16.05.2013

Neues Leichtbau-Forschungszentrum in Augsburg

Das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Fraunhofer ICT feiern gemeinsam die Einweihung der neuen Leichtbau-Forschungsplattform für CFK.

 
Am 14. Mai 2013 hat das DLR in Augsburg den Standort einer neuen Forschungseinrichtung eröffnet - das Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) Augsburg. Im Bild (v.l.): Prof. Dr. Heinz Voggenreiter - Direktor der DLR-Institute für Bauweisen- und Konstruktionsforschung und für Werkstoff-Forschung, Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner - Vorstandsvorsitzender des DLR, Dr. Kurt Gribl - Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Martin Zeil - Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Prof. Dr. Alfred Gossner - Mitglied des Vorstands der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Klaus Drechsler, Leitung Fraunhofer-Projektgruppe Funktionsintegrierter Leichtbau.
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Das DLR in Augsburg entwickelt erstmals einen durchgängigen Produktionsprozess für CFK-Bauteile, der roboterbasiert automatisiert ist. Der dafür errichtete Gebäudekomplex besteht aus einer Hallenanlage für Labore (l.) und einem direkt angegliederten Büro- und Administrationsgebäude.
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Herzstück des ZLP ist die "Multifunktionale Roboterzelle", die mit fünf flexiblen Roboterarmen ausgestattet ist und eine Gesamtgröße von ca. 30 m Länge, 15 m Breite und 7 m Höhe aufweist. Dort können unterschiedliche Produktionsprozesse auf ihre Automatisierbarkeit hin untersucht und validiert werden. Kooperierend oder allein agierend können die Leichtbau-Arme auch große Bauteile handhaben.
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Der Rundgang führte die Delegation aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unter anderem in das Qualitätssicherungslabor des ZLP. Das Labor ist mit einer Roboterzelle ausgestattet, die den DLR-Wissenschaftlern dabei hilft, die CFK-Bauteile zu überprüfen. Dieser Vorgang ist in den laufenden Produktionsprozess integriert.
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Am ZLP arbeitet das DLR in einer engen Kooperation mit der „Forschungsgruppe Integrierter Leichtbau“ (FIL) des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie (ICT) zusammen, das unmittelbar benachbart ist. An der gemeinsamen Forschungsplattform in Augsburg entwickeln die Wissenschaftler automatisierte Fertigungsverfahren für Carbonfasern, die sich für Großserien eignen. Im Bild (v.l. Multifunktionale Roboterzelle des ZLP im Hintergrund): Prof. Dr. Alfred Gossner, Prof. Dr. Klaus Drechsler, Prof. Dr. Heinz Voggenreiter und Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner - Vorstandsvorsitzender des DLR.
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Das Robotersystem verfügt über eine besonders große Reichweite zum Greifen und Ablegen der Thermoplast-Zuschnitte.
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Der Thermoplastofen (l.) kann mit bis zu 400°C betrieben werden. Der Duromerofen (r., geöffnet) eignet sich zum Härten von Harzgetränkten Stoffen und ist entsprechend für Temperaturen bis zu 210°C angelegt.
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