26. November 2009 | Branche, Halbzeuge

„DIK ist Nummer 1 bei Kautschuk-Grundlagenforschung“

Festakt im würdigen Alten Rathaus in Hannover: Das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie (DIK), das bei Innovationen für diese Branche weltweit die erste Geige spielt,  feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Mit dabei viele Gäste aus der Politik, Wissenschaft  und Verbänden.

Prof. Dr. Robert Schuster, geschäftsführender DIK-Vorstand
Prof. Dr. Robert Schuster, geschäftsführender DIK-Vorstand, eröffnete am 18. November die Feierlichkeiten, Fotos: DIK.

25. November 2009 – Hannover (H) Dass es ohne den Werkstoff Kautschuk in vielen Industriesegmenten nicht geht, stellt das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie seit nunmehr 25 Jahren ständig unter Beweis. In dieser Forschungsschmiede in Hannover wurden und werden auch weiterhin neue Verfahren und Produkte für die Kautschukwelt entwickelt. „Dabei nimmt unser Institut weltweit eine Spitzenstellung ein“, erklärte nicht ohne Stolz Institutsleiter Prof. Dr. Robert Schuster, einer der Väter dieses Erfolgs. Über 200 renommierte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Instituten machten am 18. November die Feierstunde  zum 25-jährigen Jubiläum zu einem illustren Ereignis.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode
Für Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode ist das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie eine bedeutende Größe in der Kautschukwelt.

„Unser DIK ist ein unverzichtbares Baustein der Kautschukbranche“, unterstrich Prof. Dr. Schuster weiter. Auch der neue Wirtschaftsminister Jörg Bode von der FDP ließ es sich nicht nehmen, die Bedeutung des Instituts für die Kautschukindustrie, das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover hervorzuheben. „International genießt das DIK  einen sehr guten Ruf als Forschungseinrichtung, die darüber hinaus jedoch auch enorm wichtig als Impulsgeber von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen ist“, erklärte der Minister in seiner Festrede. Immer wieder betonten alle Gastrednern das hohe Forschungsengagement dieses außeruniversitären Institutes sowie die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Vorbildcharakter habe dabei, da waren sich alle einig, die Erfindung eines eigenen Studienganges in Kooperation mit dem Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie und der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, in dem die europäische Kautschukexperten von morgen ausgebildet werden.

Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden bei der der DIK-Feier
Über 200 Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden fanden sich zum Festakt im Alten Rathaus in Hannover ein.

Gestärkt aus der Krise

Dr. Sven Vogt vom Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie  (ADK) wagte eine Prognose zur momentanen Finanz- und Wirtschaftskrise, in der er der Kautschukbranche nicht zuletzt wegen der optimalen Forschungsarbeit sehr gute  Aussichten bescheinigte, aus der Krise sogar gestärkt hervorzugehen. Prof. Schuster erklärte dazu, dass die Fördermittel für die Grundlagenforschung gut angelegt sind und sich auch auszahlen würden. Immerhin weise das DIK seit 17 Jahren eine positive Bilanz aus. Zum Erfolg des Kautschukinstitutes trage nach Aussage von Dr. Sven Vogt neben den Forschungsmitteln des Landes Niedersachsen und der Unterstützung der Stadt Hannover auch die moderne Forschungsstätte bei. Weitere Erfolgsfaktoren sind auch Kooperationen mit der Leibniz Universität Hannover sowie mit Unternehmen wie der Conti, der Laser Zentrum in Garbesen und demnächst auch dem Solar-Institut in Hameln.

Moderator Werner Fricke vom ADK diskutierte u.a mit angehenden Doktoranden über die Aus- und Weiterbildung von Kautschukfachleuten
Der Moderator Werner Fricke vom ADK diskutierte unter dem Stichwort „DIK – Zurück in die Zukunft“ u.a .mit angehenden Doktoranden über die Aus- und Weiterbildung von Kautschukfachleuten.

Ohne Kautschuk geht es nicht

Nicht genug der Ehrengäste: Dipl.-Kaufm. Jürgen Gunther, der Vorsitzende der Deutschen Kautschukgesellschaft (DKG), sieht in der öffentlichen Wahrnehmung für den Werkstoff Kautschuk durchaus noch erheblichen Nachholbedarf. Zwar genieße der Jubilar DIK in der Branche einen exzellenten Ruf, aber die Kautschukindustrie generell friste seiner Meinung nach leider noch ein Schattendasein. „Dies sei unerklärlich wenn man weiß, wo Kautschuk so alles drinsteckt, beispielsweise angefangen bei der Autoindustrie über die Haushaltsgeräteindustrie  bis hin zur Medizintechnik und dem Schiffbau“, so Gunther und fügt an, dass letztlich schließlich kein Motor ohne Kautschuk arbeiten könnte. Auf den Punkt gebracht ist auf Kautschuk nicht zu verzichten, obwohl einschränkend gesagt werden muss, dass dieser Werkstoff nur in seltenen Fällen das Hauptprodukt eines Produktes ausmacht. Im Übrigen vertritt das DKG etwa 100 mittelständisch geprägte Unternehmen mit mehr als 30.000 Mitarbeitern.

