22. September 2011 | Fakuma-Vorschau, MSR / Prüfen

Effiziente Erstmusterprüfung fürs Spritzgießen

Die optische 3D-Messtechnik ermöglicht eine zielführende Werkzeugoptimierung und soll zur Verkürzung von Serien-Anlaufzeiten in der Spritzgießtechnik und anderen Verfahren führen.

Braunschweig (P) - Mit ihrer industriellen 3D-Messtechnik will die Gom mbH, Braunschweig, die Spritzgieß- und Kunststoffindustrie bei der Prozessoptimierung und Verkürzung von Serien-Anlaufzeiten unterstützen. Der Einsatz optischer Messtechnik in Verbindung mit einer professionellen Inspektionssoftware führe oftmals zur Reduzierung der Prüf- und Bemusterungszeiten von Wochen auf Stunden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Durch die effiziente Analyse von Bauteilverzug und -Schwindung mittels 3D-Abweichungsfarbplot können laut Hersteller mit dem Atos-System kritische Stellen am Bauteil oder Werkzeug schneller lokalisiert und analysiert werden als mit herkömmlichen 2D-Messmethoden. Der Einfluss durch Änderung von Spritzmaschinenparametern (Nachdruck, Temperierung, etc.) kann somit schnell und übersichtlich verfolgt werden. Kann ein Spritzgussteil trotz Anpassung der Spritzparameter nicht zufriedenstellend produziert werden, bietet die optische 3D-Messtechnik aufgrund der hohen Dichte und Genauigkeit der Messdaten effiziente Möglichkeiten für die zielführende Werkzeugoptimierung.

Mobiler 3D-Scanner

Darüber hinaus präsentiert Gom die neue Generation der mobilen 3D-Digitalisierer. Der Atos Triple Scan nutzt alle Betrachtungswinkel des Stereokamerasystems (3 in 1 Sensor). Dabei kommt erstmals auch eine völlig neue Projektionstechnik zum Einsatz. Das Gerät ermöglicht damit laut Hersteller einfachere, schnellere und sicherere Messabläufe und reduziert deutlich die Anzahl der Einzel-Scans. Statt einzelne Punkte anzutasten, wird die gesamte Bauteilgeometrie flächenhaft in einer hochauflösender Punktewolke erfasst. Im Gegensatz zur taktilen Messtechnik gibt es keine blinden Stellen, sondern die gesamte Bauteilfläche wird komplett als Punktewolke/STL-Netz erfasst.

Der neue Atos Triple Scan ist mit "Blue Light" Technologie ausgestattet, die sich durch eine extrem lange Lebensdauer der LED, minimale Wärmeentwicklung sowie geringen Wartungsaufwand auszeichnet. Das schmalbandige blaue Licht erlaubt präzise Messungen unabhängig von den Lichtverhältnissen der Umgebung. Die neue Technologie bietet noch mehr Auflösung und Genauigkeit bei feinen Strukturen oder Kanten und liefert innerhalb kürzester Zeit vollständige 3D-Daten von komplexen Bauteilen. Die Messleistung wurde insbesondere bei glänzenden Oberflächen wesentlich erhöht. Kameras, Projektor und Controller sind in einem robusten Gehäuse integriert. Der aus stoßfestem CFK gefertigte Sensorkopf ist speziell für die hohen Beanspruchungen in industriellen Umfeldern entwickelt worden.

Gom auf der Fakuma 2011:

Halle A3, Stand 3304




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Editorial: Vor dem nächsten Sprung

Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.

Hier lesen Sie das Editorial von Roman Leuthner >

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