Als Mehrwert für die Leser aus den verschiedenen Branchenebenen startete die Führungsebene des Giesel Verlages flankierende Aktivitäten. Denn als „echte Branchenzeitung“ informiert die KPZ ihren Leserkreis nicht nur mit aktuellen Nachrichten aus Wirtschaft, Branche, Forschung und Entwicklung, etc., sondern steht darüber hinaus mit ihm in Kontakt, fragt aktuelle Marktstimmungen ab, stellt Prognosen, gibt Antworten, bringt Branchenvertreter aus allen Kunststoff-Sparten zusammen, holt die Welt nach Hause und begleitet ihre Leser auf nationalen und inter-nationalen K-Messen. Dafür haben sich die damaligen „Macher“ der KPZ, die sich als „Dienstleister“ der Branche verstanden, verschiedener Instrumente bedient, die sich in der Branche fest etabliert haben: Die Kunststoff-Gespräche mit führenden Vertretern der Branche, Leserreisen zu internationalen K-Messen, Messezeitungen (K-EXTRA für die K-Messe in Düsseldorf, express für die Fakuma in Friedrichshafen und KMO-Kurier für die gleichnamige Messe in Bad Salzuflen), Leserumfragen und Kooperationen mit Verbänden, Unternehmensberatungen und Forschungsinstituten. Von Anfang an schauten die „Dienstleister“ dabei über den Tellerrand, beobachteten und kommentierten die Entwicklungen in der internationalen K-Branche. „Die Kunststoff-Gespräche beispielsweise trugen maßgeblich dazu bei, innerhalb der Branche Vertrauen zu gewinnen und die persönlichen Beziehungen untereinander herzustellen und zu verbessern. Dem gleichen Ziel dienten unsere Vorstellgespräche während der ersten Jahre bei Unternehmen überall im Land, aussagekräftige Interviews mit Firmeninhabern und Vorsitzenden, Geschäftsführern kleiner und großer Unternehmen, aber auch die verstärkte Teilnahme an Firmenveranstaltungen, Ausstellungen und Messen“, erinnert sich der ehemalige Chefredakteur Hartmut Rupprecht. Die K-Gespräche, die Leserreisen und die Messe-Zeitungen sind bis heute feste Bestandteile der K-ZEITUNGs-Aktivitäten.

Seit 1975 gehören die jährlichen Kunststoff-Gespräche zur Netzwerkbildung innerhalb der K-Branche. Als „neutrale Gesprächsplattform“ dienen sie seitdem einem überschaubaren Kreis von Führungskräften aus allen Segmenten der Kunststofferzeugung, der Kunststoffverarbeitung, dem Kunststoffmaschinenbau und der anwendenden Kunststoffindustrien zum Kennenlernen, Diskutieren und zum Gedankenaustausch. Diese Zusammenkünfte sind daher sehr fruchtbar und manches Mal sogar die Keimzelle für bahnbrechende Marktentwicklungen. Auch Wettbewerber lernen sich hier persönlich kennen. Es werden je nach Thema immer neue Gesprächsteilnehmer aus allen Branchenbereichen eingeladen. Durch die begrenzte Teilnehmerzahl von 40 Personen ist eine gute Diskussionsatmosphäre gewährleistet.
Zum ersten Kunststoff-Gespräch im November 1975 versammelten sich 30 Führungskräfte aus der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz im „Gut Giesel“ in Feuerschwendt bei Passau, um sich über das Thema „Weltwirtschaft nach neuen Spielregeln – auch in der Kunststoffindustrie?“ auszutauschen. Seitdem haben 33 Gespräche stattgefunden, die jedes Mal den Nerv der Zeit und der Branche getroffen haben und die mit Themen wie „Stagnation oder Atempause – mittelfristige Perspektiven des Weltkunststoffmarktes“ (1975), „Preis- und Kostenprobleme in der Kunststoffindustrie – Veränderung im Kunststoffmarkt aufgrund der Ölpreisentwicklung“ (1980), „Die Kunststoffindustrie auf größeren Märkten – gegenwärtige und zukünftige Chancen im Export und im Auslandsengagement“ (1985) erstaunliche Parallelität zu den aktuellen Problemen der Branche aufwiesen. Nach dem Mauerfall gab es 1990 zunächst im September ein Kunststoff-Gespräch in Leipzig in Kooperation mit dem KuZ sowie das traditionelle Gespräch in Feuerschwendt im Dezember. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung ist das K-Gespräch 1992 besonders im Gedächtnis geblieben, als der Referent Heinrich Weiss, VV der SMS AG, über „Die Branche im größeren Europa – der wirtschaftliche Abwärtstrend und die Konsequenzen“ sprach. Hier sind wir nun 2009 wieder angelangt – allerdings mit weltweit noch nicht absehbaren Konsequenzen. Man darf gespannt sein auf das Motto des nächsten K-Gesprächs.

