
Zweibrücken (K) – So lassen sich nach Angabe des Unternehmens gegenüber herkömmlichen Prozessen sowohl der Energie- als auch der Kostenaufwand reduzieren und die Qualität verbessern. Wie Pallmann erklärt sei es heute bei nahezu allen am Markt verfügbaren Mühlen Stand der Technik, dass nur PP und PE bei Raumtemperatur vermahlen werden könnten. Für alle anderen Materialien reiche eine Luftstromkühlung nicht aus, um die Materialerwärmung beim Feinmahlen zu kompensieren. Daher werde eine zusätzlich Kühlung, meist mit flüssigem Stickstoff eingesetzt, der aufwändig erzeugt, gelagert und zugeführt werden müsse. Diese Kosten schlagen sich mit 5 bis 10 Cent pro Kilogramm direkt auf die Produktkosten nieder. Anders sei dies bei dem vorgestellten Poly-Grinder, der selbst schwierige Werkstoffe wie EVA mit 18 bis 20% VA-Anteil mit hoher Kornqualität ohne zusätzliche Kühlung vermahlen kann. Neben der direkten Einsparung durch Verzicht auf teuren Stickstoff wirkt sich die geringere Komplexität der Anlage günstig auf die Kosten aus.
Möglich werden die beschriebenen Vorteile dank spezieller Mahlscheiben: Statt aus einem Stück bestehen die profilierten Bereiche aus Segmenten, die einen gleichmäßigen scherenartigen Schnitt über die gesamte Breite des Mahlbereichs bewirken und für einen geringeren Energieeintrag und damit eine geringe Erwärmung sorgen. Die mit dieser Konstruktion erreichte besondere Schnittform schont nicht nur das verarbeitete Material, sondern auch die Mühle.
Ein weiterer Vorteil ist die besondere Anordnung der festen und der bewegten Mahlscheibe, wodurch ein sogenannter Weitkammereffekt entsteht. Die so erzielte automatische Luftführung im Mahlraum sorgt für den gleichmäßigen Materialtransport. Zudem ist der gesamten Mühlenkörper keine Schweißkonstruktion sondern aus einem massiven Stahlblock gefräst. Dies bringe nicht nur höchste Robustheit von Gehäuse und Rotorlagerung, sondern biete Vorteile im täglichen Betrieb, so Pallmann. Die Reinigung ist ohne Schweißnähte oder scharfe Winkel erleichtert. Ein schnelles Umstellen zwischen verschiedenen Werkstoffvarianten mit vergleichsweise geringem Reinigungsaufwand ermöglicht das wirtschaftliche Produzieren auch kleinerer Mengen.
Pallmann auf der Fakuma 2011:
Halle A6, Stand 6321

Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.
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