Automotive 20.11.2015 1 Bewertung(en) Rating

Opel spart mit 3D-Druck 90 % Werkzeugkosten

Zur Montage verschiedener Teile am PKW-Modell Adam – darunter Dachspoiler, Glasdächer und Schriftzug an den Heckscheibe – verwendet Opel Montagewerkzeuge, die im 3D-Druckverfahren hergestellt werden. Diese Werkzeuge kann Opel mit seinem Stratasys 3D-Drucker in weniger als 24 Stunden herstellen und dabei zudem deren Herstellkosten um rund 90 % senken.

 - Opel nutzt den 3D-Druck unter anderem für solche Montagewerkzeuge zur Positionierung der Dächer auf den Fahrzeugen
Opel nutzt den 3D-Druck unter anderem für solche Montagewerkzeuge zur Positionierung der Dächer auf den Fahrzeugen
Stratasys

Effiziente Herstellungsverfahren sind entscheidend für den Erfolg und so werden in Opels internationalem technischem Entwicklungszentrum eine Vielzahl an Fertigungs- und Montagewerkzeugen 3D gedruckt, um die Herstellung des Opel Adam weiter voranzubringen. Diese Montagewerkzeuge werden zur präzisen Anbringung verschiedener Komponente am Fahrzeug verwendet, wie beispielsweise für Schwellerverkleidung und Dachspoiler, zur Ausrichtung des Adam-Schriftzugs an der Heckscheibe oder zur Montage von Glas- und Faltdächern.

"Neben den Zeiteinsparungen bei der Werkzeugherstellung sowie den beachtlichen Kostensenkungen stellen nutzerfreundliche Werkzeuge einen dritten wichtigen Vorteil des 3D-Druckverfahrens dar. Wir können nun sehr viel komplexere Formen herstellen, als wir es bisher in herkömmlichen Herstellungsverfahren konnten. Dies ist der entscheidende Faktor, der es uns ermöglicht, das Werkzeug sowohl benutzerfreundlich zu gestalten als auch an die Anforderungen des jeweiligen Fahrzeugs anzupassen", erklärt Sascha Holl, Virtual Simulation Engineer - Werkzeugkonstruktion bei Opel.

 - Mit dem 3D-Drucker lassen sich die Montagewerkzeuge ganz einfach innerhalb von wenigen Stunden anpassen, wodurch kostspielige Iterationen im weiteren Produktionsverlauf beseitigt werden können
Mit dem 3D-Drucker lassen sich die Montagewerkzeuge ganz einfach innerhalb von wenigen Stunden anpassen, wodurch kostspielige Iterationen im weiteren Produktionsverlauf beseitigt werden können
Stratasys

Die Fertigung im 3D-Druckverfahren bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, die Monteure in den Konstruktionsprozess mit einzubinden. Diese können  verschiedene Konzepte bewerten und anhand ihrer Erfahrung bereits mögliche Probleme beleuchten, bevor sie sich auf ein endgültiges Montagewerkzeug für eine bestimmte Fahrzeugkomponente festlegen. Mit Hilfe der Stratasys 3D-Drucker lässt sich jede erforderliche Konstruktionsiteration bei Fertigungswerkzeugen von Opel ganz einfach innerhalb von wenigen Stunden anpassen, wodurch kostspielige Iterationen im weiteren Produktionsverlauf beseitigt werden können.

 - 3D-gedruckte Montagewerkzeuge werden auch zur korrekten Ausrichtung des kultigen Adam-Schriftzugs an der Heckscheibe des Fahrzeugs verwendet
3D-gedruckte Montagewerkzeuge werden auch zur korrekten Ausrichtung des kultigen Adam-Schriftzugs an der Heckscheibe des Fahrzeugs verwendet
Stratasys

"Das Beispiel von Opel zeigt welche enormen Auswirkungen der Einsatz der 3D-Technologie bei Fertigungswerkzeugen auf die Produktionseffizienz haben kann – und gleichzeitig Risiken minimiert werden," sagt Andy Middleton, Geschäftsführer Stratasys EMEA. "Die Möglichkeit, solche Produktionshilfsmittel auf Abruf und zu niedrigeren Kosten herstellen zu können, kann die Zeit bis zur Serienreife erheblich verkürzen und Unternehmen Wettbewerbsvorteile einbringen. Darüber hinaus bietet sich ein großer Gestaltungsspielraum an komplexen Formen Am Beispiel Opel wird deutlich, wie sich durch additive Fertigung die Herstellungsverfahren unserer Kunden verändern."

gk

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