
Der Grund für das stetige Wachstum der Kunststoffbranche in den 70er Jahren war in erster Linie zahlreichen Unternehmer-Persönlichkeiten zu verdanken, die damals den Fortschritt im Maschinenbau und bei Produktinnovationen bestimmten. Typische Beispiele dafür sind Eugen Hehl (Arburg), Werner Battenfeld, Dr.-Ing. R. Sonntag (Demag Kunststofftechnik) die Familie Reifenhäuser, Gottfried Mehnert (Bekum), Siegfried R. Wagner (Windmöller & Hölscher), die Familie Schwarz (Engel), Robert D. Schad (Husky) oder der Erfinder Arthur Fischer (Fischer-Technik, Spreitzdübel). Überall im Lande herrschte Aufbruchstimmung. In diesem Umfeld war es für die K-Redaktion spannend, diese Persönlichkeiten zu treffen und die weitere Entwicklung ihrer Unternehmen zu begleiten. Viele der großen Industrieunternehmen des Maschinenbaus und der Rohstoffindustrie wurden damals ebenfalls von Managern geleitet, die ihren Bereich wie Familienbetriebe führten, sich in den Konzernen Freiräume schafften und mit Herzblut und Innovationsfreude die K-Branche voranbrachten.

In die gleiche Zeit fällt auch der Beginn des Aufstiegs des Instituts für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen zur weltweit anerkannten und als Vorbild dienenden Ausbildungsstätte künftiger Ingenieure und Führungskader der K-Industrie unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Georg Menges. Die jährlich stattfindenden IKV-Kolloquien gaben einen überzeugenden Einblick in die aktuellen Ausbildungsfelder des Instituts. Prof. Menges verstand es, seine Studenten zu begeistern und zu Höchstleistungen anzuspornen. Sie dankten es ihm durch ihr Engagement gerade auch während dieser Kolloquien. Durch die Gründung einer Fördergemeinschaft gelang es ihm auch schon frühzeitig, zusätzliche Fördergelder für Projekte des IKV zu beschaffen und eine enge Zusammenarbeit zwischen der K-Industrie und der Lehre herzustellen und die Betriebe für Praktika und Diplomarbeiten zu öffnen. Sein Rat ist noch heute in der Branche gefragt.

Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.
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