Nürnberg (re) - Auch zum 8. Leistritz-Workshop, der seit 1999 jährlich außer in den K-Jahren stattfindet, kamen am 3. und 4. November mit 150 Besuchern aus 20 Ländern wieder sehr viele Teilnehmer. Mit dem Thema "Das Körnchen Unterschied" wandte sich der Nürnberger Maschinenbauer in diesem Jahr ganz gezielt an die Masterbatch-Industrie.
"Wir freuen uns, dass wieder so viele Interessenten zu uns gekommen sind" sagte Dr. Hubertus Schulte, Geschäftsführer der Leistritz Extrusionstechnik GmbH in seiner Begrüßungsansprache. "Es ist weder für den Veranstalter noch für die Gäste selbstverständlich, dass ein Workshop in dieser Größe stattfindet. Uns zeigt dies, dass wir die richtigen Themen im richtigen Rahmen präsentieren. Gleichzeitig deutet der Zuspruch aber auch darauf hin, dass die Branche wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken kann und die Krisenzeit dem Ende zugeht." Leistritz stelle seit Mitte 2009 eine deutliche Belebung der Geschäftsaktivitäten fest. Als Indikator hierfür nannte Schulte die Menge der Ersatzteilbestellungen, die zu Beginn der Krise auf die Hälfte gesunken war und heute wieder den Stand von vor der Krise aufweise. Insbesondere die Industriezweige Verpackung, Medizin, Pharma und Schaum seien von der Krise kaum betroffen beziehungsweise schon wieder aus ihr heraus, die Automobilindustrie und der Baubereich müssten sich jedoch noch erholen. Schulte betonte, dass Krisenzeiten gute Zeiten für Investitionen seien, man müsse antizyklisch denken, um für die anstehende weitere Marktbelebung gut gerüstet zu sein.
Während des Workshops wurden Themen wie Qualitätskriterien bei der Herstellung von Effekt Pigment Masterbatches, der Einfluss von Mischsystemen auf die Masterbatch-Qualität, das Dispergieren von organischen Pigmenten oder auch die Inline Farbmessung in der Schmelze vorgestellt. Alle Themen hatten einen direkten Praxisbezug und damit einen unmittelbaren Nutzen für den Zuhörer. Ergebnisse von Versuchsreihen, die in Zusammenarbeit mit Leistritz durchgeführt wurden, gaben interessante Einblicke. Diese wurden während der Technikumsvorführungen am Nachmittag des ersten Tages vertieft. Vorgeführt wurden wieder vier laufende Extrusionsanlagen, auf denen genau die Versuche liefen, die während der Vorträge präsentiert worden waren.
Für die Besucher, mit denen die K-ZEITUNG vor Ort sprach, ist der Leistritz-Workshop auf jeden Fall zu einem Branchentreff und fast schon zu einem Familientreffen geworden. Gelobt wurden neben der interessanten Themenauswahl und den passenden Maschinenvorführungen vor allem der Teamgeist sowie die Nähe, Offenheit und Flexibilität der Leistritz-Mitarbeiter auch neue Themen anzugehen. Zum Gesamtbild gehört für alle auch die immer wieder mit einer Überraschung aufwartende Abendveranstaltung, die genau wie der Workshop selbst zur festen Einrichtung in der Branche gehört. In diesem Jahr gings nach der geleisteten Arbeit des ersten Tages abends auf ein Schiff, wo die Teilnehmer mal das tun durften, was sonst nicht ganz so gut ankommt: Zocken. Croupiers luden zu Spielchen wie Black-Jack und Roulette ein.
Lesen Sie mehr über diese Veranstaltung, die vorgestellten Themen sowie Marktdaten aus der Masterbatch-Branche in einer der nächsten Ausgaben der K-ZEITUNG.
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Vor 25 Jahren war China erstmals Partnerland der Hannover Messe. Was sich während dieses Vierteljahrhunderts im viertgrößten Flächenstaat der Erde entwickelt hat - darüber lässt sich mitunter nur staunen. im Maschinenbau richten sich die Chinesen neu aus, was auch die Orientierung im Bereich der Kunststoff- und Gummimaschinen beeinflusst.
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