Automotive 11.03.2015 0 Bewertung(en) Rating

Starker Werkstoff für schwere Aufgaben

FTE Automotive setzt bei einem neuen Gangstellermodul für Audi auf ein langglasfaserverstärktes PPA von Ems. Die hohe Steifigkeit und Beständigkeit gegenüber Ölen und Chemikalien sind nur zwei der vielen Vorteile des Werkstoffs.

 - Das Gangstellermodul von FTE Automotive aus dem langglasfaserverstärkten Polyphthalamid (PPA) Grivory HT1VL-50X
Das Gangstellermodul von FTE Automotive aus dem langglasfaserverstärkten Polyphthalamid (PPA) Grivory HT1VL-50X
Ems

Bei modernen Fahrzeugen nehmen Doppelkupplungsgetriebe einen immer größeren Marktanteil ein. Beim Doppelkupplungsgetriebe werden die Schaltwellen des Getriebes direkt über hydraulische Gangstellzylinder angesteuert. Eine entsprechende Wegsensorik sorgt dabei für höchste Schaltpräzision.

Der Automobilzulieferer FTE Automotive setzt für das neu in Kunststoff umgesetzte Gangstellermodul eines Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebes von Audi auf das hitzebeständige Grivory HT1, ein teilkristallines Polyphthalamid (PPA) von Ems-Grivory. Der Werkstoff zeichnet sich durch sehr hohe Steifigkeit und Festigkeit sowie durch eine exzellente Beständigkeit gegenüber Ölen und Chemikalien aus. Er behält seine Steifigkeit und Festigkeit auch bei hohen Temperaturen und übertrifft dabei andere Hochleistungskunststoffe wie PPS oder PEEK. Darüber hinaus bietet das PPA eine sehr gute Dimensionsstabilität und einen geringen Verzug.

In der Praxis unterliegt das Gangstellermodul einem komplexen Belastungsfall. Es stellen sich höchste Anforderungen an den Werkstoff hinsichtlich Steifigkeit und Kriechfestigkeit bei erhöhter Temperatur sowie Schwindungsarmut und Verzug. Aus diesem Grund kommt Grivory HT1VL-50X zum Einsatz, ein PPA mit spezieller Langglasfaserverstärkung von 50 Gew.-%. Mit der Langglasfaserverstärkung ist es möglich, das Eigenschaftsportfolio der kurzglasfaserverstärkten Type nochmals erheblich zu erweitern.

Die Langfasertype besitzt eine noch höhere Steifigkeit und Festigkeit, eine gesteigerte Arbeitsaufnahme und Kerbschlagzähigkeit, eine höhere Wärmeformbeständigkeit sowie eine prägnant gesteigerte Kriechfestigkeit. Zudem sind die Langglasfasern in einem Spritzgussbauteil gleichmäßiger orientiert, was die Richtungsabhängigkeit der Werkstoffkennwerte reduziert. Dies wirkt sich auch auf das Schwindungsverhalten des Kunststoffs und somit auf den Verzug von Bauteilen positiv aus.

Das neue Kunststoff-Gangstellermodul ersetzt die schwerere und teurere Metalllösung und hilft dadurch auch, das Gewicht des Fahrzeugs zu senken.

Weitere Informationen zum Thema Fahrzeugbau finden Sie in der K-ZEITUNG Ausgabe 05/2015 oder in der K-ZEITUNG-App.

mg

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