27. Januar 2012 | Branche

FNR veröffentlicht Jahresbericht 2010/2011

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gibt in ihrem aktuellen Jahresbericht einen Rückblick auf die staatliche Förderung nachwachsender Rohstoffe in Deutschland. Doch bis auf einen Rennwagen spielen Bio-Kunststoffe nur eine untergeordnete Rolle.

Gülzow-Prüzen (mg) – Am 30. Juni 2011 betreute die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) insgesamt 435 laufende Projekte mit einem Gesamt-Fördervolumen von knapp 160 Mio. EUR, gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 38 Projekten oder gut 5,5 Mio. EUR.

Mit rund 43% erhielten Projekte zum Thema Bioenergie den größten Anteil der Fördermittel. Für Vorhaben aus dem chemisch-technischen Bereich wurden 39% aufgewendet. Der Rest entfiel auf sonstige Maßnahmen wie auf Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherinformation.

Energie vor Kunststoff

Der Anbau von Energiepflanzen hat in Deutschland 2011 um rund 130.000 auf insgesamt knapp 2 Mio. ha. zugenommen und liegt damit weit vor dem Anbau zur stofflichen Nutzung (rund 315.000 Ha in 2011). Auch bei der Förderung der FNR spielten Energiepflanzen die wichtigste Rolle: Innerhalb der Bioenergiesparte stellten entsprechende Projekte den größten Anteil – 66% der Fördermittel kam ihnen zu Gute.

Biowerkstoffe wurden dagegen nicht so stark gefördert. Als Projekthöhepunkt im stofflichen Bereich startete das Vorhaben Bioconcept Car III, ein Rennwagen mit Karosserie-Bauteilen aus Biowerkstoffen. Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern soll das neue Auto nun auch dreidimensionale Bauteile wie Spiegel- und Scheinwerfergehäuse aus Bio-Kunststoffen erhalten, die im Spritzgussverfahren herstellbar sind. Die Forschungsergebnisse werden am Ende in einem allgemein zugänglichen Bauteilkatalog veröffentlicht, um Automobilherstellern den Einsatz der biobasierten Materialien zu erleichtern.

Der ausführliche Jahresbericht 2010/2011 ist als Download erhältlich.


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