Branche 13.10.2014 0 Bewertung(en) Rating

K-Gespräch zu Leichtbau hochkarätig besetzt

Die K-Zeitung lud Geschäftsführer und Vorstände zum 37. K-Gespräch nach Ochsenfurt. Hier erhielt der illustre Kreis beispielsweise CFK-Erfahrungen aus dem i3-Projekt von BMW aus erster Hand. In weiteren Vorträgen aus Verarbeitung, Kunststofferzeugung und Forschung sowie in der Diskussion kristallisierten sich Hype-Themen und zukunftsfeste Trends heraus.

 - K-Gespräch: Sitzschale wiegt gerade noch 1,9 kg – Das Thema Leichtbau beherrschte das 37. K-Gespräch der K-ZEITUNG mit führenden Branchenköpfen im herbstlichen Ochsenfurt. Dr. Marcus Schuck, Bereichsleiter Forschung und Entwicklung bei HBW-Gubesch Thermoforming stellte aktuelle Highlights vor
K-Gespräch: Sitzschale wiegt gerade noch 1,9 kg – Das Thema Leichtbau beherrschte das 37. K-Gespräch der K-ZEITUNG mit führenden Branchenköpfen im herbstlichen Ochsenfurt. Dr. Marcus Schuck, Bereichsleiter Forschung und Entwicklung bei HBW-Gubesch Thermoforming stellte aktuelle Highlights vor
K-ZEITUNG

Mit dem 37. K-Gespräch im September hat die K-ZEITUNG wieder Geschäftsführer und Vorstände von Kunststoffverarbeitern, Kunststofferzeugern, Maschinen- und Geräteherstellern zu Diskussion und anschließendem Kamingespräch an einen Tisch gebracht. Zum diesjährigen Themenschwerpunkt Leichtbau übernahm Dr. Michael Effing als Vorstandsvorsitzender des Composites Germany eV. die Moderation. Seit ziemlich genau einem Jahr bildet Composites Germany mit Sitz in Berlin die neue Dachorganisation für die Verbände und Organisationen der deutschen Faserverbund-Industrie. Gründungsmitglieder sind die AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe eV., der Carbon Composites eV. (CCeV), der CFK- Valley Stade eV. und das Forum Composite Technology im VDMA.

Hautnahe Einblicke und Erfahrungswerte aus der BMW-Produktion des neuen i-Serie gab anschließend Jürgen Korzonnek, bei BMW verantwortlich für Karosserie- und Ausstattungsprozesse für elektrische Fahrzeuge und seit 1996 leitend in der Werkstoffentwicklung. "Bei Entwicklungszeiträumen von sieben Jahren müssen wir die Lösungen für die bis 2020 gültigen gesetzlichen Anforderungen jetzt bereits haben“, betonte Korzonnek.

Bei BMW verfolgt man mit dem neuen i3 bekanntermaßen radikale Ansätze. Das Modell wurde von Grund auf als Elektrofahrzeug konzipiert und mit Blick auf Kunststoff- und CFK-Einsatz werkstoffgerecht neu konstruiert.

"Wir wollen es leichter machen", hob Dr.-Ing. Marcus Schuck an und zeigte eine komplette Sitzschale in Verbundwerkstoffbauweise mit gerade einmal 1,9 kg her. Das Bauteil hatte gerade den Tag zuvor den Crashtest erfolgreich durchlaufen. Ein schöner Erfolg, der aber auch die vielfältigen Probleme bei der Einführung neuartiger CFK-Technologie verdeutlicht: "Wir konstruieren mit neuen Werkstoffen, wir haben neue Richtlinien zu berücksichtigen und wir müssen in neuen Prozessen denken", verdeutlichte Schuck.

"Bereits 1987 hatten wir universitäre Projekte zu FVK-Einsatz im Fahrzeug, die damals aber noch nicht angenommen wurden. An den Instituten wurde aber weitergeforscht und vieles kann heute aus der Schublade gezogen werden", berichtete Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann als Leiter des IKV in Aachen. Im Unterschied zu den 90er Jahren böten die rechtlichen Rahmenbedingungen heute echte Unterstützung.

Und auch die Verknüpfung von Prozesssimulation und Bauteilsimulation schreite voran, denn "gerade für die Automobilindustrie nützt ein Bauteil nichts, wenn man es nicht berechnen kann!"

Lesen Sie bitte die ausführliche Berichterstattung zum 37. K-Gespräch in der K-ZEITUNG-Ausgabe 20/2014 sowie in unserer mobilen App-Ausgabe.

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