zukunft“  den Stand der Technik vorgestellt und einen Ausblick in die nahe Zukunft aus seiner Sicht gegeben.

In einem weiteren Fachvortrag „Kreislaufwirtschaft bei technischen Kunststoffen“ von Peter Barlog, Geschäftsführende Gesellschafter bei Barlog, ging er darauf ein, dass hier die Nutzung der meist im Spritzguss hergestellten Bauteile über eine lange Lebensdauer viel abverlangt – Temperaturschwankungen, mechanische und chemische Belastungen gehen am Werkstoff nicht spurlos vorüber. Das End-of-Life-Recycling von Werkstoffen aus solchen Anwendungen im geschlossenen Kreislauf  erfordert einen deutlich höheren Aufwand.

„Die Veränderungen der Märkte in den letzten Jahren zeigen auf, dass wir eine große Chance für den deutschen und europäischen Markt haben, wenn wir die Nachhaltigkeit in die erste Reihe stellen und die Entwicklungen rund um das Thema Recycling, Biowerkstoffe und Energieeffizienz in der Verarbeitung verfolgen“, erklärte Geschäftsführer Rudolf Hein abschließend.

sl

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