01. August 2011 | Branche, Aufbereiten / Recyceln

Aktiv gegen Kunststoffmüll im Meer

MTM Plastics und Cyclos beteiligen sich an der europäischen Initiative Waste Free Oceans, die kürzlich von EuPR und EuPC ins Leben gerufen wurde.

Niedergebra/Osnabrück (K) - Die in Niedergebra ansässige MTM Plastics GmbH, einer der großen Kunststoffrecycler Europas, beteiligt sich am Kampf gegen Kunststoffabfälle im Meer. Im Rahmen des europäischen Projekts Waste Free Ocean“, das die europäischen Verbände EuPC (European Plastics Converters) und EuPR (European Plastics Recyclers), beide Brüssel, kürzlich gemeinsam mit Industrieunternehmen an den Start brachten, übernimmt MTM aus dem Meer gefischte Kunststoffabfälle. In der Anlage in Niedergebra wird dann in Zusammenarbeit mit der Cyclos GmbH aus Osnabrück untersucht, wie die Kunststoffe sinnvoll werkstofflich oder energetisch verwertet werden können. „Wir wollen im Kampf gegen die Vermüllung der Meere nicht tatenlos daneben stehen, sondern mit unserem speziellen Know-how in der Verwertung vermischter und verschmutzter Kunststoffe einen aktiven Beitrag leisten“, begründen Michael Scriba, MTM-Geschäftsführer und Cyclos-Geschäftsführerin Gunda Rachut ihr Engagement.

Waste Free Oceans ist eine von Industrieunternehmen getragene Initiative. Auch die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung, Frankfurt, ein Zusammenschluss deutscher Kunststofferzeuger, -verarbeiter und -maschinenhersteller, zählt zu ihren Förderern. Offiziell gestartet wurde die Initiative von EuPC und EuPR am 20. Mai 2011. Die von der EU unterstützte Initiative zielt darauf ab, gemeinsam mit Fischern die an europäischen Küsten herumtreibenden Abfälle zu verringern. Mit spezieller Technik ausgestattete Fischerboote sollen den Müll einsammeln und wieder an Land bringen, wo er möglichst verwertet werden soll. Einige europäische Unternehmen haben sich ebenso wie MTM Plastics dazu bereit erklärt, entsprechende Versuche zu unternehmen. Cyclos stellt den Kontakt zu den Fischereipartnern her und begleitet den Mengenstromnachweis des Materials von der Bereitstellung im Hafen bis zur Verwertungsanlage.

„Die herausgefischten Abfälle zu verwerten, ist nur einer von vielen Beiträgen im Kampf gegen die Vermüllung der Meere, den wir gern leisten. Daneben müssen aber vor allem vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Die hierzu notwendigen Kenntnisse über die Herkunft der Abfälle wird Cyclos durch Untersuchungen der angelieferten Abfälle herausarbeiten. Darüber hinaus werden aber dringend Anti-Littering-Kampagnen, die Verbraucher über die Folgen nachlässigen Umgangs mit Abfällen aufklären sowie bessere Entsorgungsmöglichkeiten in den Häfen benötigt, damit Abfälle erst gar nicht ins Meer gelangen“, fordert Scriba.

 


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Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.

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