15. Dezember 2009 | Branche

Borealis plant weitere Großinvestition

75 Mio. EUR sind für eine Forschungs- und Produktionsanlage für neue   Katalysatoren vorgesehen. Borealis hatte bereits 50 Mio. EUR in den Aufbau eines neuen Innovation Headquarters in Linz investiert.

Josef Pühringer, Landeshauptmann Oberösterreich, und Gerhard Roiss, Generaldirektor Stv. der OMV und Borealis Aufsichtsrats-Vorsitzender, machen sich für den Kunststoffstandort Oberösterreich stark
Foto: Borealis

Linz, Österreich (P) - Nach der in diesem Jahr abgeschlossenen 50 Mio. EUR Investition für den Aufbau eines internationalen Forschungszentrums plant die Borealis AG nun eine weitere Großinvestition am Stammsitz Linz. 75 Mio. EUR sind für die Errichtung einer semi-kommerziell betriebenen Anlage zur Entwicklung und Herstellung neuer Katalysatoren für die Polymerindustrie vorgesehen. Mit der Investition setzt das Unternehmen auch ein klares Zeichen für den Kunststoffstandort Oberösterreich. 

Katalysatoren werden für den Aufbau molekularer Ketten während der PE- und PP-Herstellung benötigt und beeinflussen dadurch entscheidend die Auslegung der finalen Produkteigenschaften. Borealis hat nach eigener Aussage eine revolutionär neue, patentierte Technologie zur Katalysatorenherstellung entwickelt und wird diese im neuen Forschungszentrum in Linz zum Einsatz bringen. Das Unternehmen wird dabei eng mit der neuen, kürzlich in Betrieb genommenen Borstar-Pilotanlage in Schwechat zusammenarbeiten. Weitere Forschung und Entwicklung soll im Innovation Centre in Porvoo, Finnland, stattfinden.

Parallel zur geplanten Investition bei Borealis kündigt die Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz die Einrichtung eines eigenen Zentrums für Katalysatoren und Verfahrenstechnik an. Die JKU bietet seit dem Wintersemester 2009/10 den neuen Studiengang Kunststofftechnik und erhält dabei unter anderem Unterstützung durch Borealis.


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