Kuka und Rampf feiern zehnjährige Partnerschaft

Dosieranlagen mit integrierter Automation entwickeln Kuka und Rampf seit zehn Jahren gemeinsam - In Zukunft soll der Erfolg auf weitere Branchen übertragen werden, dabei müssen künftige Produktionszellen flexibel auf Losgrößen und Varianten reagieren können.

Die Symbiose: ein Kuka-Roboter mit integriertem Mischsystem von Rampf Dosiertechnik

Augsburg/Zimmern (R) – Seit einem Jahrzehnt bilden die Kuka Roboter GmbH, Augsburg, und die Rampf Dosiertechnik GmbH & Co. KG, Zimmern, eine strategische Partnerschaft und bieten unter dem Begriff „Angepasste Automation“ Dosieranlagen mit integrierter Automation – auch für kleine Losgrößen. „Mit Kuka haben wir etwa 40 Projekte realisiert, schwerpunktmäßig in den Bereichen Elektrotechnik, Automobilbau und Health Care. Und es werden täglich mehr“, erklärt Vertriebs- und Marketingleiter Hartmut.

Sein Unternehmen setzt vor allem beim Kleben und Schäumen von komplexen dreidimensionalen Bauteilen mit Steigungen über 45 °C oder schwer zugänglichen Applikationsstellen auf Automatisierung. Die Experten haben sich über die Jahre hinweg ein umfassendes Know-how in der Programmierung von Robotern angeeignet. Dies geschieht meist im Rahmen von Erstbemusterungen in der Anwendungstechnik bei Rampf. Die Niederdruck-Anlagen des Unternehmens eigenen sich für die verschiedensten ein- und mehrkomponentigen Materialien – ob Silikon, Polyurethan oder Epoxidharz. Das Eigenschaftsspektrum reicht von flüssig, über pastös, bis hochviskos und geschäumt.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten die K-Verarbeitung mit der Automatisierung zu kombinieren. Variante eins: Das Mischsystem wird am Roboter befestigt und bewegt das Mischsystem über das Bauteil. Variante zwei: Der Roboter bewegt das Bauteil unter dem fix stehenden Mischsystem. Je nach Anwendung können auch beide Lösungen parallel zum Einsatz kommen.

Dank der Sechsachs-Konstruktion der Kuka-Roboter lässt sich ein großes Teilespektrum realisieren, auch bei kleinen Losgrößen. Die sechs Achsen ermöglichen aber auch die optimale Abstimmung von Mischsystem und Automatisierung. Der besonders schlanke Mischkopf MS-C mit kurzen Kanülen von Rampf passt sich perfekt der Geometrie des Bauteiles an und ermöglicht damit kürzeste Applikationskanülen. Dies erhöht die Prozesssicherheit und spart Kosten.

„Mit dem Einsatz von Robotern in der Dosiertechnik können bis zu 20 Prozent der Investitionskosten gespart werden im Vergleich zur Automatisierung mit Linearachsen. Außerdem kommen wir durch die perfekte Symbiose von Roboter und Mischsystem sehr nahe an die Störkanten heran“, erläutert Storz. Nach jeder Dosierung wird zusätzlich die Kanüle auf Deformationen hin überprüft. Kurze Taktzeiten, hohe Reproduzierbarkeit und Qualität der Nut sind das Ergebnis der Partnerschaft, die bis zur Serienreife führt.

 „Der Kunststoff ist ausgesprochen facettenreich. Sehr viele Unternehmen der Branche haben ihre Fertigung Jahr für Jahr weiterentwickelt. Unsere Aufgabe ist es die leistungsstarken Systeme zu automatisierten Komplettlösungen zu vernetzen, die sich individuell den Bedürfnissen der Kunden anpassen“, erläutert Rüdiger Sonntag, Key Technoly Manager Plastics bei Kuka. In Zukunft soll der gemeinsame Erfolg auf weitere Branchen übertragen werden.

Künftige Produktionszellen müssen flexibel auf Losgrößen und Varianten reagieren können, mit Soft- anstatt Hardwarekomponenten lassen sich darüber hinaus noch kürzere Taktzeiten erzielen. So kann ein Roboter heute ein Klebe- und Dosiersystem prozesssicher und exakt bewegen und morgen andere Dinge wie das Montieren von Clipsen durchführen. Durch die Flexibilität in Verbindung mit einer Kameralösung können Bauteile in chaotischer Reihenfolge per Bandsystem zugeführt und bearbeitet werden.


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