14. Oktober 2011 | Fakuma-Vorschau

Gleiten statt ölen und fetten

Barlog Plastics erweitert sein Angebot für Gleitlager. Das bestehende Sortiment tribologisch optimierter PA- und POM-Typen wurde auf mehr als 50 maßgeschneiderte Typen erweitert, neue Typen auf Basis von Hochleistungskunststoffen folgen in Kürze.

Wartungsfreie Gleitlager aus Kunststoff kommen ohne zusätzliche Schmierung aus und werden zunehmend auch in der Industrie und im Fahrzeugbau eingesetzt
Foto: Barlog

Overath (mg) – Schmierstoff- und wartungsfreie Gleitlager aus Kunststoff haben auch die Automobilindustrie erobert. Sie unterstützen die aktuellen Trends Leichtbau, Kostensenkung und Umweltschutz. Studien gehen davon aus, dass etwa die Hälfte aller in Deutschland verwendeten Schmierstoffe für technische Applikationen entweder Böden und Gewässer kontaminieren oder in die Atmosphäre verdunsten. Es ist hier die Rede von 200.000 Tonnen im Jahr.

Öl- und fettfreie Kunststoff- Gleitlager benötigen keine externen Schmierstoffe und schonen dadurch die Umwelt. Die viel geringere Dichte von Kunststoffen im Vergleich zu Metall verschafft, besonders im Fahrzeug- und Flugzeugbau, zudem erhebliche Gewichtsvorteile. Hinzu kommt, dass die Chemikalienbeständigkeit von Kunststoff-Gleitlagern konventionellen Lagern aus Metall häufig überlegen ist und dadurch aufwändiger Oberflächenschutz entfallen kann. Kunststoffe als Gleitlagerwerkstoffe vereinen damit Ökologie und Ökonomie.

Deshalb hat die Barlog plastics GmbH, Overath, ihr Angebot tribologisch optimierter Kunststoff-Lagerwerkstoffe deutlich erweitert. Das bestehende Sortiment an PA- und POM-Typen wurde auf mehr als 50 maßgeschneiderte Typen erweitert, neue Typen auf Basis von Hochleistungskunststoffen folgen in Kürze.

PA- und POM, sowohl unmodifiziert als auch tribologisch optimiert, haben sich seit vielen Jahren in unzähligen Lageranwendungen bewährt. Weiterentwickelte Compoundtechnik bei Additiven und deren Verteilung in der Polymermatrix helfen dem Anwender immer neue, kostengünstige Problemlösungen zu realisieren. So kann z.B. in der Informationstechnik und in der Medizintechnik die Miniaturisierung von Antrieben, Lüftern und Sensoren durch den Einsatz tribologisch optimierter Kunststoffe immer weiter vorangetrieben werden.

Im Maschinen und Anlagenbau, z.B. in den Abfüll- und Verpackungsanlagen der Lebensmittelindustrie, sorgen wartungsfreie, trocken laufende Gleitlager aus maßgeschneiderten Kunststoffen auch bei hohen Belastungen für Qualität und Langlebigkeit der Maschinen und helfen nebenbei auch noch, die Lärmbelastung zu reduzieren.

Toleranzausgleich ist ein wichtiges Stichwort in Automobilanwendungen. Lagerungen z.B. im Bereich Pedalwerke, Lenkung, Schiebetüren und Sitzverstellungen seien hier stellvertretend genannt.

Da das Verhalten von tribologischen Systemen nicht nur vom eingesetzten Werkstoff, sondern besonders von Belastung, Gleitgeschwindigkeit, Temperatur und Oberflächenstruktur abhängt, baut Barlog plastics neben dem Werkstoffsortiment auch seine Prüfkompetenz aus und bietet durchgängige Anwendungsentwicklung vom Entwurf über spritzgegossene Prototypen bis zur Vorserienfertigung. Barlog plastics liefert dabei Prototypen und Kleinserien innerhalb drei bis vier Wochen und hat sich für die nahe Zukunft ehrgeizige Ziele gesteckt: der Kunde soll, ausgehend vom eigenen 3D-Datensatz, innerhalb von nur zwei Wochen fertige Gleitlager-Prototypen in der Hand halten können.

Barlog Plastics

Halle A3, Stand 3209




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