23. Januar 2012 | Branche

IK warnt vor Risiken bei der Energiewende

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen bezeichnet die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende als hektisch und fordert, dass Energie sicher und bezahlbar bleiben muss.

„Mit der überzogenen Förderung der Fotovoltaik muss Schluss gemacht werden“, so IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn
Foto: IWR Pressedienst

Bad Homburg (mg) – Die meist mittelständischen Unternehmen der Kunststoffverpackungsindustrie befürworten einen Ausbau der erneuerbaren Energien. Allerdings zeichnen sich bei der von der Bundesregierung hektisch eingeleiteten Energiewende ihrer Meinung nach erhebliche Risiken ab.

Experten gehen davon aus, dass die Umlage für Ökostrom von derzeit 3,5 Cent/kWh im nächsten Jahr auf 4,5 Cent/kWh steigen wird. Schon der jetzige Beitrag sei im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ein eindeutiger Wettbewerbsnachteil, meinen die deutschen Unternehmen der Kunststoffverpackungsindustrie.

IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn fordert deshalb eine Garantie der Bundesregierung, eine weitere Erhöhung des Förderbeitrages auszuschließen. Notfalls müssten die Beschlüsse entsprechend nachgebessert werden, insbesondere auch bei der Menge des subventionierten Stroms. „Dabei muss endlich mit der überzogenen Förderung der Fotovoltaik Schluss gemacht werden“, so Ulf Kelterborn.

Sorgen bereitet vielen IK-Mitgliedern auch die Gefahr von Stromausfällen und Spannungsschwankungen, die sich durch das Abschalten von Kraftwerken erheblich erhöht hat. Dies würde unabsehbare finanzielle Schäden für die Industrie nach sich ziehen. Noch besteht aus Sicht des Verbandes eine große Chance, planungssichere und ökonomisch vertretbare Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu schaffen. Die Berücksichtigung marktwirtschaftlicher Prinzipien sei dabei zwingend notwendig.


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