Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid startet schon in den Sommermonaten mit zwei neuen Verbundprojekten in der Spritzgießverarbeitung.
Die Sonderhoff Engineering GmbH, Hörbranz/Österreich, hat für seine Misch- und Dosieranlagen eine neue Düsenvermessungseinheit entwickelt. Die Dosierdüsen-Kalibrierung Nozzle-Control soll das Dichtungsschäumen, Kleben und Vergießen von unterschiedlichen Bauteilen im teil- und vollautomatischen Betrieb einfacher und sicherer machen.
Neuer Schaumstoff aus Polyethylen niederer Dichte (LDPE): Verarbeiter können die Schaumdichte um 5% bis 10% verringern und gleichzeitig die Leistung bei der Wärmdämmung steigern.
Sulzer bietet Optifoam-Nachrüstlösung für Extruder und erlaubt das physikalische Schäumen für hohe Durchsätze bis 2.000 kg/h.
Sonderhoff Chemicals GmbH bündelt die Vorteile zweier Dichtungsmethoden. Das neue System besteht aus einem weichen Schaumkern mit einer flexiblen Elastomerhaut.
Effizienzsteigerung erreichen mit der neuen Vorschäumertype Hirsch Vacutrans PREEX 14000 unter der Prämisse maximaler Ressourcenschonung.
Desma Tec Polyurethananlagen versprechen Einsparpotentiale. Die Mischtechnik hat sich besonders bewährt, sobald sensible Feststoffe wie Blähgraphit oder andere Flammschutzmittel zudosiert werden müssen.
Die Schweizer Gurit führt vom chinesischen Standort Qingdao das Sortiment einer neuen Produktfamilie für den Windenergiemarkt ein. Die Kernwerkstoffe verbessern die Produktion großer Rotorblätter.
Lanxess entwickelt flammwidrigen Baustoff als Sprühschaum. er ist schneller verarbeitbar, da kein langwieriges Trocknen nach dem Auftrag der Reaktivbeschichtung erforderlich ist.
Der Reaktionsharzspezialist Rampf Giessharze erweitert seine Produktpalette um einen hochdruckfähigen Dichtungsschaum, der sich durch äußerst geringe Wasseraufnahme auszeichnet.
Sekisui Alveo hat seine Polyolefin-Schaumstoffe für den Fahrzeuginnenraum optimiert und erfüllt damit verschärfte Anforderungen. Denn im Interieur spielt nicht nur die sicht- und fühlbare Qualität der eingesetzten Materialien eine große Rolle, sondern auch deren Emissionswerte.

"Die Realität ist weitaus besser als die allgemeine Stimmung." Wenn nicht alles trügt, könnte diese Diagnose – trotz Euro-, Finanz- und Schuldenkrise – auch 2012 die richtige sein, zumal, was die künftige Geschäftsentwicklung der deutschen Kunststoffindustrie betrifft. Natürlich haben sich die Voraussetzungen verändert.
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