Das Interesse der Leser galt im Laufe der Jahre neben dem heimischen Markt zunehmend auch dem weltweiten Marktgeschehen. Im Rahmen ihres Dienstleistungs-
verständnisses, und, damit die Leser der K-ZEITUNG selbst Kontakte knüpfen konnten, bot die Redaktion ab 1982 organisierte Leserreisen mit Firmenbesuchen vor Ort zu wichtigen Auslandsmessen an. Die allererste Reise ging mit 12 Teilnehmern zur Japanplas ´82 nach Tokio, im Jahr 1984 bereits mit 24 Teilnehmern zusätzlich zu Japan auch nach Taiwan und Singapur. Neben Ostasien und den japanischen Produktions- und Unternehmensführungsmethoden stand Anfang der 80er Jahre auch der nordamerikanische Markt mehr und mehr im Interesse der europäischen K-Branche. Mit 30 Lesern ging es daher 1985 zur NPE nach Chicago, die sich als festes Ziel etablierte. Neben dem Messebesuch haben die Teilnehmer aller Leserreisen jedes Mal die Möglichkeit zu diversen Betriebsbesichtigungen vor Ort und zu Gesprächen mit Inhabern und Mitarbeitern durch einen Übersetzer. Dies ist ein besonders wirksames und nachhaltiges Instrument, um ausländische Märkte kennen und verstehen zu lernen sowie persönliche Kontakte zu knüpfen. Bis heute ist dies daher ein wichtiger Programmpunkt der K-Leserreisen. Die Leserreisen finden allerdings nicht wie das K-Gespräch jährlich statt, sondern nur, wenn eine wichtige Fachmesse oder eine besondere Marktentwicklung locken.
Hartmut Rupprecht erinnert sich: „Die 1. Leserreise führte 1982 nach Japan, einem Land, dass damals weltweit ganzen Branchen Angst machte, weil dort auf vielen Gebieten raffinierter und billiger produziert wurde. Es hieß z.B. „Dort bauen inzwischen schon Roboter ganze Maschinen". Es konnte also interessant sein, sich einmal direkt vor Ort zu informieren. Eine Reise nach Japan zum Besuch der Fachmesse Japanplas war jedoch ohne fachliche Führung für mittelständische Firmen kaum möglich. Zudem müsste man japanische K-Verarbeiterbetriebe anschauen und mit den Inhabern diskutieren können. Hier kamen mir die persönlichen Kontakte zu meinem japanischen Kollegen Toru Takahashi, damals Chefredakteur von „Japanplastic", zugute. Er verfügte über beste Kontakte in der Branche und sorgte dafür, dass sich gleich mehrere Betriebe für unsere deutsche Gruppe öffneten. Sie nahmen uns gastlich auf und zeigten uns ihre Produktionsstätten. Abschließend kam es jeweils zwischen dem Führungsstab und den Teilnehmern der Gruppe zu offen geführten Diskussionen. Toru nahm sich sogar die Zeit, uns drei Tage lang von Firma zu Firma zu begleiten und fachlich zu dolmetschen (Toru ist noch heute gern gesehener Gast der K-Zeitungs-Redaktion auf den K-Messen in Düsseldorf). Die Teilnehmer der 1. KPZ-Leserreise waren begeistert. Ihre Schilderungen lösten in der Branche ein positives Echo aus. Die Grundlage für weitere Leserreisen in den Folgejahren war gelegt.“
Aktuell und am besten direkt vor Ort über wichtige nationale Kunststoff-Messen zu berichten, war und ist für die K-ZEITUNG elementar, weil auf diesen Branchentreffpunkten Trends gesetzt und richtungsweisende Innovationen aus der Taufe gehoben werden. Eine gesteigerte Informationsleistung liefert die Redaktion durch das Instrument der Messezeitung. Darüber lassen sich täglich die aktuellen Informationen verbreiten. Besucher und Aussteller haben dadurch einen Gesamtüberblick über Termine, Trends und das aktuelle Geschehen in den verschiedenen Ausstellungshallen. Die Redakteure der K-ZEITUNG sind für drei Messezeitungen verantwortlich: K-EXTRA zur K-Messe in Düsseldorf, express zur Fakuma in Friedrichshafen und für den KMO-Kurier zur KMO in Bad Salzuflen.

