Märkte 16.03.2017 0 Bewertung(en) Rating

Lasermaterialbearbeitung voll im Trend

Der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung wuchs im Jahr 2016 um 7,4 % und erreichte ein Volumen von 11,4 Mrd. EUR. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Analyse von Optech Consulting, einer Schweizer Unternehmensberatung, die sich auf die Laser- und Photonikindustrie spezialisiert hat.

 - Seit der Krise im Jahr 2009 hat sich der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung verdreifacht.
Seit der Krise im Jahr 2009 hat sich der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung verdreifacht.
Optech Consulting / März 2017

Lasersysteme zur Makrobearbeitung – also zum Schneiden, Schweißen, Beschriften und für generative Fertigungsverfahren– machen rund 75 % des Gesamtvolumens von 11,4 Mrd. EUR aus. Das Marktsegment legte im letzten Jahr um 5,1% zu. Der Markt für Lasersysteme zur Makrobearbeitung entwickelte sich damit deutlich positiver als der Werkzeugmaschinenmarkt, der nach vorläufigen Analysen des Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. – VDW – im Jahr 2016 auf Euro-Basis um 2,5 % rückläufig war.

25 % des Marktvolumens entfallen auf Lasersysteme zur Mikrobearbeitung in der Elektronilindustrie, die im letzten Jahr um gut 15 % zulegen konnten. Das Wachstum ist vor allem auf den vermehrten Einsatz der Laserbearbeitung bei der Herstellung von tragbaren elektronischen Geräten und ihrer Komponenten wie Displays und Halbleiter zurückzuführen.

Der Weltmarkt für Laserstrahlquellen zur Materialbearbeitung wuchs im Jahr 2016 um 6,0 % und erreichte ein Volumen von 3,0 Mrd. EUR. Hierbei halten Faserlaser einen Marktanteil von 40 %, gefolgt von Gaserlasern mit CO2- und Excimerlasern (35 %) sowie Festkörper- und Diodenlasern (25 %).

 - Faserlaser konnten in den letzten Jahren stark zulegen und sind heute gemessen am Umsatz die wichtigste Laserstrahlquelle.
Faserlaser konnten in den letzten Jahren stark zulegen und sind heute gemessen am Umsatz die wichtigste Laserstrahlquelle.
Optech Consulting / März 2017

Der Markt für Faserlaser konnte im letzten Jahr um 15 % auf 1,2 Mrd. EUR zulegen, vor allem mit den Anwendungen Schneiden, Schweißen, Beschriften und generative Fertigungsverfahren. Die Nachfrage für Festkörperlaser mit Stab- und Scheibengeometrie legte im Segment der Ultrakurzpulslaser zu. Dagegen war die Nachfrage für Festkörperlaser mit längeren Pulsen rückläufig. Auch im Jahr 2016 übernahmen Faserlaser Marktanteile von Hochleistungs-CO2-Lasen sowie von Festkörperlasern.
CO2-Laser haben inzwischen einen Großteil ihres ursprünglichen Marktes beim Hochleistungsschneiden und -schweißen verloren und ihre wichtigsten Anwendungen sind jetzt das Beschriften und die Bearbeitung von Nichtmetallen.

gk

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