In diesen Tagen „verwerten“ die Redaktionen das von der ausstellenden Industrie gelieferte Pressematerial zur K-Messe 2010. Überall beginnt die Zeit der K-Vorberichterstattung. Eines fällt auf: Die Industrie zeigt sich noch sehr zurückhaltend, was echte Novitäten anbetrifft.
Allerorts herrscht Verwunderung über die unerwartet gute Entwicklung der deutschen Wirtschaft und insbesondere auch der Kunststoffindustrie – wenige Wochen vor der K-Messe. Wer derzeit als Redakteur mit Industrievertretern spricht, hört immer wieder, dass sich die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum enorm verbessert hat.
Dass sich Unternehmen in Deutschland nicht auf Zusagen der Bundesregierung verlassen können, zeigt der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums, die Industrie durch höhere Energiesteuern stärker zu belasten: Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland sollen ab 2011 höhere Energiesteuern zahlen.
Ein Aufreger, der rein gar nichts mit dem Sommerloch zu tun hat: Die deutsche Industrie beklagt die zusehends schwierigere Versorgung mit Rohstoffen. Starke Preisschwankungen und der härtere Wettbewerb um die knappen Ressourcen der Lieferanten machen den Unternehmen zu schaffen.
Langsam normalisiert sich die Reisetätigkeit wieder. Die vielen Pressetermine im Vorfeld der K-Messe sind bravourös absolviert. Gott sei Dank, dass das K-Team mittlerweile acht kompetente Redakteure zählt, denn alle haben eine Menge Informationen von ihren Terminen mitgebracht.
Dieser Tage tourt die Fachjournaille im Zeichen der K-Messe quer durch Europa. Linz, Amsterdam, Zürich und Leverkusen sind abgehakt. Weitere Stationensind noch anzupeilen. Wie bereits 2007 treiben die Unternehmen erheblichen Aufwand, um den Fachjournalisten eine Menge Informationen an die Hand zu geben.
Mit dem einprägsamen Satz „Deutschland schläft, Europa erwacht und Asien boomt“ skizzierte Ulrich Reifenhäuser wohl am treffendsten die aktuelle Situation während der Jahrestagung des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen in Mainz.
Auch die deutschen Kunststofferzeuger mussten im Jahr 2009 kräftig Federn lassen. Die Gesamtbilanz fällt ernüchternd aus. Was zwei Ölkrisen nicht gelungen ist, hat diese Weltwirtschaftskrise geschafft: Die Aufwärtskurve der Kunststoffproduktion hat eine deutliche Delle bekommen. Die Produktion ging um 15% auf nur noch 17 Mio t. zurück, und der Umsatz brach mit 17,5 Mrd. EUR stark ein.
Langsam kommt eine Aufwärtsbewegung in die Branche. Erste deutliche Anzeichen einer spürbaren konjunkturellen Belebung lassen sich an Quartalsergebnissen der letzten Tage festmachen. So meldete die BASF als Rohstoff-Trendsetter für das erste Quartal 2010 wieder bessere Geschäfte.
Das deutsche Hochschulsystem ist im Umbruch. Wettbewerb, Internationalisierung, europäische Integration, Privatisierungstendenzen oder knappe Mittel: Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen gewinnen an Autonomie und stehen zugleich vor vielfältigen Herausforderungen. Verantwortlich für diesen Wandel sind in erster Linie die Umsetzung des „Bologna-Prozesses“ der EU sowie die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern.
„Voraussagen sind besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen“, dieses Zitat kennen wir alle. Nach den letzten drei Jahren mit Boom, Krise und Aufbruch betrachten wir alle Prognosen skeptischer als je zuvor...
Der Konjunkturrückgang der vergangenen Monate hat offenbar zu einer stärkeren Bindung zwischen Unternehmen und ihren Angestellten geführt. So sollen heute rd. 23% der deutschen Arbeitnehmer gegenüber ihrem Arbeitgeber loyaler sein als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Der 34. Internationale VDI-Kongress „Kunststoffe im Automobil“ darf mit Spannung erwartet werden. Einerseits haben die Automobilisten und ihre Zulieferer nach der Krise noch nicht wieder richtig Fahrt aufnehmen können. Andererseits tritt der VDI in Mannheim erstmals mit einer neuen Crew an...
Es ist wieder K-Jahr, und für alle Beteiligten gilt es schon jetzt die Ärmel hochzukrempeln, um für sich den größtmöglichen Nutzen aus dieser alle drei Jahre stattfindenden Weltleitmesse für Kunststoff und Kautschuk zu generieren. Und so wie die gesamte Branche wünschen sich auch die Kunststoff-Publikationen eine spürbare Belebung ihres Geschäfts....
Nicht nur die deutsche Medizintechnik erweist sich als besonders krisenfest. Auch die Spielzeughersteller – sofern sie Qualität und langlebigen Spielwert bieten – waren angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des abgelaufen Jahres mit den Geschäften in 2009 noch zufrieden.