Die K-ZEITUNG ist eng mit der K-Messe in Düsseldorf verbunden. Anfänglich (1971) berichtete das Blatt in einer Vorausgabe, einer Ausgabe zur Messe und in einer Nachmesse-Ausgabe über dieses große Branchenereignis. Die Messeausgabe wurde auf dem Gelände an Besucher und Aussteller verteilt. Durch die erhöhte Auflage von 35.000 Exemplaren konnte die Branchenzeitung ihren Bekanntheitsgrad signifikant erhöhen. Auf der Messe selbst war die K-ZEITUNG (damals KPZ) mit einem eigenen Messestand vertreten. Zur K´79 brachte das Redaktionsteam der K-ZEITUNG erstmals eine tägliche Messezeitung heraus. Die so genannte „K-EXTRA“ wurde direkt vor Ort in Düsseldorf mit einer Auflage von 16.000 Exemplaren produziert und stand zunächst noch im Wettbewerb mit dem „Schnelldienst“ aus dem Verlag Handelsblatt, der sich aber in den folgenden Jahren zurückzog und der K-EXTRA als „einzige, täglich aktuelle, offizielle deutschsprachige Messezeitung der K“ das Feld überließ. K-EXTRA ist als Tageszeitung auf der Messe für die K-Industrie konzipiert und wird als Marketinginstrument der K-Messe genutzt. Die Redakteure führen neben der Produkt- und Trendberichterstattung auch Besucher- und Ausstellerumfragen durch. Etabliert hat sich die traditionelle Halbzeitbefragung der Aussteller. In den achtziger Jahren fanden auch internationale Kommentare in Englisch, Französisch und Japanisch Eingang in die Berichterstattung.

Der express ist seit den 90er Jahren die „allein autorisierte offizielle Messezeitung der Fakuma“ und erscheint zwei Mal während der Messe in Friedrichshafen mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren. Aussteller in 12 Hallen werden durch Interviews, Kurzreportagen, Produktvorstellungen und Firmenportraits vorgestellt. Das Redaktionsteam der K-ZEITUNG führt auch hier Aussteller- und Besucherbefragungen durch.
Der „KMO Kurier“, seit 2009 „KMO Forum Spritzguss“ ist die Messezeitung für die Kunststoff-Verarbeitungsmesse KMO und erscheint in einer Auflage von 15.000 Exemplaren. Auch sie stammt aus der Feder der K-Redaktion.

Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.
Newsletter-Profil bearbeiten oder Newsletter kündigen
Themenschwerpunkte:
Elastomerverarbeitung
Verpackung
Extrusionstechnik
PET-Systeme
Themenschwerpunkte:
Flüssigsilikon: Anspruchsvolle Teile aus glasklaren Typen
2K-Verfahren: Mediendichtes Kabel-Umspritzen
Qualitätssicherung: Sensoren für Werkzeuginnendruck
Heißkanal: Mikrospritzgießen voll ausbalanciert
Die aktuellen News von K-ZEITUNG.de gibt es jetzt auch als RSS-Feed. Selbst wenn Sie einmal nicht auf K-ZEITUNG.de online sind, entgeht Ihnen keine Nachricht mehr. Sobald ein neuer Artikel auf K-ZEITUNG.de veröffentlicht wird, erscheint er im RSS-Feed. Den RSS-Feed zu abonnieren ist ganz einfach und natürlich kostenlos.
Weitere Informationen zum RSS-Feed
RSS-Feed direkt abonnieren
Die elektronische Version der K-ZEITUNG steht unseren Abonnenten im Rahmen ihres Abos zur Verfügung als PDF-Version und als neue lesefreundliche Pageflip-Version zur Verfügung. Lernen Sie es jetzt kennen und entdecken Sie die Vorteile: