02. Dezember 2009 | Branche

Deutscher Markt für Kunststofffenster im Plus

Während in Europa in diesem Jahr 26 Millionen Fenstereinheiten weniger abgesetzt wurden, hat der markt in deutschland um 1,8% zugelegt. Dies wurde auf der Herbsttagung der Kunststofffenster-Fachgruppe des Verbandes proK bekannt.

Frankfurt/M. (T) - Im Gegensatz zum deutschen Fenstermarkt, der 2009 ein Plus von 1,8% verzeichnet, wird für den europäischen Markt ein Rückgang von rund 16% erwartet. Dies bedeutet nach dem stetigen Wachstum der vergangenen Jahre einen Einbruch von 161 Millionen verkauften Fenstereinheiten in 2008 auf 135 Millionen Einheiten in 2009. Trotz der rückläufigen Marktentwicklung habe das Kunststofffenster aber seine Marktanteile ausweiten können, betonte Ralf Olsen, Geschäftsführer des pro-K Industrieverbandes für Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., auf der Herbsttagung der Fachgruppe Kunststofffenstersysteme, die kürzlich bei der Firma Leitz GmbH & Co. KG in Oberkochen stattfand. „Vor allem im immer bedeutender werdenden Bereich der energetischen Sanierung werden Kunststofffenster stark nachgefragt. Gerade der ost-europäische Modernisierungsmarkt birgt dabei ein enormes Potential“, erklärte Olsen.

Um seine Spitzenposition auf dem Fenstermarkt auch in Zukunft behaupten zu können, müsse das Kunststofffenster den wachsenden Anforderungen an Bauelemente gerecht werden, hieß es in Oberkochen. Insbesondere die richtige Werkzeugwahl für die Kunststofffensterbearbeitung sei dabei für eine wirtschaftliche Fertigung bedeutend. „Der Einsatz von modernen und passgenauen Werkzeugen steigert die Produktivität des Herstellungsprozesses entscheidend. Dies ermöglicht in vielen Fällen eine Kosteneinsparung von bis zu 15 Prozent“, bestätigt Leitz-Marketingleiter Franz Greisinger. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Produktion von vielfältigen und kundenspezifischen Lösungen bei der Holz-, Holzwerkstoff- und Kunststoffbearbeitung spezialisiert und bietet diese auf allen fünf Kontinenten an. Dabei kommt dem Tochterunternehmen Wigo Werkzeug GmbH in Oberkochen eine besondere Rolle zu: Wigo ist der Problemlöser für alle Fragen der zerspanenden Bearbeitung von Kunststoffen, mineralischen Werkstoffen, NE-Metallen und Verbundstoffen.

In weiteren Vorträgen auf der Herbsttagung informierten Ulrike Grawe von European PVC Window Profile and Related Building Products Association (EPPA) unter anderem über den Fortgang der European Product Declaration, Dr. Michael Schille von Akdeniz Kimya Austria über Ursachen und die Analyse von Stippenbildung sowie Stefan Funk von GSB International über Normen und Prüfungen der Qualität von Oberflächen. Die Frühjahrstagung der Fachgruppe ist für den 26. und 27. April 2010 bei der phi Technik für Fenster und Türen GmbH in Markt Erlbach geplant.


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