02.02.2015

Swiss Plastics Innovationstagung

Impressionen von der ersten Swiss Plastics Innovationstagung in Luzern

K-ZEITUNG
Der Schweizer Kunststoff-Branchenverband Swiss Plastics hatte erstmals zur Innovationstagung auf dem Luzerner Messegelände eingeladen.
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Gut 200 Besucher waren nach Luzern gekommen. Der Franken-Schock dürfte das Interesse an der Innovationstagung gesteigert haben
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René Ziswiler, Projektleiter bei der Messe Luzern, stellte den gut 200 Besuchern den Innovation Report 2015 vor. Er befasst sich mit der Frage, wie groß die Innovationsleistung der Schweizer Kunststoffindustrie ist. Nach OECD-Klassifikation ist die Innovationsintensität der Schweizer Kunststoffbranche ist im Vergleich zu anderen Branchen im Land relativ gering. Die Medizintechnik oder auch die Elektrotechnik – beide Branchen setzen zum Teil auf die Kunststofftechnik – verstehen es zumindest besser, ihre Innovationskraft zu zeigen.
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Claude A. Fischer, Leiter des Geschäftszweigs Versorgung bei GF Piping Systems, Schaffhausen/Schweiz, rief die Besucher der Veranstaltung zu „Mut mit kalkuliertem Risiko“ auf, die Geschwindigkeit bei der Entwicklung zu erhöhen: „Time to Market ist vielfach ein Wettbewerbsvorteil. Die Gründlichkeit, für die wir Schweizer bekannt sind, ist vielleicht nördlich unserer Grenzen noch besser. Aber manchmal reichen auch 80 Prozent davon – und Sie sind mit dem Produkt schneller am Markt.“
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Entsetzt zeigte sich Rudolf H. Strahm, Schweizer Alt-Nationalrat sowie Ökonom und Bildungspolitiker, angesichts der geringen Quote von Lehrlingen in den Schweizer Kunststoff-Unternehmen: Mit 0,2 pro 100 Vollzeitkräfte liege sie weit unter den empfohlenen 6%. „Wo ist die Zukunft Ihrer Branche?“, fragte Strahm die Besucher der Innovationstagung.
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Jürg De Pietro, Interims-Präsident von Swiss Plastics, kündigte in Luzern das Verbandsprojekt Ausbildungskalender an: „Entstehen sollen Konzepte für die Förderung von Talenten in der Kunststoffindustrie sowie ein Handlungsleitfaden für alle Akteure und Beteiligten.“ Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) wird dazu eine Studie erstellen, an der sich interessierte Unternehmen beteiligen können. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.
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In den Pausen wurde kräftig diskutiert – etwa darüber, wie es mit der Schweizer Kunststoffbranche weitergeht, die in den vergangenen 20 Jahren in vielen Bereichen keine reale Wertschöpfungssteigerung erzielt hat und stetig an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat.
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Kontrovers diskutierten sie über die Auswirkungen des Franken-Schocks (v.l.n.r.): Horst Beck (Risiwa), Claude A. Fischer (GF Piping Systems), Rudolf H. Strahm (Ökonom und Bildungspolitiker), Eveline Kobler (Moderation), Ulrich Bohling (Wago) und Patrick Semadeni (Swiss Plastics).
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