HRS - Kühlergrill 1 Werkzeug- und Formenbau 12.04.2017 0 Bewertung(en) Rating

In einem Schuss zum hochwertigen Kühlergrill

In einem nicht symmetrischen Multikavitäten-Heißkanalwerkzeug ist es HRS Flow mit dem Flexflow Nadelverschusssystem gelungen, in einem einzigen Schuss einen Kühlergrill herzustellen, der mit seiner hohen Oberflächenqualität die Anforderungen für das anschließende Verchromen erfüllt.

Der Kühlergrill aus dem HRS Flow Testwerkzeug mit den Maßen 580 mm x 330 mm, einem Bauteilgewichtgewicht von 297 g und einer Wandstärke von 2 mm bis 3 mm wird anschließend verchromt und muss daher sehr hohe Anforderungen an die Oberflächenqualität erfüllen, was HRS Flow auch gelungen ist. Diverse Automobilzulieferanten haben diese Bauteil aus ABS und ABS/PC auf ihren Chromanlagen positiv getestet. Erste Chromanwendungen gehen in Kürze in die Serie.

Der spritzgegossene Kühlergrill wird in nur einem Schuss über zehn Anspritzpunkte mit Düsen der MA-Serie von HRS Flow realisiert. Um die unterschiedlichen Schussgewichte mit den Anforderungen an verchrombare Teile  und an Montagetoleranzen zu realisieren, wären für dieses hochwertige Bauteil im bisherigen Spritzgießverfahren unterschiedliche Werkzeuge notwendig.

Das Systemlayout besteht aus einem ausdrücklich nicht symmetrisch ausgelegten kompakten Verteiler. Die Volumina der Kavitäten für die einzelnen Formteilelemente des Kühlergrills haben ein Gewichtsverhältnis von 1:20 vom kleinsten bis zum größten Formnest mit 30 Prozent Dickenunterschied von dünner zu dicker.

Mit dem Flexflow-System von HRS Flow lassen sich die einzelnen Verschlussnadeln von aktuell bis zu 16 Heißkanaldüsen individuell ansteuern und unabhängig voneinander stufenweise präzise öffnen und schließen. Dadurch lassen sich der Schmelzefluss über jeden Nadelverschluss und der Volumenstrom in der Kavität insgesamt exakt steuern. Durch das angepasste Öffnen der Nadeln werden der beim Kaskadenspritzgießen gefürchtete Druckabfall und die damit einhergehenden Druckabfallmarkierungen auf dem Formteil vermieden.

Je Öffnungs- oder Schließschritt können bis zu acht Nadelpositionen mit einer Motorgenauigkeit von 10 µm festgelegt werden. Durch dieses sehr gezielte und exakte Positionieren und die Geschwindigkeitskontrolle der Verschlussnadeln wird auch eine sehr gleichmäßige Druckverteilung in der Werkzeugkavität und somit im gesamten Formteil erreicht. Mit dem dadurch nutzbaren deutlich vergrößerten Prozessfenster sinkt gleichzeitig die erforderliche Schließkraft und sogar das Bauteilgewicht kann ohne Qualitätseinbuße reduziert werden.

Im Automobilbau bringt die Flexflow-Technologie insbesondere Vorteile beim Spritzgießen großflächiger Exterieur- und Interieur-Bauteile wie Stoßfänger, Spoiler, Instrumententafelträger, Türinnenverkleidungen und Dachrahmen sowie von Teilen der Fahrzeugbeleuchtung und -verglasung, wie Scheiben für Scheinwerfer und Panoramadächer.

Einen ausführlichen Beitrag über das Testwerkzeug von HRS Flow und die Ergebnisse der Versuche lesen Sie demnächst in der Print-Ausgabe der K-ZEITUNG.

gk

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