23. Oktober 2009 | Branche

Kunststoff unter Strom

Kunststoff und Elektrizität hat die neue Wanderausstellung des Kunststoff-Museums Vereins zum Thema. Ab 30. Oktober macht sie im Airport Düsseldorf Station.

Große Werbeplakate - hier in der Kaiserswerther Straße - in Düsseldorf kündigen die Schau bereits an
Große Werbeplakate - hier in der Kaiserswerther Straße - in Düsseldorf kündigen die Schau bereits an
Foto: Kunststoff- Museums-Verein

Düsseldorf (T) – Am 30. Oktober 2009 eröffnet das Deutsche Kunststoff-Museum seine neue Wanderausstellung „Unter Strom – Kunststoffe und Elektrizität“ im Flughafen Düsseldorf. Dort wird sie bis zum 25. November im Abflugterminal, Abschnitt C zu sehen sein. Das Abflugterminal steht Fluggästen und Besuchern täglich offen. Zwischen 9 und 21 Uhr steht Personal des Kunststoff-Museums-Verein für Informationen und Fragen zur Verfügung.

Vor hundert Jahren erfand Henri Baekeland ein künstliches Harz aus Phenol-Formaldehyd – nach ihm Bakelit genannt – das unter Hitze und Druck formbar war. Damit begann nicht nur das Zeitalter der vollsynthetischen Kunststoffe. Bakelit war ein Werkstoff, der eigens für die Erfordernisse der ebenfalls noch in den Kinderschuhen steckenden Elektroindustrie gemacht schien: leicht formbar, stabil und vor allem keinen Strom leitend. Ob Gehäuse, Schalter oder Steckverbindung: Bakelit war bald als Isolationsmaterial unentbehrlich.

In fünf Stationen zeichnet die Ausstellung des Deutschen-Kunststoff-Museums die Geschichte und Gegenwart von Kunststoffen und Elektrizität nach: von den ersten noch zaghaften Anfängen bei Stromerzeugung und –transport bis zur Welt der Information und Kommunikation. Immer kleinere und leistungsfähigere Geräte wie Mobiltelefone und immer schnellere Datenübertragung waren nur mit immer neuen Kunststoffen zu realisieren. Und wir sind hier noch nicht am Ende der Entwicklung.

Handy-Computer mit ausschwenkbarer Tastatur, Bundesrepublik Deutschland, Siemens 2004, Blend aus Acrylnitril-Butadien-Styrol und Polycarbonat
Unterwasser-Telefonkabel, Bundesrepublik Deutschland, Borealis GmbH 1973, Isolationsschichten aus verschiedenen Kunststoffen
Frühe Beispiele von Anwendungen aus Bakelit in der Ausstellung
Fotos: Kunststoff-Museums-Verein

Neben historischen Produkten aus der umfangreichen Sammlung des Kunststoff-Museums-Vereins gibt es Informationen zu neuesten Erfindungen im Bereich moderner Anwendungen und interaktive Elemente, bei denen der Besucher seine Kenntnisse zum Thema weiter vertiefen kann.

Wie ihre Vorgänger „Die Kunststoff-Macher“ und „Wir packen es! Transportieren, Schützen und Werben mit Kunststoffen“, die mit Partnern und Sponsoren vor Ort in verschiedenen deutschen Städten gastieren, soll auch die neue Wanderausstellung auf Tour durch die Republik gehen.

„Mit ‚Unter Strom’ ist es uns gelungen, wieder eine attraktive Schau zu gestalten, die auch Laien das Thema Kunststoffe näher bringt. Ein Traum wäre es, wenn wir auch andere internationale Flughäfen als Partner für unser Ausstellungsprojekt gewinnen könnten,“ sagte Ingo Lentz, Geschäftsführer des Kunststoff-Museums-Vereins.


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Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.

Hier lesen Sie das Editorial von Roman Leuthner >

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