Auch Dipl.-Vw. Fritz Katzensteiner, der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands der Deutschen Kautschukindustrie (WDK), der dem DIK schon lange verbunden ist, fand lobende Worte für den Jubilar. „Das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie hat sich in den Jahren nach seiner Gründung stetig weiter entwickelt und war vor allem auch in seiner technischen Ausstattung der Branche immer einen Schritt voraus“, betonte Fritz Katzensteiner.

Zu den  Highlights im Alten Rathaus zählten auch die von Werner Fricke (ADK) moderierten Podiumsdiskussionen, in der u.a. auch mit angehenden Doktoranden über die Aus- und Weiterbildung von Kautschukfachleuten diskutiert wurde.

Prof. Dr. Robert Schuster überreicht symbolisch den Institutsschüssel an seinen designierten Nachfolger Dr. Ulrich Giese.
Prof. Dr. Robert Schuster überreicht symbolisch den Institutsschüssel an seinen designierten Nachfolger Dr. Ulrich Giese.

Weichen für die Zukunft gestellt

In eigener Sache gab Prof. Dr. Schuster schließlich noch eine wichtige Personalie bekannt. So gibt er zum Jahresende nach   17. Jahren als Institutsleiter  das Zepter an seinen Nachfolger Dr. Ulrich Giese weiter. Einen Mann aus den eigenen Reihen, der zur Zeit noch verantwortlich die Abteilung Elastomerchemie führt. Abgerundet wurde der erste Tag durch einen Hobbykünstler aus den eigenen Reihen, der durch  Kunststückchen zu überzeugen wusste.

Am zweiten Tag standen interessante Referate auf der Tagesordnung. So referierte u.a. Dr. Osen vom Freudenberg Forschungsdienst KG über das das Thema „Innovationen mit Kautschuk – vom Leder-Simmering zur Hightech-Dichtung“.

Mehr zur Veranstaltung in der nächsten K-ZEITUNG.

 


Ihr direkter Kontakt zur Redaktion



Anmelden

K-Newsletter

Jeden Dienstag und Freitag die wichtigsten Nachrichten der Woche.
Name   
Vorname   
E-Mail*   
*benötigte Angaben

K-ZEITUNG - Kunststoff und Kautschuk Ausgabe 3/2012

Cover der K-ZEITUNG - Kunststoff und Kautschuk

Themenschwerpunkte:

Kunststoff und Design
Spritzgießtechnik
Materialversorgung
Temperiertechnik
Elastomerverarbeitung
Blasformtechnik

Aktuelle Inhaltsübersicht

K-ePaper

K-Buchshop

K-BERATER Ausgabe 1-2/2012

K-BERATER 1-2/2012

Themenschwerpunkte:

Automation: Einsatz hochintegrierter Fertigungszellen
Cockpit: Edelste Anmutung im Interieur
Kontrolle: Präzise Prozesse durch Inline-Thermografie
SPECIAL Spritzgießmaschinen: Marktübersicht


Aktuelle Inhaltsübersicht

KB-ePaper

Kunststoff-News als RSS-Feed

Kunststoffnews als RSS-Feed

Die aktuellen News von K-ZEITUNG.de gibt es jetzt auch als RSS-Feed. Selbst wenn Sie einmal nicht auf K-ZEITUNG.de online sind, entgeht Ihnen keine Nachricht mehr. Sobald ein neuer Artikel auf K-ZEITUNG.de veröffentlicht wird, erscheint er im RSS-Feed. Den RSS-Feed zu abonnieren ist ganz einfach und natürlich kostenlos.

Weitere Informationen zum RSS-Feed
RSS-Feed direkt abonnieren

K-ePaper - Jetzt auch in neuer lesefreundlicher Version. Seien Sie 3 Monate unser Gast!

Lesen Sie die K-ZEITUNG als K-ePaper

Die elektronische Version der K-ZEITUNG steht unseren Abonnenten im Rahmen ihres Abos zur Verfügung als PDF-Version und als neue lesefreundliche Pageflip-Version zur Verfügung. Lernen Sie es jetzt kennen und entdecken Sie die Vorteile:

  • schneller beim Leser
  • jederzeit und an jedem Ort abrufbar
  • einfach zu lesen
  • interessante Links

Jetzt klicken und testen!

Kennen Sie unsere Messezeitungen?