02. Februar 2012 | Branche

Italien: Große Chancen für Biokunststoff

Ein neues Dekret in Italien soll das Verbot von PE-Tragetaschen durchsetzen. Damit bietet der italienische Markt große Chancen für kompostierbare Kunststoffe nach EN 1342.

Rom/Italien, El Segundo/Kalifornien (mg) – Cereplast, Inc. ein führender Hersteller von biobasierten Kunststoffen in Kalifornien/USA, gab in einer Pressemiteilung bekannt, dass in Italien Biokunststoffe stärkere Wachstumsraten aufweisen werden als bislang prognostiziert. Hintergrund sei ein Dekret, dass Ministerpräsident Mario Monti am 25. Januar 2012 unterzeichnete. Das Dekret setzt ein Verbot von Tragetaschen aus Polyethylen um, das das italienische Parlament im Dezember 2010 per Gesetz beschlossen hatte.

Strafgebühren bis zu 25.000 EUR

Die Biokunststoff-Industrie wartet gespannt auf die konkrete Umsetzung und Durchsetzung des Gesetzes per Dekret und darf sich nun freuen: Unternehmen, die gegen das Verbot von PE-Tragetaschen verstoßen, müssen mit kostspieligen Sanktionen rechnen: Die Strafgebühr pro Verstoß beträgt mindestens 2.500 EUR und kann bis 25.000 EUR reichen.

Frederic Scheer, Vorsitzender und CEO von Cereplast, kommentierte: "Dieses Dekret ist ein bedeutender Schritt nach vorn für die gesamte Biokunststoffbranche. Die italienische Regierung hat endlich begonnen, Alternativen zu Erdöl-basierten Kunststoffen rigoros durchzusetzen. Cereplast ist eines der wenigen Unternehmen innerhalb der Biokunststoff-Industrie, das die Standards für die Kompostierbarkeit von Kunststoffen nach EN 13432 erfüllt. Wir schätzen die italienische Nachfrage nach Polyethylen auf 250.000 Tonnen pro Jahr. Nur wenige Unternehmen verfügen über die Technik, um diesen Markt mit Alternativen aus Biokunststoff im Sinne des Dekrets zu bedienen."

Das Dekret wurde als "außerordentliche und dringende Maßnahmen für die Umwelt" am 25. Januar 2012 ausgestellt und verlangt eine Kompostierbarkeit der Tragetaschen nach EN 13432. Cereplast bietet nach eigenen Angaben kompostierbare Kunststoffe an, die alle strengen Standards der Kompostierbarkeit in den Vereinigten Staaten (ASTM 6400) und in Europa (EN 13432) erfüllen. Zusätzlich hat Cereplast kürzlich mitgeteilt, für mehrere Blasfolien-Kunststoffe das DIN-Certco Zertifikat erhalten zu haben. Dieses Zertifikat beinhaltet auch alle neuen italienischen Normen.

Cereplast entwickelt und fertigt eigene biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe, die als Ersatz für herkömmliche Kunststoffe in allen wichtigen Verarbeitungsprozessen wie Spritzgießen, Thermoformen, Blasformen und Extrusion eingesetzt werden können. Dabei sind die Preise laut Cereplast wettbewerbsfähig mit denen traditioneller Kunststoffe.


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