10. März 2010 | Branche

Neues Oberflächenzentrum eingeweiht

Bei Krauss Maffei sorgen die neue Taktanlage und die neue Kombianlage künftig für kürzere Durchlaufzeiten und eine höhere Qualität.

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (rechts) und Dr. Dietmar Straub, Vorstandsvorsitzender der Krauss Maffei AG, bei der Einweihung des neuen Oberflächenzentrums in München-Allach

München (K) - Am 5. März weihte Krauss Maffei, München, sein neues Oberflächenzentrum in München-Allach ein. „Gerade die deutsche Kunststoffmaschinenindustrie hat die stürmischen Zeiten der Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Deshalb freue ich mich über jedes bayerische Unternehmen, das die Krise als Chance begreift, das nach vorne schaut, modernisiert und investiert. Krauss Maffei ist mit seiner neuen und innovativen Lackieranlage ganz vorne mit dabei,“ betonte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil anlässlich der Einweihungsfeier.

Trotz Wirtschaftskrise investierte der Münchener Maschinenbauer in die neue Anlage im vergangenen Jahr rund 4 Mio. EUR. Der innovative Komplex löst die bisherige Lackieranlage ab. Dr. Dietmar Straub, Vorstandsvorsitzender der Krauss Maffei AG, unterstreicht: „Durch das neue Oberflächenzentrum erreichen wir eine höhere Transparenz für den gesamten Montageablauf und können damit noch effizienter und schneller arbeiten – ein wichtiger Pluspunkt für unsere Kunden. Zudem profitieren auch die Umwelt und unsere Mitarbeiter: Geschlossene Kreisläufe reduzieren den Lackverbrauch und senken die Emissionen nachhaltig – und die neue Anlage setzt zudem Maßstäbe bei Arbeitssicherheit sowie Ergonomie.“

Die Aufgabe der neuen Anlage ist, Maschinen und Anlagenteile mit Hilfe einer intelligenten Taktung individuell zu lackieren und taktgenau an die Montage weiter zu führen. Mit der praxisgerechten Konzeption möchte Krauss Maffei die Durchlaufzeiten verringern und die Qualität erhöhen. Das Oberflächenzentrum besteht aus zwei verschiedenen Anlagenteilen, einer Taktanlage und einer Kombianlage. Die Taktanlage kann Bauteile von bis zu 4 x 3 x 3 m und einem Gewicht von 32 t lackieren. Bei voller Auslastung fördert Krauss Maffei so das Startgewicht eines Airbus-Flugzeuges durch das neue Oberflächenzentrum. Sämtliche Bauteile werden von einem Hängeförderer in die Taktanlage eingebracht.

In der Kombianlage verarbeitet der Maschinenbauer Bauteile von bis zu 12 m und 80 t – Teile also, die aufgrund ihrer Größe in der Taktanlage nicht aufgenommen werden können.

Das neue Oberflächenzentrum wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Krauss Maffei und der Rippert Anlagentechnik GmbH & Co. KG aus Herzebrock-Clarholz/Nordrhein-Westfalen errichtet. Das Anlagenbau-Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern plant, produziert und montiert seit rund 40 Jahren Lackier- und Filteranlagen sowie Industrieventilatoren. Kernkompetenzen sind komplexe Lackiersysteme mit Komponenten wie Vorbehandlungs-, Pulverbeschichtungs- oder Trocknungsanlagen.


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