Aus Abfällen fast wieder Neuware machen

Mit ihrem Thermogranulator TG 20 zeigt die Wanner Technik GmbH aus Wertheim auf der Fakuma eine Aufbereitungseinheit für thermoplastische Produktionsabfälle, die dann zum Einsatz kommt, wenn die Qualität von Mahlgut nicht ausreicht, um dieses wieder zu verarbeiten.

Bei hochwertigen Kunststoffen amortisiert sich der TG 20 oftmals schon nach weniger als 18 Monaten, betont der Maschinenbauer Wanner.
Foto: Wanner Technik

Wertheim (R) - Der Thermogranulator erzeugt ein gleichmäßiges Granulat, das hinsichtlich Rieselfähigkeit, Staubgehalt, Dosierbarkeit, Geometrie nach Aussage des Unternehmens mit Neuware-Granulat vergleichbar ist. Da die Regranulate gut rieselnd und leicht zu dosieren sind, seien Förderung und Einzugsverhalten der Spritzgießmaschine verbessert und damit die Prozesssicherheit bei der Nutzung von Produktionsabfällen erhöht.

Mit dem TG 20 kann der Kunststoffverarbeiter seine Produktionsabfälle inhouse aufbereiten und muss sie nicht mehr teuer entsorgen lassen, meldet Wanner. Geeignet sei das System ebenso für die direkte Verarbeitung kleiner Angüsse oder unzerkleinerter Ausschussteile, zum materialschonenden Aufbereiten reiner Stäube als auch zur Verbesserung von unregelmäßigem Mahlgut mit schlechtem Rieselverhalten. Dabei können die meisten thermoplastischen Materialien wie TPE, EVA, PP, PE, ABS, PS, PA oder PC, selbst wenn diese glasfaserverstärkt sind oder nur eine sehr niedrige Härte von 40 Shore A haben, verarbeitet werden.

Der TG 20 besteht aus einem kompakten, langsam laufenden Extruder mit großer Einzugszone und zusätzlich integrierter Hilfsschnecke zur Zwangszuführung des Materials. Die wahlweise zwei oder drei Heizzonen sowie das Wasserbad als Kühlstrecke mit anschließendem Stranggranulator sind in ein platzsparendes Maschinengestell eingebaut. Dank des großen Durchmessers und der großen Schneckengangtiefe der Extruderschnecke sowie der niedrigen Drehzahl erreicht der TG 20 ein materialschonendes und effektives Zuführen, Verdichten und Aufschmelzen des zu regranulierenden Kunststoffes bei Durchsätzen von bis zu 20 kg/h.

Ausgerüstet ist der TG 20 mit einer robusten und zuverlässigen Maschinensteuerung, in der festgelegte Rezepturen abgespeichert werden können. Über eine Vielzahl an frei wählbaren Parametern wird der Prozess so geregelt, dass selbst anspruchsvolle Materialien zuverlässig verarbeitet werden können, so der Maschinenbauer. Ein gesonderter Anfahrmodus mit reduzierter Drehzahl und Ausbringungsmenge erleichtere das Anfahren des Maschinensystems. Im Automatikbetrieb wird mittels Sensoren die Extrudergeschwindigkeit an das Einzugsverhalten des Materials angepasst, die Abzugsgeschwindigkeit des Stranggranulators wird dabei so gesteuert, dass auch bei schwankender Materialzufuhr ein stabiler Prozess und somit ein sehr gleichförmiges Granulat entsteht.

Das TG 20-Maschinensystem ist mit einer integrierten Lichtschranke für die Strangabrisskontrolle gesichert, sodass die Anlage im Automatikmodus bei ausreichender Materialzufuhr und kontinuierlicher Granulatabfuhr auch ohne Bedienpersonal betrieben werden kann. Ein gut ablesbares Display an der Steuerung macht die wesentlichen Verarbeitungsparameter jederzeit zugänglich und erleichtert die Bedienung.

Wanner Technik GmbH auf der Fakuma 2011:

Halle A5, Stand 5224




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Editorial: Vor dem nächsten Sprung

Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.

Hier lesen Sie das Editorial von Roman Leuthner >

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