Während aus deutschen Landen die ersten beunruhigenden Branchenmeldungen eintreffen, marschieren die Chinesen weiter an vorderster Front, wie auch der Aufmacher der K-ZEITUNG zeigt. So wird der Markt für Primärkunststoffe 2009 in der VR China um knapp 12% auf 35 Mio. t gewachsen sein. Und auch der größte chinesische Spritzgießmaschinenbauer Haitian meldet mit einem Umsatz von 360 Mio. EUR ein mehr als passables Ergebnis für das Krisenjahr 2009.
Im Dezember 2009 fällt der letzte Kommentar des Jahres besonders schwer. Die zurückliegenden zwölf Monate aus Sicht der Kunststoffindustrie aufzuarbeiten, ohne über Werkschließungen, Konkurse, Kapazitätsabbau, Kurzarbeit, Entlassungen und Rabattschlachten zu berichten, wäre nur die halbe Wahrheit.
Nun ist es offiziell: Die NPE – größte Kunststoffmesse in den USA – wird künftig nicht mehr in Chicago sondern, wie jetzt der US-Kunststoffverband SPI meldet, Anfang April 2012 im Orange County Convention Center von Orlando in Florida veranstaltet. Auch für 2015 haben sich die Verantwortlichen bereits auf Orlando festgelegt.
Die 16. EuroMold, Weltmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung, die vom 2. bis 5. Dezember in Frankfurt veranstaltet wird, hat auch in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten nichts von ihrer Bedeutung und Anziehungskraft für die relevanten Ausstellergruppen verloren. Ähnlich wie bei der Fakuma beträgt der Rückgang bei den ausstellenden Firmen knapp 11% gegenüber dem Vorjahr. Und die 1.350 Ausstellerunternehmen hoffen, dass die EuroMold letztlich auch positive Signale für den Verlauf des Jahres 2010 aufzeigt.
Die 20. Fakuma ist Geschichte. Was bleibt, stimmt in diesen Tagen ein wenig hoffnungsfroh. Vor dem Branchentreff am Bodensee hatten wir die bange Frage gestellt, wohin die Reise die Kunststoffindustrie noch führt. Gibt es Anzeichen, die ein Ende der Talfahrt signalisieren? Mehr noch: War während der Messetage ein spürbarer Richtungswechsel auszumachen? Fasst man die Gespräche während und kurz nach den Messetagen zusammen, bleiben unterm Strich mehr positive als negative Reaktionen der über 1.000 Aussteller und der 37.000 Fachbesucher.
Es sind widersprüchliche Aussagen, die momentan über die Kreditvergabe an Unternehmen in bundesdeutschen Landen kursieren. So ist sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sicher, dass vor allem mittelständische Firmen kaum noch Kredite von den Banken bekommen. Stimmt nicht, heißt es aus der Politik. In Deutschland gebe es keine flächendeckende Kreditklemme, tönte noch kürzlich Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Und die Deutsche Bundesbank sieht keine Anzeichen dafür.
In wenigen Tagen pilgert die Kunststoffindustrie wieder nach Friedrichshafen, wie in allen K-freien Jahren. In diesem wirtschaftlich besonders schwierigen Jahr erwarten Aussteller und Besucher vom traditionellen Branchenevent im Dreiländereck nicht nur einen fundierten Überblick über das aktuelle Angebot des Kunststoffmarkts, sondern auch belebende Impulse für die Geschäftstätigkeit.
Wissenschaft, Forschung und Technologie werden offenbar in der nächsten Legislaturperiode kaum eine Rolle spielen, oder? Dies beklagt jetzt jedenfalls die Fraunhofer-Gesellschaft in einer Presseinformation...
Einerseits gibt es bei einem derzeitigen Anmeldestand von 1.420 Unternehmen aus dem In- und Ausland noch ausreichend Platz (fast eine dreiviertel Messehalle) auf dem schönen Ausstellungsgelände. Andererseits bangen die erfolgsverwöhnten Schall-Messeprofis, ob sie letztlich in diesen Zeiten auch ausreichend Fachbesucher für die 20. Fakuma mobilisieren können...
Unter Marktbeobachtern scheint es eine klare Sache: Das Ende der weltweiten Wirtschaftskrise wird von China ausgehen. Dies belegen auch aktuelle Zahlen des chinesischen Verbands der Kunststoffindustrie CPPIA, wonach der Industriemotor nur kurze Zeit stotterte und schon wieder für das zweite Halbjahr zweistellige Zuwachsraten verspricht. So eröffnen sich für deutsche Partnerunternehmen wieder Chancen.
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In diesen Tagen „verwerten“ die Redaktionen das von der ausstellenden Industrie gelieferte Pressematerial zur K-Messe 2010. Überall beginnt die Zeit der K-Vorberichterstattung. Eines fällt auf: Die Industrie zeigt sich noch sehr zurückhaltend, was echte Novitäten anbetrifft.
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