Spielwarenmesse - Bobby Car Märkte 01.02.2017 1 Bewertung(en) Rating

Spielwarenbranche weiter auf Rekordkurs

Der Spielwarenbranche geht es so gut wie nie: Zum Auftakt der Spielwarenmesse in Nürnberg, die heute gestartet ist, verkündeten die meisten Unternehmen sehr gute Umsatzzahlen – allen voran die kunststoffverarbeitenden Branchenriesen Lego, Playmobil und Simba Dickie.

Wenige Tage vor der Messe hatte der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) bereits gute Stimmung verbreitet: Die Umsatzprognose für 2016 von bis zu 3 % Plus werde wohl übertroffen Die Marktforscher der npdgroup rechnen sogar mit 5 % Umsatzwachstum. Genaue Zahlen stehen aber erst im März fest. Doch damit dürfte erneut ein Rekordumsatz ins Haus stehen: Er liegt bei 2,998 Mrd. EUR und wurde 2015 erst erreicht. Die 3-Milliarden-Marke dürfte somit geknackt sein.

Dabei bildet klassisches Spielzeug laut BVS-Geschäftsführer Willy Fischel noch immer das Fundament des Markts. Aber auch elektronische Spielwaren verkauften sich sehr gut. Darüber hinaus würden inzwischen immer öfter nicht nur einzelne Produkte, sondern ganze Themenwelten vermarktet. Das sorge für einen Schub auf dem Markt, so Fischel, da die Kunden immer wieder nachkaufen und die Spielwarenwelten ergänzen. Allerdings verbergen sich hinter diesem positiven Durchschnittswert Firmenkonjunkturen mit starken Schwankungen im Plus- und Minus-Bereich, so der BVS.

Auch andere Spielwarenmärkte entwickelten sich im vergangenen Jahr äußerst positiv: In den USA sind die Umsätze nach Angaben der npdgroup um 5 % auf 20,4 Mrd. USD, in Großbritannien – dem größten europäischen Markt – sogar um 6,3 % auf 3,5 Mrd. GBP gestiegen.

Davon profitieren nicht zuletzt die Hersteller von Spielwaren aus Kunststoff. Laut Statistischem Bundesamt macht die Produktion von Kunststoffspielzeug mehr als ein Viertel des deutschen Produktionsvolumens aus.

Branchenprimus Lego wird seine Konzernzahlen für 2016 erst im März vorlegen. Im ersten Halbjahr haben die Dänen den Umsatz den Umsatz weltweit um 10 % gesteigert. Und im November wurde das erste Werk in China in Betrieb genommen. Immerhin so viel verriet das Unternehmen zur Spielwarenmesse: In Deutschland sind die Consumer Sales um 3,9 %gestiegen.

Gegenüber Mattel, der Nummer 2 im globalen Spielwarenmarkt, hat Lego damit erneut Boden gut gemacht: Das US-Unternehmen meldet für 2016 einen Umsatzrückgang von 2%. Der Gewinn ging zurück von 541 auf 519 Mio. USD.

Die deutschen Unternehmen, die Spielwaren aus Kunststoff anbieten, blicken durchweg auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2016: "Die Simba Dickie Group hat 2016 einen konsolidierten Gesamtumsatz in Höhe von 640 Mio. EUR erreicht“, fasst Manfred Duschl, CFO der Unternehmensgruppe mit Sitz in Fürtz, die positive Geschäftsentwicklung zusammen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von circa 4%.

Für Playmobil meldet die Brandstätter Unternehmensgruppe, Zirndorf sogar ein Umsatzplus von 10 % auf 611 Mio. EUR.

Umsatzrekorde bei Bruder, Ravensburger und Schleich

Um 8 % auf 78 Mio. EUR stieg der Umsatz bei Bruder Spielwaren, Fürth-Burgfarrnbach. "Es war das umsatzstärkste Jahr der Firmengeschichte“, freut sich Paul Heinz Bruder, Geschäftsführender Gesellschafter. Das vor drei Jahren im tschechischen Pilsen errichtete Werk hat sich nach seiner Darstellung bewährt. Dort würden die Kapazitäten ebenso weiter ausgebaut wie im heimischen Stammwerk.

Strahlende Gesichter gab es auch bei der Ravensburger Gruppe: Sie ist im vergangenen Geschäftsjahr um 6,9 % auf 474,5 Mio. EUR gewachsen. Ein Verkaufsschlager waren vor allem die aus Kunststoff bestehenden 3D-Puzzles, allen voran die Bauwerke "Eiffelturm bei Nacht“, "Freiheitsstatue“ und die neue Puzzleform "Sneaker“ im Design eines Turnschuhs.

Einen Umsatzrekord verbuchte auch das schwäbische Traditionsunternehmen Schleich: Er stieg um 8 % auf 142,9 Mio. EUR. Der Kernmarkt Deutschland wuchs sogar um 14 % im Reinverkauf und um 16 % im Abverkauf. „Dieser sensationelle Erfolg im vergangenen Jahr bestätigt unsere neue Sortiments- und Zielgruppensegmentierung. Die Strategie, unser Produktsortiment zu Spielwelten weiterzuentwickeln, geht voll auf“, sagte Dirk Engehausen, CEO der Schleich Gruppe.

sk

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