Stuttgart (gr) - 2009 zeichnet die AVK insgesamt fünf Preisträger in vier Kategorien aus. In der Kategorie Industrie teilt sich BMW den ersten Platz mit einer Volkswagen-Anwendung unter Mitwirkung der TU Dresden.
Einen ersten Schritt in Richtung Kunststoff-Bauteile im Fahrwerk geht BMW mit einem Kunststoff-Getriebequerträger, wie Dipl.-Ing. Peter Galitz als Abteilungsleiter Federung/ Dämpfung betont. Dies ist ein Strukturbauteil zur Aggregate-Lagerung, das im Spritzgießverfahren hergestellt wird. Neben der Funktion als Getriebelager trägt der Kunststoff-Getriebequerträger zur Gesamtfahrzeug-Steifigkeit bei, nimmt im Crash-Fall Kräfte auf und dient dabei zur Kraftübertragung.
BMW hat untersucht, ob der Getriebequerträger aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt werden kann, um Gewicht zu reduzieren. Neben Versuchen an Komponenten-Prüfständen wurden Bauteilprüfungen am Gesamtfahrzeug vorgenommen, wie z. B. Gesamtfahrzeugcrash, dynamische Korrosionsprüfung sowie eine Dauererprobung. Die Akustik wurde durch geometrische Änderungen verbessert. Bauraum und Befestigungskonzept sind identisch mit dem bisher eingesetzten Aluminium-Druckguss-Bauteil.
Wesentliche Punkte in der Entwicklung war die Gewichtsreduzierung um etwa 1 kg, die mechanischen Eigenschaften bei hohen Temperaturen, ein günstiges akustisches Verhalten und die Integration in den bestehenden Bauraum. Der Kunststoff-Getriebequerträger ist beim neuen 5er GT bereits im Serieneinsatz. In weiteren Fahrzeugen ist die Verwendung geplant.
Volkswagen und das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik, Technische Universität Dresden erhalten den Preis für die Entwicklung „Thermoplastischer Hybridstrukturen“. Das sind Strukturbauteile aus Kunststoff, die in den stark beanspruchten Bereichen mit örtlichen, textilen Inserts verstärkt werden. Dank dieser Mischbauweise können hoch belastete, metallische Strukturbauteile durch leichtere Kunststoffbauteile ersetzen werden.
Die neu entwickelte VW-Sitzschale wurde mit einer innovativen Fertigungsvariante hergestellt, die das wirtschaftliche Pressen von Langfaserverstärkten Thermoplasten mit neuartigen Endlosfaser-verstärkten Inserts kombiniert. Die Schale erfüllt die mechanischen Lastenheft-Anforderungen und ermöglicht eine erhebliche Gewichtsreduktion von 45% gegenüber konventionellen Sitzschalen in Stahlbauweise.
Den Hochschulpreis errang das Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen (IKV) mit seiner Entwicklung zur automatisierten und großserientauglichen Fertigung endlosfaserverstärkter Kunststoffbauteile mithilfe des Spaltimprägnierverfahrens. In der Kategorie Umwelt überzeugte der Werkstoffhersteller DSM mit Aluminium-ersetzenden Luftfrachtcontainern aus Komposit-Paneelen – kostenneutral produzierbar mit 50% Gewichtersparnis bei dreifacher Schadenstoleranz. Einen Sonderpreis vergibt die AVK für das Splash Car, ein geländegängiges und schwimmfähiges Freizeit-Elektrofahrzeug der CPM Composite Products Mücke.
Ihr direkter Kontakt zur Redaktion

Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.
Newsletter-Profil bearbeiten oder Newsletter kündigen
Themenschwerpunkte:
Elastomerverarbeitung
Verpackung
Extrusionstechnik
PET-Systeme
Themenschwerpunkte:
Flüssigsilikon: Anspruchsvolle Teile aus glasklaren Typen
2K-Verfahren: Mediendichtes Kabel-Umspritzen
Qualitätssicherung: Sensoren für Werkzeuginnendruck
Heißkanal: Mikrospritzgießen voll ausbalanciert
Die aktuellen News von K-ZEITUNG.de gibt es jetzt auch als RSS-Feed. Selbst wenn Sie einmal nicht auf K-ZEITUNG.de online sind, entgeht Ihnen keine Nachricht mehr. Sobald ein neuer Artikel auf K-ZEITUNG.de veröffentlicht wird, erscheint er im RSS-Feed. Den RSS-Feed zu abonnieren ist ganz einfach und natürlich kostenlos.
Weitere Informationen zum RSS-Feed
RSS-Feed direkt abonnieren
Die elektronische Version der K-ZEITUNG steht unseren Abonnenten im Rahmen ihres Abos zur Verfügung als PDF-Version und als neue lesefreundliche Pageflip-Version zur Verfügung. Lernen Sie es jetzt kennen und entdecken Sie die Vorteile: